Zinshoffnungen steigen, Intuit mit starkem Wachstum und Workday zeigt solides Zahlenwerk - BÖRSE TO GO
Wetten auf eine Zinssenkung laufen - Powell-Rede steht im Mittelpunkt
Die Rede von Powell ist der Dreh- und Angelpunkt des Tages. Die Anleger haben ihre Wetten auf eine Zinssenkung im September aber bereits gemacht. Intuit erreichte ein starkes Wachstum zum Abschluss des Geschäftsjahres. Die Prognose für das neue Fiskaljahr enttäuschte die Anleger jedoch. Solides Quartal von Workday. Der Spezialist für Unternehmensverwaltungssoftware konnte den Umsatz weiter steigern, wird allerdings im laufenden Quartal etwas weniger Marge einfahren.
Zum Wochenschluss gibt sich der Aktienhandel in Asien freundlich. Alle Benchmarks können sich verbessern, wobei der KOSPI mit einem Tagesplus von 0,86 % auf 3.168,73 Punkte heraussticht. Die meisten chinesischen Onshore-Indizes liegen im Verlauf der Sitzung deutlich mehr als 1 % im Plus, wenngleich der Hang Seng Index nur Kursgewinne von zeitweise mehr als 0,65 % erreicht. Der Terminmarkt neigt am Freitagmorgen zur Schwäche. Der DAX-Future (September) wird vor Eröffnung der Börse bei 24.287,80 Punkten (-0,19 %) gehandelt.
Vor Jackson Hole wagte sich in Frankfurt niemand aus der Deckung. Alle deutschen Benchmarks pendelten am Donnerstag um die Schlusskurse vom Mittwoch herum. Die einzige Ausnahme war der MDAX, der regelrecht unter die Räder kam und um -0,65 % auf 30.705,76 Punkte zurückfiel. Der Anlass: Die Aktien von CTS Eventim (DE0005470306) brachen ein und verloren zeitweise ein Fünftel ihrer Marktkapitalisierung. Am Ende des Handels immer noch ein Minus von -16,91 % auf 82,55 Euro. Die Anleger hatten auf eine positive Überraschung spekuliert, doch der Veranstaltungsgigant zeigte wie berichtet zurückhaltendes Wachstum und einen Gewinneinbruch.
New York schwächelte am Donnerstag erneut. Alle amerikanischen Benchmarks gaben ab, wobei der Dow Jones Industrial Average Index mit einem Minus von -0,34 % auf 44.785,50 Punkte noch am besten wegkam. Der S&P 500 Index sank um -0,40 % auf 6.370,17 Punkte und der Nasdaq 100 Index verlor um -0,46 % auf 23.142,58 Punkte. Der größte Verlierer war hier Roper Technologies (US7766961061), die um -2,51 % auf 526,94 US-Dollar abgaben.
Powell-Rede ist Dreh- und Angelpunkt
Der gesamte Börsentag dreht sich um die Rede von Fed-Chair Jerome Powell. Das Statement des Vorsitzenden der US-Notenbank auf dem jährlichen Treffen der amerikanischen Notenbank wird um 16:00 Uhr erwartet. Die Anleger spekulieren darauf, dass Powell die Rede nutzen wird, um eine Indikation zu geben, dass die Notenbank im September ihre seit 2024 ausgesetzte Zinssenkungsphase fortsetzen wird. Die am Zins-Swap-Markt eingepreiste Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung um 25 Basispunkte im September liegt bei 70 %. Die jüngste Entwicklung der Inflation spricht jedoch gegen die Zinssenkungsspekulation. Auch hat Powell die Jackson Hole Rede regelmäßig dazu genutzt, bereits bekannte Ziele der Federal Reserve noch einmal zu vertiefen und nicht neue Ziele anzukündigen. Auf der anderen Seite macht das Weiße Haus nicht nur Druck auf den Fed-Chair, sondern auch auf die restlichen stimmberechtigten Mitglieder des Offenmarktausschusses, um eine Zinssenkung herbeizuführen. Politischer Druck, der beginnt, sich in den Aussagen einiger Fed-Mitglieder bemerkbar zu machen.
Intuit mit starkem Wachstum zum Jahresschluss
Die Zahlen von Intuit (US4612021034) zum 4. Fiskalquartal waren ausgesprochen gut. Entscheidend war vor allem, dass man den Umsatz um 20 % auf 3,83 Mrd. US-Dollar steigern konnte. Damit lag es deutlich höher als das Wachstum im gesamten Fiskaljahr, das um 16 % auf 18,83 Mrd. US-Dollar gesteigert werden konnte. Den operativen Jahresgewinn konnte der Spezialist für Steuer- und Marketingsoftware sogar um 36 % auf 4,93 Mrd. US-Dollar steigern. Allerdings fiel die Profitabilität im 4. Fiskalquartal deutlich geringer aus. Man erzielte nur einen operativen Gewinn von 339 Mio. US-Dollar nach einem Verlust von 151 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Auf „bereinigter“ Basis schlug das Unternehmen zwar mit 2,75 US-Dollar je Aktie die Konsensschätzung (2,66 US-Dollar), aber der „bereinigte“ Teil ist zwei Mal so groß wie das eigentliche Ergebnis. Besonders allergisch reagieren die Anleger jedoch auf die Prognose für das laufende Fiskaljahr 2026, die deutlich weniger Umsatzwachstum in Aussicht stellt. Die Aktien hatten im regulären Handel nahezu unverändert bei 697,76 US-Dollar (-0,20 %) geschlossen, gaben dann aber nach Börsenschluss um -5,55 % auf 659,01 US-Dollar ab.
Solides Quartal von Workday
Workday (US98138H1014) hat sein solides Umsatzwachstum nicht nur gehalten, sondern weiter leicht ausbauen können. Man erreichte im 2. Fiskalquartal einen Umsatz von 2,35 Mrd. US-Dollar, was einem Wachstum im Jahresvergleich von 12,6 % entspricht. Der Anteil der laufenden Abonnementumsätze bewegte sich dabei bei 2,17 Mrd. US-Dollar. Dieser Teil konnte um 14,0 % gesteigert werden. Die Unternehmensprognose für das laufende 3. Fiskalquartal ist, dass die Abonnements einen Umsatz von 2,24 Mrd. US-Dollar erreichen werden, wobei die „bereinigte“ operative Marge leicht von 29 % auf 28 % fallen soll. Die Workday Aktien tauchten nach Börsenschluss ab. Regulär hatte der Kurs nahezu unverändert bei 227,58 US-Dollar geschlossen und verlor nach Bekanntgabe der Zahlen -4,09 % auf 218,28 US-Dollar.
Tagestermine
Am Morgen erwarteten wir vorbörslich um 08:00 Uhr die erste Revision des Bruttoinlandsprodukts für Deutschland im 2. Quartal. Und die Zahlen waren eine Enttäuschung. Annualisiert war anfänglich ein Mini-Wachstum von 0,4 % angekündigt worden. Das wurde jedoch nun in der 1. Revision halbiert auf nur noch 0,2 %. Im Vergleich zum 1. Quartal war anfänglich mit einer kleinen Kontraktion um -0,1 % gerechnet worden. Das weitete sich nun auf eine Kontraktion um -0,3 % aus.
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22.08.2025 - Mikey Fritz

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