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Zu Schnäppchensaison senkt auch BYD die Preise, sorgt damit unter den Aktionären aber eher für Sorgen als neue Zuversicht

Tut sich BYD damit einen Gefallen?

NTG24 - Zu Schnäppchensaison senkt auch BYD die Preise, sorgt damit unter den Aktionären aber eher für Sorgen als neue Zuversicht

 

In China tobt der Preiskampf im Autosegment schon seit Längerem, insbesondere bei den dort sehr beliebten Hybrid- und Elektrofahrzeugen. BYD ist ganz vorne mit dabei, was der Marge aber freilich nicht besonders guttut. Etwas Hoffnung setzten die Anleger noch in die Expansion in Europa, wo die Margen sehr viel höher ausfallen. Doch auch in hiesigen Gefilden setzt der chinesische Autobauer nun die Schere bei den Preisen an.

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Deutlich günstiger zu haben ist beispielsweise der Seal von BYD (CNE100000296). Wie das Portal „Inside EVs“ berichtet, geht BYD dort mit einer Preissenkung zu den Black Friday Deals gleich in die vollen. Zu haben ist das Gefährt ab 36.990 Euro und damit satte 10.000 Euro günstiger im Vergleich zum normalen Listenpreis. Ähnliche Rabatte soll es noch bis Ende November auch für andere Modelle wie den SUV Tang geben.

 

 

 

Die Hoffnung von BYD ist natürlich, dass damit die Absatzzahlen weiter zulegen und schrittweise Marktanteile in Europa erobert werden können. Das ist grundsätzlich auch im Interesse der Aktionäre. Allerdings blicken jene nun schon seit einer Weile skeptisch auf dahinschmelzende Margen und um jeden Preis werden Kämpfe um Marktanteile längst nicht mehr toleriert. Das gilt vor allem, solange BYD in China mit Gegenwind zu kämpfen hat. Auf dem Heimatmarkt kündigte sich schon vor einigen Tagen an, dass es in Zukunft noch heftiger zur Sache gehen könnte.

 

Kampfansage an BYD

 

Anzeichen für eine nachhaltige Trendwende bei den Preisen für Elektroautos lassen sich im Reich der Mitte nicht ausmachen. Stattdessen kündigten gleich drei chinesische Großkonzerne einen Angriff auf das Einsteigersegment an. JD.com, CATL und GAZ bieten seit Neuestem ein E-Auto für umgerechnet gerade einmal 49.990 Yuan an. Umgerechnet entspricht das zu aktuellen Kursen etwa 6.070 Euro. Hierzulande berichtete die „FAZ“ über den Großangriff im Kleinwagensegment.

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Wer noch Sonderangebote nutzt, erhält den Aion UT Super teils sogar noch einmal rund zehn Prozent günstiger. Damit werden Preisregionen erreicht, bei denen selbst BYD mit seiner beeindruckenden Fertigungstiefe nur noch überschaubare Margen einfahren dürfte. Das bringt den Konzern ein wenig in die Zwickmühle. Lässt man sich auf die nächste Runde im Preiskampf ein, drohen die Gewinne weiter zu erodieren. Tut man es nicht, könnten Marktanteile verlorengehen. Beides würde an der Börse kaum zu einer positiven Reaktion führen.

Eine Besonderheit der Konkurrenz liegt darin, dass der Aion UT Super ohne Batterie verkauft wird. Jene kann für knapp 50 Euro monatlich gemietet werden. Wer sie kaufen möchte, zahlt in etwa das Doppelte des beworbenen Einstiegspreises, was noch immer recht günstig ausfällt. Ob BYD darauf seinerseits mit entsprechenden Offerten reagieren könnte, bleibt wohl abzuwarten. Doch die Laune bei den Aktionären trübt sich weiter ein.

 

BYD muss Federn lassen

 

Mit dem Aktienkurs von BYD ging es am Montag um weitere 2,6 Prozent bis auf 10,87 Euro in die Tiefe. In den letzten sechs Monaten bewegte der Kurs sich bereits um über 34 Prozent in Richtung Süden. Die Zweifel werden größer und die teils beachtlichen Fortschritte auf dem internationalen Markt können über den zunehmend harten Konkurrenzkampf in China nicht hinwegtrösten. Irgendetwas wird sich BYD also einfallen lassen müssen, um die Bullen bei der Stange halten zu können.

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Werbebanner Speed Monkeys - Tesla Tuning EssenGesetzt wird in Shenzhen vor allem auf Europa. Wenngleich sich BYD keinen Illusionen hingibt und die Anleger eher auf einen Marathon denn einen Sprint einstimmt, sollen die Verkaufszahlen in den kommenden Jahren kontinuierlich zulegen und es wird ein Platz unter den Top 5 der größten Autokonzerne auf dem Kontinent angestrebt. Damit sollen dann auch die Gewinne zulegen. Richtig überzeugt sind die Anteilseigner davon aber bisher noch nicht.

 

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18.11.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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