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Vonovia kann Ängste nicht lindern, Volkswagen belohnt Angestellte auch in der Krise, SBO fürchtet hohe Ölpreise und Samsung investiert munter in den KI-Ausbau

Dem enormen Verkaufsdruck kann sich kaum jemand entziehen

NTG24 - Vonovia kann Ängste nicht lindern, Volkswagen belohnt Angestellte auch in der Krise, SBO fürchtet hohe Ölpreise und Samsung investiert munter in den KI-Ausbau

 

Es mehren sich die Anzeichen dafür, dass der Irankrieg für eine sehr lange Zeit Spuren hinterlassen wird. Noch immer ist kein Ende des Konflikts abzusehen und selbst wenn dem so wäre, könnte es wohl eine ganze Weile dauern, bis wieder Normalität einkehrt. Der Golfstaat Qatar ließ wissen, dass die Reparatur von LNG-Anlagen wohl bis zu fünf Jahre dauern könnte, und das ist nur einer von vielen Faktoren.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDie Märkte reagierten mit noch mehr Verunsicherung und der großen Sorge vor Inflation und damit auch wieder steigenden Zinsen. Eben diese Ängste wirkten sich bei Vonovia (DE000A1ML7J1) derart stark aus, dass selbst gute Zahlen den Aktienkurs nicht stützen konnten. Berichtet wurde über einen Anstieg bei den Mieteinnahmen und ein um sechs Prozent auf 2,8 Milliarden Euro gestiegenes Ebitda. Zudem wurde bekanntgegeben, dass die Dividende auf 1,25 Euro je Aktie steigen soll.

 

 

 

Dazu gab es durchaus positive Analystenkommentare, die den Ausverkauf aber auch nicht aufhalten konnte. Die Vonovia-Aktie rutschte am Donnerstag um 12,1 Prozent in die Tiefe und landete bei nur noch 21,61 Euro. Zeitweise wurde bei 21,53 Euro ein neues 52-Wochen-Tief markiert. Solange die Sorge um eine Rückkehr der Zinssteigerungen nicht verschwindet, dürfte der Weg nach oben blockiert bleiben.

 

Volkswagen belohnt Mitarbeiter

 

Auch bei Volkswagen (DE0007664039) könnte die Krise Spuren hinterlassen, etwa in Form nochmals steigender Kosten und einer nachlassenden Konsumfreude. Dabei meldete der Konzern kürzlich bereits einen Gewinneinbruch und gute Stimmung unter den Aktionären will schon seit Längerem nicht mehr aufkommen. Trotz der mauen Zahlen sollen die Mitarbeiter unter der Krise aber nicht mehr als nötig leiden. Recht überraschend ließ Volkswagen mitteilen, im Mai nun noch eine Prämie in Höhe von einmalig 1.250 Euro an Tarifbeschäftigte auszuzahlen.

Zuvor wurde über dieses Thema breit diskutiert. Die Arbeitnehmervertreter forderten 1.500 Euro, während der Vorstand maximal 500 Euro zahlen wollte. Mit dem Ergebnis dürfte der Betriebsrat daher zufrieden sein. Auf Seiten der Anleger werden die Sorgen hingegen nicht kleiner. Die Volkswagen-Aktie verlor gestern um weitere 3,1 Prozent bis auf 85,68 Euro an Wert. Seit Jahresbeginn ging es um knapp 20 Prozent abwärts.

 

Wenig Vorfreude bei SBO

 

Natürlich gibt es auch Profiteure von rasant steigenden Ölpreisen und als einer davon wurde bis vor Kurzem der österreichische Ölfeldausrüster SBO (AT0000946652) gehandelt. Bei der Vorstellung der Jahreszahlen zeigte sich das Management von der aktuellen Krise jedoch wenig begeistert. Der Irankrieg scheint mehr Risiken als Chancen mitzubringen und die Ölpreise sind bereits höher, als es SBO lieb wäre. Optimal seien Preise zwischen 70 und 90 Euro, um Investitionen im Segment wieder anzukurbeln.

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Werbebanner EMH PM TradeNoch höhere Preise würden indes die Inflation antreiben und Wirtschaftswachstum gefährden, was Investitionen letztlich eher zurückhalten könnte. Angesichts der erneut starken Anstiege beim Ölpreis reagierten die Anleger mit Verunsicherung. Die SBO-Aktie verlor gestern um rund vier Prozent an Wert; im frühen Handel ging es sogar deutlich weiter in die Tiefe. Die Vorfreude auf bessere Zeiten scheint wie weggeblasen zu sein. Es half auch nicht, dass die Ergebnisse für 2025 eher mit Enttäuschung aufgenommen wurden.

 

Samsung erhöht den Einsatz

 

Weitgehend unberührt vom Irankrieg scheint bisher der KI-Sektor zu bleiben und die Investitionen dort steigen immer weiter. Nun kündigte auch der südkoreanischen Elektronikriese Samsung (KR7005930003) an, mehr Geld in die Hand nehmen zu wollen. Im laufenden Jahr sollen 63,7 Milliarden Euro in den Ausbau von Produktionskapazitäten für Chips sowie die dazugehörige Forschung fließen. Zunächst hat Samsung aber damit zu kämpfen, dass Gewerkschaften kürzlich für einen Streik stimmten, der auch die Chip-Fabriken betreffen dürfte.

Aufgrund der hohen Nachfrage und schwindelerregender Gewinne, die zuletzt etwa Micron beeindruckend demonstrieren konnte, bedeutet jeder Streiktag für Samsung enorme Ausfälle. Zudem könnte das Ganze die ohnehin bestehende Speicherkrise verschärfen. Optimisten könnten darin wiederum Chancen für höhere Margen erkennen, doch im gestrigen Handel überwog die Skepsis. Die Samsung-Aktie ging hierzulande 1,4 Prozent leichter mit 2.050 Euro in den Feierabend.

 

Angeschlagen

 

Die Sorgen der Börsianer werden größer und die ersten Anzeichen für den Übergang in einen Bärenmarkt sind bereits zu erkennen. Bisher trotzten die Märkte multiplen Krisen recht wacker. Der Irankrieg und die noch immer kaum einschätzbaren Folgen scheinen das Fass aber zum Überlaufen zu bringen und die bangen Blicke der Marktakteure richten sich permanent auf die Ölpreise. Sollten jene weiter ansteigen, so könnte der Ausverkauf sich noch weiter hinziehen. Die Lage bleibt jedoch unübersichtlich und es ist noch lange nichts in Stein gemeißelt.

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20.03.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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