Ist Intuit Intelligence der Schlüssel für einen Rebound der Aktien?
Die Bären hacken auf Intuit herum, doch das Softwarehaus liefert ordentliches Wachstum
Die Aktien von Intuit zählen zu den grossen Verlierern im Software-Sell-off. Im Gegensatz zur Performance der Aktien ist das Geschäft jedoch weiterhin sehr erfolgreich, was nicht zuletzt auch der hauseigenen AI-Integration geschuldet ist.
Das operative Geschäft von Intuit (US4612021034) läuft weiterhin gut. Der Abschluss für das 2. Fiskalquartal (31. Januar 2026) weist ein Umsatzwachstum von 17 % auf 4,7 Mrd. US-Dollar aus, bei gleichzeitig starkem Wachstum beim operativen Ergebnis. Für das abgelaufene Quartal erwirtschaftete Intuit einen operativen Gewinn von 855 Mio. US-Dollar, was einem Wachstum im Jahresvergleich von 44 % entspricht. Nach Steuern stieg der Gewinn der Aktie sogar um 49 % auf 2,49 US-Dollar. Darin waren allerdings positive Einmaleffekte enthalten. Auf „bereinigter“ Basis lag das operative Ergebnis bei 1,55 Mrd. US-Dollar (+23 %) und der Gewinn je Aktie bei 4,15 US-Dollar (+25 %).
Insgesamt ergab sich sequenziell eine Verlangsamung. Das Umsatzwachstum lag im 1. Fiskalquartal leicht höher mit 18 % auf 3,89 Mrd. US-Dollar, das „bereinigte“ operative Ergebnis stieg deutlich stärker um 32 % auf 1,26 Mrd. US-Dollar und der Gewinn je Aktie um 34 % auf 3,34 US-Dollar. Ein solcher sequenzieller Rückgang der Wachstumsraten ist definitiv ein Makel und berechtigt auch zu Bewertungsabschlägen. Diese Korrektur hatte die Wall Street allerdings VOR der Veröffentlichung der Zahlen zum 2. Fiskalquartal vorgenommen, weswegen nach Veröffentlichung sich dann ein leichter Rebound ergab, da die Korrektur zu weit gegangen ist.
Ist Intuit Intelligence der Schlüssel für einen Rebound der Aktien?
Die Prognose für das Gesamtjahr hat man jedoch lediglich bestätigt. Das Management geht von einem Umsatz von 21,0 bis 21,2 Mrd. US-Dollar aus, was nur ein Wachstum von 12 % bis 13 % wäre. Das erscheint tiefgestapelt angesichts des hohen Wachstums im 1. Halbjahr, aber die Börse nimmt im aktuell schwachen Umfeld diese Prognose erst einmal für bare Münze. Das gleiche Spiel zieht man auch bei der Prognose für das „bereinigte“ operative Ergebnis durch, das im laufenden Fiskaljahr lediglich um 14 % bis 15 % wachsen soll gegenüber 32 % und 23 % in den ersten beiden Fiskalquartalen.
Schaut man sich das grosse Bild an, dann testen die Aktien derzeit ihre langfristige Unterstützung. Die besteht aus einer charttechnischen Unterstützungszone auf Wochenbasis zwischen rund 355 US-Dollar und 425 US-Dollar. Der Rebound Ende Februar war daher so essenziell wichtig, da ein nachhaltiges Durchrutschen unter den unteren Rand ein weiteres starkes Verkaufssignal ausgelöst hätte. Diese Gefahr ist auch noch nicht gebannt, aber sie hat sich nach dem letzten Quartalsbericht deutlich verringert.
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24.03.2026 - Mikey Fritz

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