Investitionen von BASF in China werden sich wohl erst etwas später auszahlen
BASF verweist auf ein mehr als ungünstiges Marktumfeld
Schätzungsweise 8,7 Milliarden Euro hat BASF in die Hand genommen, um im Süden Chinas einen neuen Standort aus dem Boden zu stampfen. Das brachte dem Konzern angesichts geopolitischer Verstimmungen einiges an Kritik ein. Die Verantwortlichen stehen dennoch bis heute zu dieser Entscheidung und betonen immer wieder die Vorzüge des Ganzen.
Allerdings schränkte BASF (DE000BASF111) nun auch ein, dass sich das Vorhaben wohl später als gedacht auszahlen wird. Konzernchef Markus Kamieth sprach darüber mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ und verwies auf einen aktuell überversorgten Markt, bei dem Preise und Margen auf einem historisch niedrigen Niveau liegen würden.
In den ersten Jahren soll die Profitabilität daher deutlich unter dem sein, was BASF sich ursprünglich vorgestellt hatte. Am Nutzen der Investition hält Kamieth dennoch fest, woran auch der Irankrieg und der schwelende Konflikt um Taiwan nichts ändert. Würde man aufhören, in China zu investieren, würde man sich aus der Hälfte des Weltmarkts zurückziehen. Die damit verbundenen Risiken werden als höher eingeschätzt.
BASF ließ jedoch auch wissen, weiterhin am Stammwerkt in Ludwigshafen am meisten zu investieren. Dabei soll es auch in Zukunft bleiben. Der neue Standort in China werde nicht genutzt, um stillgelegte Anlagen in Deutschland zu ersetzen und eine Verlagerung der Produktion nach China finde nicht statt. Ob die Kritiker damit zum Schweigen gebracht werden, darf wohl bezweifelt werden.
Immer mehr Gegenwind für BASF
An der Börse sorgt BASF mit seinen Aussagen freilich nicht für die beste Laune. Die Anleger fürchten sich bereits vor schmerzhaften Einschnitten durch die Ölkrise und sprunghaft ansteigende Energiepreise. Vor diesem Hintergrund war vielleicht abzusehen, dass in China nicht plötzlich gigantische Sprünge gelingen würden. Ein wenig entgeistert zeigten die Anleger sich dennoch und die BASF-Aktie startete erneut mit roten Vorzeichen in die neue Woche. Seit Beginn des Irankriegs ging es bereits um rund sechs Prozent in die Tiefe.
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23.03.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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