Neue Zölle für AMD, OpenAI kauft bei der Konkurrenz von Nvidia, Rheinmetall weiter im Aufwind und BioNTech schürt neue Hoffnung
Die Käufer behalten weiterhin die Oberhand
Die Börsen bleiben weiterhin geprägt von hohen Kursständen, wenngleich es hier und dort auch etwas Gegenwind zu verzeichnen gibt. Nicht jede vielbeachtete Aktie kann derzeit schon neue Rekorde schreiben. Der Abstand zu Höchstständen aus dem vergangenen Jahr fällt aber häufig überschaubar aus. Das gilt nicht nur für den Bereich rund um Chips und KI.
Letzterer erhält weiterhin viel Aufmerksamkeit und besonders für AMD (US0079031078) könnte das Jahr 2026 schicksalhafte Züge annehmen. Schließlich will der Konzern mit neuen Hochleistungschips um die Leistungskrone kämpfen. Zunächst bekommt man es nun aber wohl mit neuen Zöllen zu tun. US-Präsident Donald Trump beklagte sich kürzlich darüber, dass die USA nur zehn Prozent ihres Bedarfs an Chips selbst herstellen würden. Um das zu ändern, verlangt Trump Zölle von 25 Prozent für fortschrittliche Chips, darunter auch der MI325X von AMD.
Allerdings soll es Ausnahmen für Start-ups, zivile Industrieanwendungen und US-Rechenzentren geben. Damit sind die größten Abnehmer von AMD bereits abgedeckt und die Zölle verpuffen weitgehen. Von den Anteilseignern wird das Ganze daher auch gekonnt ignoriert und die AMD-Aktie zog es am Mittwoch um 1,2 Prozent auf 223,60 US-Dollar aufwärts. Damit hält der Titel sich in nicht allzu weiter Ferne zum Allzeit-Hoch, welches bei 267,08 Dollar anzutreffen ist.
Nvidia: OpenAI treibt es zur Konkurrenz
Bei der Aktie von Nvidia (US67066G1040) spielten die neuen Zölle ebenfalls keine größere Rolle, obschon der H200 wohl ebenfalls betroffen sein dürfte. Der Aktienkurs gab zwar um 1,4 Prozent auf 183,14 Dollar nach. Der Grund dafür ist aber wahrscheinlich woanders zu finden. Die Anleger blicken immer skeptischer in Richtung Konkurrenz und auf eine Zukunft, in der die absolute Dominanz von Nvidia im KI-Segment heftig ins Wanken geraten könnte.
Ende vergangenen Jahres schlugen bereits Gerüchte hohe Wellen, laut denen Meta Chips im großen Stil bei Google einzukaufen gedenkt. Nun treibt es den ChatGPT-Entwickler OpenAI zum Nvidia Konkurrenten Cerebras. Wie das Unternehmen ankündigte, sollen dort über einen Zeitraum von drei Jahren bis zu 750 Megawatt an Rechenleistung zugekauft werden. Das finanzielle Volumen wird auf über zehn Milliarden Dollar beziffert. Genutzt werden soll die Hardware für den hauseigenen Chatbot. Für Nvidia ist das kein Todesurteil. Es zeigt aber, dass eben doch Alternativen zum Marktführer gibt.
Rheinmetall bleibt auf der Höhe
Grüne Vorzeichen brachte das neue Jahr bisher für das Rüstungssegment mit sich, was die Aktie von Rheinmetall (DE0007030009) wieder aus dem Seitwärtstrend befördern konnte. Am Mittwoch gelangen der Aktie zwar keine neuen Sprünge. Aber immerhin konnte der Kurs sich stabil auf hohem Niveau halten. Etwas schwer taten die Bullen sich mit der Linie bei 1.900 Euro, welche letztlich nicht gehalten werden konnte. Es ging um 0,4 Prozent auf 1.896,50 Euro abwärts.
Die Analysten der Deutschen Bank rechnen jedoch fest damit, dass die Rheinmetall-Aktie angesichts der hervorragenden Auftragslage erneut Rekorde brechen wird. Im Laufe der kommenden Monate wird mit einem Anstieg des Auftragsbestands auf rund 120 Milliarden Euro gerechnet. Das reicht für eine Bestätigung der Kaufempfehlung sowie des Kursziels, welches auf 2.100 Euro lautet. Eine Garantie für weitere Kurssteigerungen ist das zwar noch nicht. Gutgelaunte Analysten schaden dem Selbstbewusstsein der Käufer aber auch mit Sicherheit nicht.
BioNTech macht Lust auf mehr
Ganz ohne konkrete Neuigkeiten zog es die Aktie von BioNTech (US09075V1026) zuletzt im hohen Tempo in Richtung Norden. Dieser Trend setzte sich gestern mit Zugewinnen von 1,8 Prozent fort und der Kurs kletterte auf ansehnliche 109,12 Dollar. Damit belaufen sich die Zugewinne in den ersten zwei Wochen des Jahres schon auf fast 15 Prozent. Die Käufer zeigen sich optimistisch und das Unternehmen gibt ihnen auch allen Grund dafür.
Zur 44. JPMorgan Healthcare-Konferenz kündigte BioNTech große Neuigkeiten an. Ins Detail ging man zwar nicht. Doch soll es wohl einige neue Studienergebnisse geben und die Formulierungen ließen vermuten, dass darunter manche gute Nachricht versteckt sein wird. Das steigert die Hoffnung darauf, dass BioNTech vielleicht noch in diesem Jahr einen ersten Zulassungsantrag für seine vielbeachteten Krebsmedikamente aus der Pipeline einreichen könnte. Neue Umsätze aus diesem Bereich erwartet das Unternehmen für 2026 allerdings derzeit nicht.
Kein Zweifel?
Der eine oder andere Stein wird den Bullen momentan durchaus in den Weg gelegt und es gibt nicht nur gute Nachrichten. Offene Fragen um die Unabhängigkeit der Fed könnten sogar eine waschechte Krise an den Finanzmärkten auslösen. Dass die Börsen sich dennoch derart stabil zeigen, ist eines von vielen Anzeichen für einen noch immer lebendigen Bullenmarkt. Allerdings zeigen die Erfahrungen der Vergangenheit, dass die Stimmung auch recht schnell wieder drehen kann. Vorsicht bleibt daher trotz tendenziell hoher Aktienkurse geboten.
AMD Inc.-Aktie: Kaufen oder verkaufen?
Die neuesten AMD Inc.-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für AMD Inc.-Aktionäre. Lohnt sich aktuell ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen?
Konkrete Empfehlungen zu AMD Inc. - hier weiterlesen...
15.01.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Auf Twitter teilen Auf Facebook teilen
Informiert bleiben - Wenn Sie bei weiteren Nachrichten und Analysen zu einem in diesem Artikel genannten Wert oder Unternehmen informiert werden möchten, können Sie unsere kostenfreie Aktien-Watchlist nutzen.
Folgende Artikel könnten Sie auch interessieren
Ihre Bewertung, Kommentar oder Frage an den Redakteur
Haftungsausschluss - Die EMH News AG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Empfehlungen sowie für Produktbeschreibungen, Preisangaben, Druckfehler und technische Änderungen. (Ausführlicher Disclaimer)







25.04.2026
22.04.2026
20.04.2026
17.04.2026