AMD berichtet über eine massive Nachfrage nach eigenen Chips und stellt für kommende Generationen sogar noch mehr in Aussicht
Anscheinend leckt die Kundschaft sich die Finger nach Chips von AMD
Experten sagten bereits voraus, dass mit der zunehmenden Bedeutung von Inferenz bei KI-Rechenzentren die Nachfrage nach klassischen CPUs deutlich in die Höhe gehen dürfte. Genau diese Entwicklung lässt sich aktuell beobachten. Nachdem Intel bei den letzten Quartalszahlen bereits einräumen musste, mit der Nachfrage nicht recht mithalten zu können, berichtet nun auch AMD über einen enormen Nachfrageschub.
Über dieses Thema sprach AMD-Chefin Lisa Su kürzlich bei Morgan Stanley Technology, Media & Telecom Conference. Dabei musste Su einräumen, dass es aktuell eine gewisse Knappheit gebe und man vor drei bis sechs Monaten das Anwachsen des Marktes etwas unterschätzt habe. Nun dauere es etwas, bis die Lieferketten sich auf die neue Situation eingestellt haben. AMD (US0079031078) versichert jedoch, sich in einer guten Position zu befinden, um einen „großen Prozentteil“ der Nachfrage decken zu können.
Man arbeite auch eng mit Partnern aus der Lieferkette zusammen, um die Kapazitäten im laufenden sowie im kommenden Jahr weiter auszubauen. Aus Anlegersicht klingt das natürlich nach einem echten Luxusproblem. Gleichwohl wird es an der Börse nicht gerne gesehen, wenn Umsatzchancen liegen bleiben. Daher wird es für die Zukunft sehr wichtig sein, dass AMD tatsächlich mehr liefern kann. Es zeichnet sich auch bereits ab, dass die Nachfrage noch weitere Sprünge hinlegen könnte.
AMD: Venice scheint schwer gefragt zu sein
Zumindest laut Lisa Su steht bei der neuen Chipgeneration Venice wohl noch ein weiterer Schub an. Aufgrund bisheriger Aufrüstzyklen im Serverbereich hätten noch nicht alle Betreiber sich an neue Spieler im Markt gewöhnt. Gewechselt wird die Hardware hier auch nicht jährlich, sondern eher in Zyklen von drei oder mehr Jahren. AMD rechnet nun damit, dass mit Venice ein breiter Aufrüstzyklus angestoßen werden könnte.
Das Unternehmen ließ wissen, dass aktuell so ziemlich jeder Großkunde Venice-Chips am liebsten direkt am Releasetag habe möchte. Das führt CEO Lisa Su vor allem auf die überlegene Technologie zurück. Zehren kann das Unternehmen von einem Ruf, der jahrelang aufgebaut werden musste. Die Epyc-Chips aus dem Serverbereich punkten mit viel Leistung bei tendenziell überschaubarer Verlustleistung. Technologisch ist AMD dem Konkurrenten Intel voraus. Bei den Marktanteilen war das bislang aber (noch?) nicht der Fall.
Neben Venice sprach AMD auch über die anstehenden KI-Beschleuniger Instinct MI450, bei denen sich ebenfalls eine enorme Nachfrage abzeichnete. Das Unternehmen versicherte dabei, über gute Verträge für Speicher und Fertigungskapazitäten zu verfügen. Engpässe lassen sich zwar auch damit nicht ausschließen. In Aussicht gestellt wird aber zumindest, dass so viele Chips wie nur möglich verkauft werden können. AMD hat mit MI450 große Pläne und scheut dabei auch den Vergleich mit Branchenprimus Nvidia nicht.
AMD bleibt angriffslustig
AMD strahlt aktuell ein enormes Selbstbewusstsein aus und geht sowohl gegen Intel als auch Nvidia klar in die Offensive. Angesichts des noch immer sehr lebendigen Booms bei Rechenzentren stehen die Chancen gut, dass die neuen Chips ab Tag 1 ausverkauft sein werden. Besonders im zweiten Halbjahr könnte genau das die Bilanzen ordentlich pushen, vielleicht sogar noch über aktuelle Prognosen hinaus. Das sorgt für Vorfreude an der Börse. Dort zog es die AMD-Aktie gestern um 5,8 Prozent auf 202,07 US-Dollar in die Höhe.
Kann AMD wie versprochen abliefern, könnte es auch bei den Marktanteilen zu historischen Verschiebungen kommen. Mancher Beobachter hält es für denkbar, dass der Konzern im Serverbereich die Marktführung von Intel stibitzen könnte. Gegenüber Nvidia wird das selbst mit viel Wohlwollen nicht möglich sein. Im KI-Segment würde aber schon das Erobern überschaubarer Marktanteile ausreichen, um die Aktionäre in Ekstase zu versetzen. Mit all dem im Hinterkopf zeichnet sich ein hochinteressantes Jahr 2026 für AMD und die dazugehörige Aktie ab.
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05.03.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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