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eBay, PayPal, Adyen - Digitaler Zahlungsverkehr der Zukunft im Fokus

eBay und PayPal beenden Zusammenarbeit für Verkäufer

 

eBay schränkt die Kooperation mit PayPal erheblich ein. Transaktionen von Verkäufern werden in Zukunft über Adyen durchgeführt. PayPal-Aktie bleibt unbeeindruckt, während die Adyen-Aktie sogar leicht verliert.

Die e-Handelsplattform eBay (US2786421030) scheint jetzt die endgültige Trennung von PayPal (US70450Y1038) anzustreben. Bereits seit Längerem wurde angekündigt, dass die Transaktionen von Verkäufern nicht mehr über das PayPal-Konto der Nutzer laufen sollen. Dieser Schritt wurde mit Frist zum 28.5. nun vollständig umgesetzt. eBay führt in der Folge eine neue und verpflichtende Zahlungsweise ein, die den PayPal-Account der Nutzer nicht mehr unterstützen soll, da die Transaktionen nur noch über direkten Zugriff auf das Bankkonto durchgeführt werden können.

Als neuer Partner wurde das niederländische Unternehmen Adyen (NL0012969182) bekannt gegeben. eBay erhofft sich durch die Maßnahmen eine erhebliche Steigerung der Übersichtlichkeit der Website. Der zentrale Zahlungsprozess wird an den Konkurrenten Amazon (US0231351067) angeglichen und soll damit die Attraktivität des gesamten Abwicklungsprozesses steigern.

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Werbebanner Trading SeminareBay erhebt in Zukunft fixe Transaktionsgebühren von 0,35 € pro Transaktion. Dazu kommt noch ein variabler Anteil in Höhe von 11 % des Gesamtverkaufspreises. Schon jetzt kommt erste Kritik von der Seite der Kunden. Größtes Problem scheint die Zeitverzögerung der Transaktion zu sein. So braucht eBay für einige Überweisungen länger als eine Woche und räumt dabei den Kunden höchstens 2 Tage bis zur Fälligkeit des Betrages ein.

Für Käufer wird sich kurzfristig nichts ändern. Käufer können weiterhin mit PayPal zahlen und müssen ihr Konto nicht zusätzlich umstellen.

 

Adyen als Zukunft der Finanztransaktionen

 

Das niederländische Technologieunternehmen dürfte den wenigsten ein Begriff sein und doch wickelt es viele unsere Transaktionen ab. Das Unternehmen, das lange als größter Konkurrent von Wirecard (DE0007472060) galt, hat sich darauf spezialisiert, die Zahlungen für Händler neu zu definieren und möglichst einfach zu gestalten. Die Technologie soll Reibungsverluste für Käufer und Händler beseitigen und die globale Verwaltung erheblich entlasten. Die Liste der Partner von Adyen ist Lang und prominent besetzt. So gehören Netflix (US64110L1061), Uber (US90353T1007), Facebook (US30303M1027), Spotify (LU1778762911) und viele mehr zu den Kooperationspartnern.

Adyen erhielt Ende Mai eine offizielle Bankenlizenz in den USA, dadurch wird sich ihre Position in den Überseegebieten weiter festigen. Außerdem ist nach der Zerschlagung des Konkurrenten Wirecard kein neuer Marktteilnehmen existent. Aus diesen Gründen befindet sich Adyen auch auf der „Conviction Buy List“ der Investmentbank Goldman Sachs (US38141G1040). Auf dieser stehen nur Unternehmen, bei denen das Risiko eines Verlustes extrem gering ist und sich zugleich überdurchschnittliche Renditen erzielen lassen.

Adyen befindet sich trotz einer Marktkapitalisierung von 58,52 Milliarden Euro noch in der Wachstumsphase. Der Umsatz konnte aus 5-Jahressicht pro Jahr um durchschnittlich 62 % gesteigert werden und auch der Gewinn kommt im gleichen Zeitraum auf ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 58 %. Diese nahezu perfekte Proportionalität ist ein Indikator für eine gesunde und profitable Unternehmensentwicklung. Durch die zunehmende Geschwindigkeit der Digitalisierung ist davon auszugehen, dass Adyen zu den Gestaltern der Finanztransaktion der Zukunft gehört und sich weitere Marktanteile sichern kann.

 

10.06.2021 - Felix Eisenhauer - fe@ntg24.de

 









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