Auf sich verändernde Verhältnisse der Verbraucher reagiert Visa wohl mit einem massiven Sparprogramm
Visa peilt die Streichung von rund 2.600 Stellen an
Das Zahlungsverhalten der Menschen ändert sich stetig. Mittlerweile ist selbst in der Bargeld-Nation Deutschland die Zahlung per Karte beliebter als klassische Euroscheine. Anderswo schreitet die Digitalisierung noch schneller voran. Dabei werden mittlerweile Kreditkarten schon ein Stück weit infrage gestellt. Eben dieser Entwicklung begegnet der Visa-Konzern nun.
Wie das „Wall Street Journal“ in Erfahrung gebracht haben will, bereitet Visa (US92826C8394) wohl einen massiven Sparkurs vor, bei dem 2.600 Stellen oder sieben Prozent der Belegschaft wegfallen sollen. In einem internen Schreiben begründet Konzernchef Ryan McInerney diesen Schritt mit Änderungen in der Branche durch neue Technologe, was durch Künstliche Intelligenz zusätzlich verstärkt werde.
Zum größten Teil sollen die Stellenstreichungen wohl die Teams aus den Technologie- und Produktsparten treffen. Bemerkbar machen wird sich der Sparkurs aber sehr wahrscheinlich im gesamten Unternehmen. Visa will sich nach eigenem Bekunden bestmöglich auf einen „einmaligen Wendepunkt“ im Zahlungsverkehr einstellen. Immer mehr an Bedeutung gewinnen mobile Zahlungslösungen wie Apple Pay und PayPal. Dazu kommen diverse Technologien wie Stablecoins und automatisierter Handel.
Den Anlegern scheint es zu gefallen, dass Visa vor solchen Entwicklungen nicht einfach die Augen verschließt. Auf die Sparpläne reagierte die Aktie am Dienstag mit Kursgewinnen von 1,1 Prozent, was den Kurs auf 366,59 US-Dollar anhob. Dort angekommen bleibt eine positive Tendenz im Chart erhalten, welche im vergangenen Jahr nur zeitweise unterbrochen wurde.
Visa: Mutig nach vorn
So mancher Umsatzgarant aus der Vergangenheit wird Visa in Zukunft nur noch wenig Freude bringen. Umso erfreulicher ist es für die Anleger, dass das Unternehmen sich schon frühzeitig auf große Änderungen einstellt. Ob das Unternehmen damit auch Erfolge haben wird und neue Wachstumsimpulse erreichen kann, bleibt freilich noch abzuwarten. Die richtige Einstellung gegenüber der Zukunft und letztlich nicht zu vermeidender Veränderungen ist aber schon mal eine solide Basis.
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29.07.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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