Mit einem besonders günstigen Einstiegsmodell buhlt Volkswagen in China wieder um Marktanteile im Einstiegssegment
Volkswagen geht in China auf Volumen, ohne die Kernmarke zu gefährden
Obschon die chinesische Regierung sich darum bemüht, den ruinösen Preiskampf im Automobilsegment einzudämmen, kämpfen noch immer über 100 Marken um die Gunst der Kundschaft und gehen dafür gerne auch über den Preis. Volkswagen schreckte bisher davor zurück, dabei allzu sehr mitzumischen. Insbesondere die Marke VW sollte vor einer Verwässerung geschützt werden.
Übernehmen soll im Einsteigersegment nun die Marke Jetta. Kurz vor Beginn der Beijing Auto Show am Freitag enthüllte Volkswagen (DE0007664039) das Konzeptfahrzeug Jetta X. Besonders daran ist vor allem der Preis. Der elektrische Kompakt-SUV soll für etwas mehr als 10.000 Euro den Besitzer wechseln und geht damit in Konkurrenz zu Modellen von heimischen Anbietern wie BYD.
Besonders der Joint-Venture-Partner FAW scheint für Jetta große Pläne zu haben. Medienberichten zufolge plant jener mit 400.000 bis 500.000 Verkäufen von Jetta jährlich, was mehr als dem Vierfachen der letzten Ergebnisse entsprechen würde. Gelingen soll das auch durch immer neue Modelle. In Wolfsburg scheint man etwas vorsichtiger zu sein, aber mit immerhin rund 300.000 verkauften Fahrzeugen pro Jahr zu rechnen.
Geht die Rechnung für Volkswagen auf?
Interessant ist der Vorstoß von Volkswagen auf dem chinesischen Volumenmarkt allemal. Genau dort glänzten die Wolfsburger zuletzt eher mit Abwesenheit, während das Interesse an margenstarken Premiumfahrzeugen schrittweise zurückging. Ob der Jetta X aus Anlegersicht zu einem Erfolg werden kann, steht allerdings in den Sternen. Ankommen wird es dabei nicht nur auf die nackten Absatzzahlen.
Wichtig wird auch sein, dass Volkswagen mit dem Gefährt tatsächlich Geld verdient, also eine möglichst hohe Marge einfährt. Nähere Informationen dazu sind nicht bekannt. Der Konzern betont lediglich, mit dem Jetta X durchaus Gewinne zu erzielen. Wie hoch jene sein mögen, darüber lässt sich aber wohl nur mutmaßen. Profitieren dürfte man allerdings davon, dass Forschung, Entwicklung und Produktion vollständig nach China ausgelagert wurden. Das bezeichnet Volkswagen auch als den Ansatz „In China, für China“.
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23.04.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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