Reichlich spät entdeckt auch Apple das Abo-Modell für sich und bündelt Software künftig im sogenannten Creator Studio Abo
Apple auf den Spuren von Adobe
Bei Software wie Final Cut Pro setzte Apple bisher auf ein fast schon antiquiert anmutendes Geschäftsmodell, bei dem Nutzer gegen eine einmalige Zahlung Zugriff erhielten. Auch in Zukunft sollen Programme wohl auf diesem Wege erhältlich bleiben. Doch neue Funktionen bleiben Nutzern vorbehalten, die ein Abo abschließen und dafür monatlich oder jährlich zahlen. Dabei spielt wohl auch das Thema KI eine Rolle.
Konkret angekündigt hat Apple (US0378331005) kürzlich das sogenannte „Creator Studio Abo“, bei dem Software wie Final Cut Pro, Logic Pro, Pages und Pixelmator Pro gebündelt werden. Ab Ende Januar ist das Ganze zu 12,99 Euro monatlich oder 129 Euro jährlich zu haben. In Zukunft könnten noch weitere Apps folgen, vor allem aber verspricht Apple frische Funktionen.
Welche genau das sein könnten, darauf ging Apple nur beiläufig ein. Die Rede ist von „neuen intelligenten Features“, was eine Beteiligung von Künstlicher Intelligenz nahelegt. Bestätigt wurde bereits, dass Bildgeneratoren von ChatGPT integriert werden sollen. Allerdings bleibt noch etwas unübersichtlich, welche Funktionen Abonnenten vorbehalten sein werden.
Letztlich folgt Apple mit dem Abo-Modell dem Branchentrend. Bei Adobe ist die Creative Suite seit etlichen Jahren der Standard; der Einzelerwerb von Software ist überhaupt nicht mehr möglich. Zu vermuten ist, dass es Apple schrittweise in diese Richtung treibt. Das bringt einerseits den Vorteil mit sich, dass langjährige Kunden mehr zahlen und andererseits die Hemmschwelle für Spontankäufe sinkt.
Apple greift zu
Viele Programme wurden von Apple bisher kostenfrei mit Updates und neuen Funktionen versorgt. Damit scheint es schon bald zu Ende zu sein, was für die Anleger natürlich nicht unbedingt eine schlechte Nachricht sein muss. Ein nennenswerter Kundenschwund ist nicht zu erwarten. Schließlich sind die Alternativen zu Profi-Software wie Final Cut Pro gerade auf Apples eigenen Plattformen sehr überschaubar. Spannend wird trotzdem zu sehen sein, wie viele Nutzer der iPhone-Konzern von seinem neuen Abo-Modell überzeugen können wird.
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15.01.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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