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BASF bekommt wieder Traktion im operativen Geschäft

BASF zeigt im 2. Quartal erstmals wieder grüne Triebe - reicht das für einen Turnaround?

NTG24 - BASF bekommt wieder Traktion im operativen Geschäft

 

Das kam überraschend. Schon seit Jahren wartet die Börse darauf, dass die deutschen Chemiekonzerne wieder Traktion bekommen. BASF macht nun neue Hoffnungen. 

Viel zu bieten hatte die BASF (DE000BASF111) seinen Aktionären in den letzten Jahren nicht. Der Verbund-Chemiekonzern leidet im Kern unter drei Faktoren: 1) Stark gestiegene Energiepreise. 2) Eine anhaltende Schwäche und Kontraktion bei der überragend wichtigen Kundengruppe Automobilhersteller. 3) Überbordende Bürokratie und ein steigender Regulierungswahn im Heimatland Deutschland und der Europäischen Union. Man hat lange zugesehen und darauf spekuliert, dass sich die Trends wieder zugunsten der Chemie wenden, doch das hat sich als Illusion entpuppt. Inzwischen arbeitet BASF mit aller Kraft daran, sich von seinen Problemen zu lösen und wieder Wachstum in den Vordergrund zu stellen. 

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BASF SE

 

Beim Umsatz und Absatz nähert man sich inzwischen einer Stagnation. Zuletzt im März-Quartal ein Umsatz von 16,0 Mrd. Euro (-3 %). Kein Vergleich zu den Rekordquartalen der Vergangenheit, aber immerhin hat sich das Niveau stabilisiert. Und das honoriert die Börse auch, indem sie die Bewertung und den Kurs nicht weiter fallen lässt. Von einer neuen Bullen-Rallye ist die BASF Aktien allerdings noch weit entfernt, da man den Anlegern heute noch nichts bieten kann, was nicht bereits eingepreist ist.

 

BASF bekommt wieder Traktion im operativen Geschäft

 

Die Profitabilitätserwartungen bekamen am Mittwoch hingegen einen positiven Spin. Der Chemiekonzern wird erst Ende des Monats die Halbjahreszahlen vorlegen, präsentierte aber schon einmal die wichtigsten vorläufigen Eckdaten. Und die sehen sehr konstruktiv aus. BASF hob die erwartete EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögensgegenstände) Spanne für das Gesamtjahr 2026 von bisher 6,2 Mrd. Euro bis 7,0 Mrd. Euro deutlich auf 6,9 Mrd. Euro bis 7,7 Mrd. Euro an. Eine Steigerung der Jahresprognose um 10 % bis 11 %. Das hebt sich deutlich vom 1. Quartal ab, als das „bereinigte“ EBITDA um -5,6 % auf 2,356 Mrd. Euro fiel. Im 2. Quartal ergab sich eine Stagnation im sequenziellen Vergleich auf 2,4 Mrd. Euro. 

Parallel dazu veröffentlichte man für das jüngst abgelaufene 2. Quartal einen Umsatzsprung von 16 % auf 17,2 Mrd. Euro. Wichtig: Sowohl der Absatz (+7 %) als auch die Preise (+11 %) trugen spürbar zum Wachstum bei. Und das spiegelt sich auch im operativen Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) wider, wo der Vorstand eine Verbesserung im Jahresvergleich von 0,7 Mrd. Euro auf 1,5 Mrd. Euro erwartet. Der Gewinn nach Steuern ist mit 4,1 Mrd. Euro deutlich verzerrt durch den Verkauf der Coating-Sparte an Carlyle (US14316J1088) für 3,9 Mrd. Euro. 

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16.07.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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