Volkswagen hat zu viele Baustellen

Diess ist angeschlagen

NTG24 - Volkswagen hat zu viele Baustellen

 

Eine Antwort auf Tesla will Volkswagen liefern, so die Ankündigung. Einen Workshop zu dem Thema hätte man in Vorstandskreisen abgehalten und sich auf Grundzüge geeinigt. Man ist sich einig, dass es ein Elektroauto werden soll und unter der Marke Audi platziert wird. Schon 2025 rechnet man mit dem Produktionsstart.

Was sich auf den ersten Blick wie eine Parodie liest, ist ernst gemeint. Das Modell S von Tesla wird seit acht Jahren ausgeliefert und wurde vor sage und schreibe 11 Jahren angekündigt. Und Volkswagen stellt sich heute hin und kündigt für das Jahr 2025 einen „Tesla-Fighter“ an. Wenn man 16 Jahre hinter der Konkurrenz liegt, sollte man den Ball flach halten und einfach liefern. Doch selbst im alten Kerngeschäft entgleist derzeit alles.

 

Volkswagen hat zu viele Baustellen

 

Volkswagen bekommt den Golf nicht auf die Strasse. Den Produktionsstart im vergangenen Jahr, lange vor Corona, hatte man bereits versiebt. Statt 100.000 Einheiten wurden lediglich 8.400 produziert. Dann ging es an den Start und die ansonsten so gut geölte VW-Marketingabteilung bekam nichts hin. Die Einführung des Kernproduktes wurde kleingeschrieben. Statt grosser Präsentationen und Feiern hielt Volkswagen sich dezent zurück. Und dann das dicke Ende: Die Technik ist nicht ausgereift, sorgt für einen Produktionsstopp und es droht eventuell ein Rückruf der brandneuen Wagen. 

Die Probleme beim Golf sind symptomatisch. Von VW-Händlern ist zu hören, dass das Produktportfolio an vielen Stellen derzeit Lücken aufweist. Die Sorge steigt, dass eine eventuelle Kaufprämie an den Händlern vorbeigeht, da man den prospektiven Kunden nichts Attraktives anbieten kann. 

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