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Alphabet will mit Android XR den Markt um Smart Glasses erobern und lud zur MWC in Barcelona Medienvertreter zum Ausprobieren ein

Alphabet will mit mehr KI punkten

NTG24 - Alphabet will mit Android XR den Markt um Smart Glasses erobern und lud zur MWC in Barcelona Medienvertreter zum Ausprobieren ein

 

Mehr als ein Jahrzehnt ist es bereits her, dass Google Glass für eher negative Reaktionen sorgte und Träger entsprechender Brillen zuweilen schwer angefeindet wurden. Die Probleme konnte der Hersteller damals nicht recht in den Griff bekommen. Das Ganze wurde beerdigt und lange Zeit nicht mehr aus der Schublade geholt. Seit Meta mit Smart Glasses Erfolge feiern konnte, rückt das Thema aber wieder in den Vordergrund.

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Diese Gelegenheit will Alphabet (US02079K3059) nicht verstreichen lassen. Bereits im vergangenen Mai kündigte die Konzerntochter Google an, gemeinsam mit Partnern eine eigene Plattform ins Leben rufen zu wollen. Beim Mobile World Congress (MWC) in Barcelona wurden nun erste Ergebnisse präsentiert und Vertreter der Fachpresse durften die smarten Brillen ausprobieren. Einen entsprechenden Bericht lieferte kürzlich das Portal „ComputerBase“.

 

 

 

Die Brillen stammen nicht von Google selbst, sondern werden von Partnern wie Gentle Monster und Warby Parker hergestellt. Das soll auch in Zukunft so bleiben. Dem Tech-Konzern geht es vor allem um die Etablierung einer eigenen Plattform, die natürlich auch mit eigenen KI-Diensten verknüpft ist. Der Ansatz lässt sich mit Android auf Smartphones vergleichen. Niedrige Einstiegshürden sollen dafür sorgen, dass möglichst alle großen Hersteller in Zukunft Geräte mit Android XR im Programm haben.

 

Alphabet: Die Brille tut, was sie soll

 

Die ersten Tests scheinen positiv verlaufen zu sein. ComputerBase berichtet darüber, dass die ausprobierte Brille beispielsweise Informationen zu Gegenständen in der Nähe zuverlässig auf dem Display anzeigte. Das Cover einer Schallplatte konnte zuverlässig erkannt werden und auf Wunsch kann eine entsprechende Playlist bei YouTube Music abgerufen werden. Auch hier zeigt sich, wie Google Smart Glasses mit eigenen Diensten zu verknüpfen gedenkt.

Die KI kann über den Befehl „Hey Google“ jederzeit befragt werden, alternativ ist auch die Aktivierung über einen Knopf im Bügel möglich. Allzu viel Rechenleistung ist allerdings nicht vorhanden. Partner Qualcomm beschränkt den Power Output auf etwa 1 Watt. KI-Berechnungen finden daher in der Cloud statt. Für andere Dinge sind die Google-Brillen auf eine Verbindung zu einem Smartphone angewiesen. Ein autarker Betrieb ist derzeit nicht vorgesehen.

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Werbebanner EMH PM TradeFunktioniert hat beim Ausprobieren in Barcelona auch die Funktion einer Live-Übersetzung. Aussagen auf Spanisch oder Farsi konnten nahezu in Echtzeit übersetzt werden. Antworten überträgt die Brille allerdings nicht, solche muss das Gegenüber dann vom Smartphone-Display ablesen. Zum Einsatz kam beim Ausprobieren außerdem die Bildgenerierung per Nano Banana, womit der Tester sich eine Umgebung im Stil einer Raumstation schaffen konnte. ComputerBase verwies dabei darauf, dass es sich um eine individuelle Anfrage handelte und nicht um eine von Google vorbereitete Demo.

 

Google ist nicht untätig

 

Ein paar Fragen bleiben in Sachen Smart Glasses noch offen. Dazu gehört, ob die Geräte in der heutigen Zeit gesellschaftlich akzeptiert werden. Eine klar erkennbare LED zeigt bei heutigen Modellen an, ob die Kamera aktiv ist. Ob das ausreichen wird und wie die EU die enge Verzahnung von herstellereigenen Apps betrachten wird, das lässt sich aber nur abwarten. Darüber hinaus scheint der von Meta ausgelöste Hype schon wieder ein wenig nachzulassen.

Vorwerfen lässt sich Alphabet und Google indes nicht, dass Trends verschlafen oder missachtet würden. Man ist sichtlich bemüht darum, in allen potenziellen Wachstumsmärkten mitzumischen. Dabei ist man nicht immer unbedingt Erster, was aber kein Beinbruch sein muss. Schließlich zeigte Google bereits beim Thema KI, wie gut eine Aufholjagd funktionieren kann. Heute gilt Gemini als ebenbürtig, stellenweise sogar überlegen zu Konkurrenten wie ChatGPT. Das Wachstums- und Expansionsbestreben ist aus Anlegersicht grundsätzlich zu begrüßen, wenngleich sich dadurch nicht immer auch feste Aussichten auf künftige Umsatzsprünge ergeben.

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04.03.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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