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Mit dem zweiten Modell aus der „Neuen Klasse“ will BMW wieder für Begeisterung bei den Kunden sorgen

Aktienmärkte und Experten zweifeln noch an einem Befreiungsschlag für BMW

NTG24 - Mit dem zweiten Modell aus der „Neuen Klasse“ will BMW wieder für Begeisterung bei den Kunden sorgen

 

Wie auch bei der Konkurrenz sind die Absatzzahlen von BMW im vergangenen Jahr eingebrochen und die Marge bewegte sich auf das niedrigste Niveau seit Jahren. Für Besserung soll nun eine breite Produktoffensive sorgen. Mit dem E-SUV iX3 wurde bereits das erste Fahrzeug aus der sogenannten „Neuen Klasse“ vorgestellt, was bei BMW für die nächste Generation an Autos steht. Darauf folgt nun der zweite Streich.

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Am gestrigen Mittwoch enthüllte BMW (DE0005190003) den vollelektrischen i3, der natürlich alles ein wenig besser machen soll. Der scheidende Vorstandschef Oliver Zipse versprach, dass man „Herzblut“ in das Projekt gesteckt habe. Das Modell soll im Münchner Stammwerk entstehen und wird damit auch einen Prestigewert haben. Nicht umsonst spricht der Konzern auch davon, dass der 3er die „Essenz der Marke“ verkörpere.

Der Autobauer bedient mit dem neuen Fahrzeug das wichtigste Segment. Obschon dort die Verkaufszahlen im vergangenen Jahr um rund 40 Prozent eingebrochen sind, sind sie anteilig noch immer der größte Posten in der Bilanz. Gleichzeitig soll der i3 auch die Elektrifizierung von BMW vorantreiben. Das Unternehmen hat es sich zum Ziel gemacht, bis 2030 wenigstens die Hälfte seiner verkauften Autos rein elektrisch unterwegs sein zu lassen. Im vergangenen Jahr lag der Anteil bei 15,5 Prozent.

 

 

 

BMW fährt länger und lädt schneller

 

Um die Kunden vom neuen Gefährt zu überzeugen, setzt BMW nicht nur auf gewohnten Komfort im Innenraum und viel Technik. Geboten werden soll dank des Umstiegs auf runde Batteriezellen eine deutlich höhere Reichweite. Bis zu 900 Kilometer soll der neue i3 mit einem vollen Akku zurücklegen können. Das Nachladen erfolgt mit bis zu 400 Kilowatt, was eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern bei einem zehnminütigen Ladevorgang ermöglichen soll.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeFür BMW ist das zweifellos ein Fortschritt, doch die Konkurrenz scheint schon einen Schritt weiter zu sein. Kürzlich enthüllte BYD eine Ladetechnik mit bis zu 1,5 Megawatt, was eine Aufladung von zehn auf 70 Prozent in nur fünf Minuten möglich sein soll. Allerdings wurde dies zunächst nur für den chinesischen Markt angekündigt und es muss zunächst eine passende Infrastruktur aufgebaut werden. Dennoch zeigt sich daran, dass sich BMW noch lange nicht ausruhen kann.

Die Bayrischen Motorenwerke schlagen sich bislang besser als die Konkurrenz, müssen aber ebenfalls teils herbe Absatzrückgänge hinnehmen. Ob mit dem nun vorgestellten i3 die große Wende eingeläutet werden kann, daran haben Experten noch so ihre Zweifel. Im „Handelsblatt“ wird der Autoanalyst Horst Schneider von der Bank of America mit den Worten zitiert, dass er sich kein signifikantes Wachstum durch das neue Modell erwarte. Auch die Anleger zeigten sich eher vorsichtig und die BMW-Aktie gab am Mittwoch um 0,4 Prozent auf 79,02 Euro nach.

 

Schicksalstage bei BMW?

 

Nicht viel helfen wird der neue i3 BMW wohl auf dem chinesischen Markt. Dort gibt es bereits einen elektrischen 3er. Dennoch fielen die Neuzulassungen in den letzten beiden Jahren um etwas mehr als die Hälfte zurück. Hierzulande könnten deutlich höhere Benzinpreise für eine stärkere Nachfrage nach Elektroautos sorgen. Allerdings könnte die Ursache für, der neuerliche Krieg im Nahen Osten, auch die Inflation anheizen und die generelle Nachfrage nach Autos weiter abschwächen.

Letztlich lässt sich nur abwarten, ob und welche Erfolge BMW mit dem neuen 3er feiern können wird. Vorschnell abgeschrieben werden sollte das lange erwartete Modell nicht, verfügt BMW doch noch immer über eine recht treue Kundschaft. Gleichwohl ändert sich noch nichts an den größten Baustellen. Es soll aber auch nicht die letzte Neuvorstellung gewesen sein. Für die nahe Zukunft stellt BMW noch dutzende weitere neue Modelle in Aussicht.

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19.03.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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