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Meta schraubt die Investitionen hoch, Alphabet wächst noch schneller, Microsoft hält sich zurück und Amazon patzt beim Ausblick

Die KI-Giganten geben sich die Ehre

NTG24 - Meta schraubt die Investitionen hoch, Alphabet wächst noch schneller, Microsoft hält sich zurück und Amazon patzt beim Ausblick

 

Noch immer steht Künstliche Intelligenz an der Börse klar im Mittelpunkt. Die hohen Kurse der Tech-Giganten sind einer der Hauptgründe dafür, dass die Märkte sich trotz diverser Krisen auf hohem Niveau halten können. Dementsprechend blicken die Marktakteure auch mit großer Spannung auf die Zahlen aus dem Segment, bei denen es nun sowohl Grund zur Freude als auch etwas Ernüchterung zu sehen gab.

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Meta (US30303M1027) ließ keinen Zweifel daran aufkommen, dass KI auch in Zukunft den Ton im Unternehmne angeben wird. Das Unternehmen ließ wissen, dass die ohnehin schon hohen geplanten Investitionen von 115 bis 135 Milliarden US-Dollar im laufenden Jahr noch einmal ansteigen sollen. 125 bis 145 Milliarden Dollar will die Facebook-Mutter nun in die Hand nehmen. Die Anleger reagierten darauf eher irritiert, denn fundamental geht es längst nicht derart steil aufwärts wie bei den Ausgaben.

Zwar konnte Meta im zurückliegenden Quartal durch ein starkes Werbegeschäft den Umsatz um rund ein Drittel auf 56,3 Milliarden Dollar steigern und beim Gewinn um 61 Prozent auf 26,8 Milliarden Dollar zulegen. Dabei spielte aber auch eine Steuergutschrift in Höhe von acht Milliarden Dollar eine Rolle. Enttäuscht hat der Konzern bei den Nutzerzahlen, welche von 3,58 auf 3,56 Milliarden zurückgingen. Damit bleiben Zweifel daran bestehen, ob die hohen Investitionen sich auszahlen werden. Der Aktienkurs rutschte nachbörslich um 7,2 Prozent in die Tiefe.

 

 

 

Alphabet macht Tempo

 

Besser lief es da für die Aktie von Alphabet (US02079K1079), die sich im nachbörslichen Handel um 6,8 Prozent verbessern konnte. Überzeugt zeigten die Anteilseigner sich vom starken Cloudgeschäft und einem nochmals höheren Wachstumstempo. Die Umsätze legten währungsbereinigt um 19 Prozent auf 109,9 Milliarden Dollar zu und der Nettogewinn landete bei beeindruckenden 62,6 Milliarden Dollar. Anders als bei Meta sehen die Anleger hier bereits klare Effekte durch KI-Aktivitäten und auch Fundamentalzahlen, welche Investitionspläne stützen können.

Alphabet-Chef Sundar Pichai gab sich auch für die Zukunft ausgesprochen optimistisch. Kurzfristig sei das Wachstum lediglich durch fehlende Rechenkapazitäten eingeschränkt, ließ der CEO wissen. Für diese Erzählung spricht der Auftragsbestand, der sich von bereits schwindelerregenden 240 Milliarden Dollar nahezu verdoppelte und nun bei 460 Milliarden Dollar liegt. Derweil sorgen Ambitionen um eine Partnerschaft mit dem US-Militär schon für neue Fantasien, wenngleich die eigene Belegschaft das wohl eher vermeiden würde.

 

Microsoft in der zweiten Liga?

 

Bei Microsoft (US5949181045) sprach Finanzchefin Amy Hood sichtlich erfreut darüber, dass die Erwartungen bei Umsatz, Betriebsergebnis und Gewinn je Aktie übertroffen werden konnten. Daran ist auch nicht zu rütteln, doch im Vergleich mit der Konkurrenz ließen die Ergebnisse dennoch zu wünschen übrig. Das betrifft vor allem das vielbeachtete Cloud-Segment. Dort wuchsen die Erlöse um 40 Prozent, was sich innerhalb der Konsensschätzung von Analysten bewegte.

Im selben Zeitraum konnte Google jedoch um satte 63 Prozent zulegen und Microsoft damit hinter sich lassen. Das lässt manchen Anleger daran zweifeln, ob Microsoft noch zur Speerspitze gehört. Die Aktie reagierte auf die eigentlich hervorragenden Zahlen mit Abschlägen von 1,6 Prozent im nachbörslichen Handel. Microsoft schlägt sich zwar weiterhin gut, doch andere scheinen noch besser dazustehen. Gleichwohl lässt sich darüber diskutieren, ob es sich dabei tatsächlich um eine langfristige Entwicklung oder nicht doch vielleicht nur eine Momentaufnahme handelt.

 

Amazon wächst rasant

 

Marktführer bei Cloud-Anwendungen bleibt nach wie vor Amazon (US0231351067) mit AWS. Dort gab es im ersten Quartal zwar auch „nur“ ein Wachstum von 25 Prozent zu sehen. Allerdings kommt man von einem ausgesprochen hohen Niveau. Ein Umsatz von 37,6 Milliarden Dollar im Segment ist immer noch fast doppelt so hoch wie die umjubelten gut 20 Milliarden Dollar, die Google auf die Beine stellen konnte. Zudem ließ Amazon wissen, das stärkste Wachstum seit über drei Jahren erzielt zu haben.

Unter dem Strich konnte Amazon die Umsätze um 17 Prozent auf 181,5 Milliarden Dollar steigern und der operative Gewinn legte um knappe 30 Prozent auf 23,9 Milliarden Dollar zu. Der Ausblick enttäuschte an der Wall Street zwar dezent, doch nach anfänglichen Verlusten drehte die Aktie nachbörslich letztlich doch ins Plus. Zu den hiesigen Morgenstunden am Donnerstag waren Aufschläge von rund zwei Prozent zu sehen.

 

Alles bestens?

 

Den einen oder anderen Zweifel am KI-Wachstum gibt es noch, doch die Zahlen zum ersten Quartal sprechen eine sehr deutliche Sprache. Cloud und KI bleiben die Wachstumsmotoren der Tech-Giganten und große Enttäuschungen blieben erneut aus. Das ist zwar keine Garantie dafür, dass auch in Zukunft munter Erwartungen übertroffen werden können. Es ist aber zumindest eine recht stabile Ausgangslage.

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30.04.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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