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BYD gerät ins Schwimmen, Leapmotor mit höheren Verlusten, Geely leider unter Preiskämpfen und bei Changan brechen die Gewinne nahezu vollständig ein

Nicht nur deutsche Autobauer kämpfen mit viel Gegenwind

NTG24 - BYD gerät ins Schwimmen, Leapmotor mit höheren Verlusten, Geely leider unter Preiskämpfen und bei Changan brechen die Gewinne nahezu vollständig ein

KI-generiertes Symbolbild. Marken dienen der redaktionellen Einordnung.

 

Dass der Autosektor sich in einer veritablen Krise befindet, das hat sich bereits herumgesprochen. Bisher lagen dabei vor allem europäische und insbesondere deutsche Unternehmen im Fokus. Es zeigt sich aber, dass auch in China der Markt heftigen Gegenwind bekommt. Das zeigt sich nicht immer anhand zurückgehender Verkaufszahlen, sehr wohl aber bei einem Blick auf die Gewinne bzw. Verluste.

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Mehr oder minder das Epizentrum der Krise in Fernost ist der chinesische Autobauer BYD (CNE100000296). Dessen CEO Wang Chuanfu sprach unlängst von einer „brutalen KO-Phase“ im Segment. Dank einer beispiellosen Fertigungstiefe ist BYD zwar recht gut aufgestellt, um auch schwierige Zeiten zu überstehen. Doch tröstet das die Anleger wenig, nachdem im ersten Quartal rund 30 Prozent weniger Fahrzeuge verkauft wurden. Gleichzeitig tobt weiterhin ein enormer Preiskampf, was die Gewinne um 58 Prozent in die Tiefe purzeln ließ.

 

 

 

Bei den Absätzen schwächelte BYD auffällig, doch beim Gewinneinbruch steht der Konzern längst nicht alleine da. Eine Analyse des „Handelsblatt“ deckte kürzlich auf, dass die Gewinne der chinesischen Autobauer im ersten Quartal um satte 44 Prozent auf noch umgerechnet 1,9 Milliarden Euro eingebrochen sind. Diesem Trend konnte sich so gut wie kein Unternehmen entziehen, und das macht sich immer öfter auch bei den Aktienkursen bemerkbar.

 

Leapmotor in der Verlustzone

 

Geht es nur um die Umsätze, so konnte Leapmotor (CNE100005K77) am Freitag noch ein recht solides Ergebnis vorlegen. Die Umsätze im ersten Quartal verbesserten sich um immerhin acht Prozent auf umgerechnet 1,37 Milliarden Euro. Ein Gewinn blieb allerdings nicht hängen. Stattdessen stieg der operative Verlust von 150 Millionen Yuan aus dem Vorjahr auf nunmehr 410 Millionen Yuan. Letzteres entspricht umgerechnet knapp 52 Millionen Euro.

Obschon Leapmotor und auch einige andere Marken bei den Auslieferungszahlen kaum schwächeln und teils sogar zulegen, scheinen die Gewinne sich im freien Fall zu befinden. Das ist ein sehr klares Indiz dafür, dass der harte Preiskampf in China immer tiefere Spuren hinterlässt. Nicht wenige Anbieter im Reich der Mitte arbeiten längst nicht mehr profitabel. Da muss natürlich die Frage erlaubt sein, wie lange das gutgehen kann. Gleichzeitig ist aufgrund der Immobilienkrise und einer schwer angeschlagenen Konsumstimmung keine schnelle Besserung in Sicht.

 

Geely unter Druck

 

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Werbebanner EMH PM Trade Das macht sich auch bei Geely (KYG3777B1032) bemerkbar, wo Konzernchef Gan Jiayue zuletzt gar nicht lange um den heißen Brei herumredete. Es sei ein „ziemlich erheblicher Marktdruck“ zu spüren, hieß es aus seiner Richtung. Als problematisch werden ähnliche Produkte und kurze Lebenszyklen von neuen Modellen angesehen. Das Ergebnis ließ sich bei den Quartalszahlen bereits sehen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern brach um 23 Prozent auf noch 6,4 Milliarden Euro ein.

Damit gehört Geely sogar noch zu den erfolgreicheren chinesischen Autobauern, was wohl auch den Bemühungen auf dem internationalen Markt zu verdanken ist. Geely ist im Besitz von Volvo und außerdem einer der größten Aktionäre von Mercedes-Benz. Doch auch damit lassen sich die immer größeren Probleme auf dem Heimatmarkt nicht kaschieren. Die Bullen versuchten sich im April zwar an einer Erholung, welche in den letzten Wochen aber schon wieder an Rückenwind verlor. Im 4-Wochen-Vergleich ging es um gut neun Prozent bis auf 2,39 Euro zum Wochenende abwärts.

 

Changan bricht ein

 

Richtig schlecht scheint es um den staatlichen Autobauer Changan (CNE000000R36) bestellt zu sein, wo das Nettoergebnis im ersten Quartal mal eben um drei Viertel auf müde 43 Millionen Euro eingebrochen ist. Auch hier sind es in erster Linie die Erträge, welche aus Anlegersicht schwer zu wünschen übrig lassen. Anders als bei Geely oder BYD gibt es hier auch keinen internationalen Markt, welcher noch ein wenig als Strohhalm zum Festklammern dienen könnte. Die Anteilseigner haben längst die Flucht ergriffen.

Die Aktie verabschiedete sich am Freitag mit 8,87 Yuan ins Wochenende. Das sind satte 25 Prozent weniger als zu Jahresbeginn und im direkten Jahresvergleich ging es schon um fast 30 Prozent in die Tiefe. Belastet wurden die Geschäfte auch durch den Wegfall von staatlichen Subventionen. Der Blick nach vorn fällt eher trüb aus, um es vorsichtig auszudrücken.

 

Kommt es noch dicker?

 

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Werbebanner Speed Monkeys - Tesla Tuning EssenErkennt hat die chinesische Regierung die Problematik aufgrund des ruinösen Preiskampfes in China durchaus. Gegenmaßnahmen scheinen den heimischen Autobauern bisher aber noch nicht zu Linderung verholfen zu haben. Nun müssen die Anleger sich auch noch mit dem Irankrieg herumschlagen, welcher die Kosten mittelfristig munter in die Höhe treiben könnte. Weiterreichen lässt sich das in einem Umfeld, in dem die Kunden ohnehin schon sehr auf Preise achten, nicht ohne Weiteres. Folgerichtig bleiben die Bullen in Deckung und die chinesische Autokrise könnte sich mit etwas Pech erst an ihrem Anfang befinden.

 

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18.05.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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