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BYD mit Großauftrag aus China, die Politik hat Ideen für Volkswagen, die SoftBank investiert anscheinend kräftig in Frankreich und E.ON schielt nach Großbritannien

Irgendwo ist immer etwas los an den Börsen

NTG24 - BYD mit Großauftrag aus China, die Politik hat Ideen für Volkswagen, die SoftBank investiert anscheinend kräftig in Frankreich und E.ON schielt nach Großbritannien

 

Der Handel in Deutschland verlief zu Wochenbeginn eher ruhig. Der DAX konnte seinen Stand trotz gescheiterter Friedensverhandlungen im Nahen Osten eben so verteidigen, ohne dabei nennenswerte Signale auszusenden. Größere Neuigkeiten kamen bevorzugt aus dem Ausland. Etwa aus China, wo der Automarkt im April massiv eingebrochen ist. Das traf vor allem Verbrenner, die aufgrund massiv höherer Ölpreise an Zuspruch verlieren.

Für BYD (CNE100000296) scheint es sich da auszuzahlen, schon seit Jahren nur noch auf sogenannte New Energy Vehicles (NEV) zu setzen, was neben reinen E-Autos auch Hybridantriebe umfasst. In dieser Kategorie fielen die Absätze in China im letzten Monat „nur“ um sieben Prozent zurück. Kontern kann BYD die mauen Neuigkeiten aus der Branche zudem mit einem frischen Großauftrag. Wie „electrive.net“ berichtet, soll der Konzern wohl gleich 100.000 Fahrzeuge an den chinesischen Autovermieter Car Inc ausliefern.

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Allerdings ist nicht bekannt, welche Laufzeiten damit verbunden sind. Auch finanzielle Details teilten die beiden Unternehmen wohl nicht mit. Bekannt ist jedoch, dass die Kooperation auch den Bau neuer Schnellladestationen umfasst. Die Anleger reagierten letztlich positiv. Die BYD-Aktie konnte sich gestern in einem eher schwachen Umfeld um immerhin 1,3 Prozent bis auf 11,03 Euro verbessern.

 

Volkswagen: Chinesische Partner für Zwickau?

 

Volkswagen (DE0007664039) bleibt im Krisenmodus und die jüngsten Neuigkeiten aus China sind eher keine erfreuliche Angelegenheit. Schließlich waren es zuletzt die relativ hohen Absätze von Verbrennern, welche den Wolfsburgern wieder die Marktführerschaft in China bescheren konnten. In der Heimat können die Werke hingegen noch immer nicht ausgelastet werden, was bereits zu etlichen Spekulationen um weitere Sparmaßnahmen führt.

Der sächsische Wirtschaftsminister Dirk Panter will gar nicht erst warten, bis Volkswagen Arbeitsplätze in Zwickau abbaut. Daher prescht er mit der Idee vor, für das Werk ein Joint Venture mit einem chinesischen Autokonzern einzugehen. Ein solcher könnte aktuell nicht ausgelastete Produktionslinien für die Fertigung von Fahrzeugen nutzen. Tatsächlich suchen Chinas Autobauer derzeit unter Hochdruck nach Standorten in Europa, um EU-Zölle vermeiden zu können. Volkswagen äußerte sich nicht weiter zu der Idee, doch die Anleger können sich mit dem Gedanken offenbar anfreunden. Der Aktienkurs stieg am Montag um 0,4 Prozent auf runde 88 Euro.

 

SoftBank: Muss das sein?

 

Die japanische SoftBank (JP3436100006) treibt es aktuellen Gerüchten zufolge nicht nach China oder Deutschland, sondern in Richtung Frankreich. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur „Bloomberg“ sollen dort die KI-Investitionen wohl brachial in die Höhe getrieben werden. Insidern zufolge sind bis zu 100 Milliarden US-Dollar für den Bau von Rechenzentren vorgesehen. Allerdings sei noch keine offizielle Entscheidung getroffen worden. Mit einer offiziellen Vorstellung der Projekte wird im Laufe der nächsten Wochen gerechnet.

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Den Anlegern scheint das Ganze mittlerweile etwas zu bunt zu werden. Zwar ist der KI-Boom so lebendig wie nie zuvor. Dennoch steht auch die Frage im Raum, ob sich manch einer mit immer höheren Investitionen nicht dezent übernehmen könnte. Die SoftBank ist nicht frei von derartigen Zweifeln, sodass die Aktie am Montag um 5,6 Prozent bis aus 32,51 Euro an den hiesigen Handelsplätzen zurückfiel.

 

E.ON auf Wachstumskurs in Großbritannien

 

Der Versorger E.ON (DE000ENAG999) setzt auf Wachstumschancen in Großbritannien, und das gleich im großen Stil. Wie das Unternehmen mitteilen ließ, konnte eine Vereinbarung zur Übernahme von Ovo geschlossen werden. Damit steige die Anzahl der britischen Kunden von aktuell noch 5,6 auf 9,6 Millionen. Es entstehe einer der größten Versorger des Landes. Experten schätzen den künftigen Marktanteil auf 27 Prozent. Was sich E.ON das Ganze kosten lassen will, ist nicht überliefert.

Chancen erkennen auch die Aktionäre des Energiekonzerns. Die Aktie reagierte auf die Neuigkeiten von der Insel mit Aufschlägen von 1,9 Prozent am Montag und der Kurs ging mit respektablen 18,25 Euro aus dem Handel. Der Energiesektor wird von den Börsianern weiterhin recht freundlich behandelt. Das liegt auch daran, dass aufgrund des KI-Hypes mit einem enorm steigenden Bedarf nach Energie gerechnet wird, ganz gleicher welcher Art.

 

Grenzenlos

 

Die Börse bleibt weiterhin eine sehr internationale Angelegenheit. Die großen Konzerne lassen sich von Grenzen nicht aufhalten und streuen Investitionen quer über den Globus. Anleger können davon mit gezielten Investments profitieren und damit lokale Schwächen oftmals auch ausgleichen. Allerdings hat die Globalisierung auch den Effekt, dass lokale Entwicklungen schnell um sich greifen und weltweit Konsequenzen nach sich ziehen. Der Irankrieg ist dafür das beste Beispiel, und das sowohl an der Börse als auch außerhalb davon.

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12.05.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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