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BASF setzt für die Zukunft auf noch mehr Effizienz, was wohl weitere Arbeitsplätze kosten wird

Core Shift soll BASF noch größere Einsparungen ermöglichen

NTG24 - BASF setzt für die Zukunft auf noch mehr Effizienz, was wohl weitere Arbeitsplätze kosten wird

KI-generiertes Symbolbild. Marken dienen der redaktionellen Einordnung.

 

Über 4.800 Stellen hat der Chemiekonzern BASF seit Ende 2023 bereits abgebaut und die Effekte davon sind heute schon spürbar. Doch am Ende ist man mit Sparmaßnahmen offenbar noch lange nicht. Der Konzern enthüllte nun ein weiteres Effizienzprogramm, mit dem die Kosten in den kommenden Jahren zusätzlich gedrückt werden sollen. Weltweit soll damit das noch verbliebene Kerngeschäft vereinheitlicht und gestrafft werden.

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Gegenüber dem „Handelsblatt“ stellte Konzernchef Markus Kamieth das Ganze näher vor. Für die Umsetzung des als „Core Shift“ bezeichneten Sparprogramms wird bei BASF (DE000BASF111) eigens eine neue Stabseinheit geschaffen, welche von der bisherigen Chefin für das Europa-Geschäft, Julia Raquet, geleitet wird und direkt an Kamieth berichten wird. Vorgesehen ist unter anderem, Geschäfte in Bereichen wie Basischemie, Kunststoffen, Kosmetik und Pharma miteinander zu verbinden. Bei der IT wird eine weltweite Vereinheitlichung angestrebt. Das soll nicht nur Kosten senken, sondern auch den verstärken Einsatz von KI ermöglichen.

 

 

 

Einen großen Posten bei den Einsparungen werden allerdings Rückgänge beim Personal ausmachen, wie BASF recht frei eingesteht. Wie viele Jobs künftig zusätzlich wegfallen konnte, das wurde noch nicht konkret beziffert. Auch bei den Sparzielen gibt sich BASF eher vage. Im Vergleich zu 2024 sollen die zahlungswirksamen Fixkosten bis 2029 um bis zu 20 Prozent sinken. Dabei könnte es sich um einen Milliardenbetrag handeln. Der kleine Zusatz „bis zu“ gibt BASF aber viel Spielraum und sorgt bei Anlegern eher für Fragezeichen.

 

Kein Grund zur Sorge bei BASF?

 

An der Börse reagierten die Anleger nicht eben mit Begeisterung auf die neuesten Sparpläne von BASF. Der Aktienkurs gab am Mittwoch um rund 2,3 Prozent nach und landete bei 51,10 Euro. Schon zuvor stand der Titel unter Druck. Unter den Anteilseignern könnte sich ein wenig die Sorge breitmachen, dass das neue Sparprogramm ein Hinweis auf weiteren Gegenwind sein könnte. Dabei wartet man eigentlich ungeduldig darauf, dass die Krisenzeit endlich beendet werden kann.

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BASF selbst will das Ganze allerdings nicht als eine Reaktion auf eine möglicherweise schlechtere Konjunktur verstanden wissen. CEO Kamieth teilte mit, dass das Projekt in der im Jahr 2024 vorgestellten Strategie fest verankert gewesen sei. Nun werde es lediglich auch umgesetzt. Das klingt nach kontrollierten Einsparungen und vor allem danach, dass das Management einen Plan in der Hinterhand hat.

Dazu gehört auch die Verlagerung von Stellen an günstigere Standorte. Finanz- und Personaldienstleistungen bündelt BASF in Zukunft in einem neuen Zentrum in Indien. Gespart wird dafür bei BASF Global Services in Berlin. Wie viele Stellen dort entfallen könnten, steht momentan aber ebenfalls noch in den Sternen. Vielleicht ist es auch diese Ungewissheit, welche die Anleger ein wenig in die Defensive treibt.

 

Alles offen bei BASF

 

Auch wenn es um Einschnitte beim Stammwerk in Ludwigshafen geht, macht BASF bestenfalls sehr grobe Angaben. Bei der noch bis 2028 geltenden Job-Garantie wird darauf verwiesen, dass eine Verlängerung nur dann im Raum stehe, wenn „vereinbarte Ziele zum Erreichen der Profitabilität“ erreicht werden können. Wie diese Ziele genau aussehen mögen, ist ebenfalls nicht überliefert. Aktionäre tappen daher bei BASF in weiten Teilen im Dunkeln und Ungewissheit hat noch selten einer Aktie gutgetan.

Es lässt sich wohl nur abwarten, welche konkreten Schritte bei BASF in Zukunft noch anstehen müssen. Klar ist aber, dass die Profitabilität dringend steigen muss. In Zeiten steigender Energiepreise und einer lahmenden Konjunktur ist das jedoch keine einfache Aufgabe. Auch BASF selbst kann momentan schlicht nicht wissen, wie die Dinge sich global weiterentwickeln mögen. An den Märkten scheint man zahlreiche negative und nur eine Handvoll positive Szenarien zu erkennen. Dadurch bedingt verliert die jüngste Erholung der BASF-Aktie etwas an Schwung.

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21.05.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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