Der chinesische Autobauer BYD strebt eine Mitgliedschaft beim europäischen Verband ACEA an und untermauert damit seinen Expansionsanspruch auf dem Kontinent
Bei Strafzöllen und dergleichen möchte BYD offenbar ein Wörtchen mitreden
Der europäische Autoverband ACEA setzt sich bisher vor allem für die Interessen hiesiger Unternehmen ein. Dazu gehört beispielsweise, sich für Strafzölle von bis zu 35,3 Prozent gegen subventionierte Importe aus China einzusetzen. Solche Maßnahmen dürften bei BYD weniger beliebt sein und in Zukunft möchte man wohl mehr Mitspracherecht haben.
Wie „Der Aktionär“ kürzlich berichtete, beantragte BYD (CNE100000296) eine Mitgliedschaft beim ACEA und will damit zum 18. Mitglied werden. Ein Sprecher des Verbands bestätigte, dass ein entsprechender Antrag eingereicht wurde. Eine Entscheidung sei bislang noch nicht getroffen worden. Grundsätzlich ausgeschlossen ist nicht, dass auch Autobauer aus Übersee vertreten sind. Bereits dazu gehören Ford aus den USA und Honda aus Japan.
Das Interesse daran, einen chinesischen Player in die eigene Mitte aufzunehmen, dürfte aber gering ausfallen. Denn gerade BYD und Konsorten werden in Europa als Bedrohung wahrgenommen. Tatsächlich konnte der chinesische Konzern auf dem Kontinent zuletzt ein sehr ansehnliches Wachstum auf die Beine stellen, auch wenn die absoluten Absatzzahlen weiterhin eher überschaubar ausfallen.
BYD prescht nach vorne
Mit dem Antrag auf eine Aufnahme in den ACEA unterstreicht BYD sehr deutlich, dass es dabei nicht bleiben soll. Bereits vor Längerem betonte der Konzern, zu den Top-Marken in Europa aufsteigen zu wollen. Das dürfte umso besser gelingen, wenn man sich auch Gestaltungsmöglichkeiten bei den künftigen Spielregeln sichert. Noch bleibt allerdings abzuwarten, ob diese Möglichkeit BYD auch gewährt werden wird.
An der Börse kommen die Ambitionen von BYD in Europa gut an. Die Aktie konnte sich zuletzt wieder etwas erholen und die eher mauen Absatzzahlen in China dürften daran weniger beteiligt sein. Stattdessen ist es das immer schneller wachsende Exportgeschäft, welches die Anleger über die Probleme auf dem Heimatmarkt etwas hinwegtrösten kann. Für die neue Woche kündigt sich aufgrund der Entwicklungen in Nahost jedoch wieder Gegenwind an. Am Montagmorgen ging es rund 1,6 Prozent tiefer mit 11,98 Euro in den Handel.
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21.04.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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