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BÖRSE TO GO - mit Google, Autoaktien und Biontech

Unaufgeregt und langsam weiter anch oben

 

Guten Tag,

die positiven Aussichten von GOOGLE sowie die Erholung des Ölpreises und die Marktreaktion darauf lassen erkennen, in welche Richtung es nun weitergeht: drei Schritte vor, zwei zurück. Besser kann es derzeit nicht laufen.

Wir hoffen dabei, dass die Stimmen, welche dies alles für eine „Bärenmarktrally“ halten, nicht verklingen oder verstummen! Denn solange es ausreichend Skeptiker auf dem Parkett gibt, die ihrerseits dafür sorgen, dass die Stimmung nicht ins Euphorische driftet, klettert der Markt die berühmte Mauer der Angst entlang und wagt sich nur in Schritten weiter nach vorn. 

Mag schon sein, das in dem einen oder anderen Fall die Kurse etwas zu schnell gestiegen und korrekturanfällig sind, aber solche Momente sollten dann auch richtig eingeordnet werden. Denn die Aussichten hellen sich mehr auf als das sie sich verdunkeln, und allein das zählt.

 

GOOGLE: Unverhofft optimistisch

 

GOOGLE ist ein schönes Beispiel dafür, und leider auch eines, welches aufzeigt, wer die wahren Gewinner aus der Krise sind: die großen High-Tech Giganten und ihr unermesslicher Datenreichtum. Wollte die Politik noch vor Corona diesen Giganten das Handwerk erschweren, indem Regeln zum Datenschutz erarbeitet wurden, so haben dieselben Politiker nun dazu geführt, dass noch mehr Macht nach Kalifornien verlagert wird. 

Das veränderte und wesentlich intensivere Internetverhalten der Bevölkerung hat GOOGLE & Co. eine wahre Datenflut beschafft, welche in Geld gar nicht zu messen ist. Fast jeder Bürger dieser Welt hat in den vergangenen Wochen mehr über die Vorteile des „online-seins“ erfahren dürfen und es dürfte keinen überraschen, wenn hier neue Gewohnheiten zementiert wurden. Alles, was es jetzt noch braucht, ist eine Belebung der Wirtschaft und dann kann wieder ordentlich Geld verdient werden.

 

Chart Alphabet

 

Autobranche: Kommt die Prämie?

 

Das ist auch das Thema in einem der klassischen „Old-Economy“-Bereiche - der Automobilindustrie. Heute bestätigte einerseits DAIMLER seine schon in der vergangenen Woche vorgelegten Eckzahlen, die kurz gesagt einen massiven Gewinneinbruch aufzeigten. Dem schloss sich nun auch mit VOLKSWAGEN der weltgrößte Hersteller an, der ebenfalls im Auftaktquartal einen Gewinneinbruch um rund 80 % hinnehmen musste. Dabei deuteten sowohl VOLKSWAGEN als auch DAIMLER an, dass man zumindest für das laufende zweite Quartal hier keine wesentliche Besserung erwartet.

Aber: Im Markt ist längst eingepreist, dass die Automobilfirmen in diesem Jahr insgesamt kräftige Umsatz- und Gewinneinbußen hinnehmen müssen. Ob es am Ende sogar einen Rutsch in die roten Zahlen gibt, ist dabei aus unserer Sicht nebensächlich. Entscheidend wird sein, ob spätestens in der zweiten Jahreshälfte entsprechende Erholungssignale gesetzt werden können. Da die meisten Hersteller nun langsam beginnen, ihre Fabriken wieder hochzufahren, ist die Wahrscheinlichkeit dafür relativ hoch. Und noch ein anderer Punkt könnte unterstützen:

Denn sowohl Politik, Gewerkschaften als auch Branchenverband VDA setzen sich dafür ein, dass den Autoherstellern mit Kaufprämien geholfen wird. Wir glauben, dass dieses Thema nicht so einfach wieder in der Versenkung verschwindet, sondern letztlich wahrscheinlich im Laufe der nächsten Wochen umgesetzt wird. Das könnte dann die Dynamik der Erholung durchaus positiv beeinflussen. Allerdings hoffen wir, dass man nicht auf die irrsinnige Idee kommt, die Kaufprämien gleichzeitig auch noch mit Abwrackprämien zu flankieren. Denn diese hatten ja nach der Finanzkrise eher Schaden angerichtet als geholfen.

 

Das Rennen um einen Corona-Impfstoff läuft

 

Corona bleibt auch in einem anderen Segment das Thema Nummer 1. Die Jagd nach einem ersten Impfstoff zeigt sich weltweit hochdynamisch. Ganz aktuell liefert die deutsche Hoffnung BIONTECH erneut positive Schlagzeilen. So kündigte das in Amerika notiert Unternehmen an, dass man mit dem Forschungspartner PFIZER womöglich schon gegen Ende des Jahres einen Impfstoff präsentieren könnte. Gerade jetzt hat man mit einer ersten klinischen Prüfung begonnen, in deren Folge 12 Studienteilnehmer bereits mit dem Impfstoffkandidaten BNT162 geimpft worden sind.

Ob man nun direkt bei BIONTECH mit an Bord sein muss als Anleger, stellen wir dahin. Denn die Aktie zeigte sich zuletzt ja höchst volatil. Vielmehr setzen wir hier auf das Schwergewicht PFIZER, zu dem wir schon eine umfangreichere Einschätzung in der aktuellen Ausgabe des „Zürcher Trend“ gegeben haben, die wir natürlich unter den aktuellen Entwicklungen nochmals bestätigen.

 

Chart Pfizer

 

29.04.2020 - Carsten Müller - cm@ntg24.de

 









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