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Kritik aus Deutschland an BYD, Volkswagen geht in China auf Angriffskurs, Porsche leidet unter schwachen Absatzzahlen und Mercedes-Benz blickt unsicheren Zeiten entgegen

Entspannung im Autosektor zeichnet sich derzeit leider nicht ab

NTG24 - Kritik aus Deutschland an BYD, Volkswagen geht in China auf Angriffskurs, Porsche leidet unter schwachen Absatzzahlen und Mercedes-Benz blickt unsicheren Zeiten entgegen

 

Mancher Autobauer sprach im vergangenen Jahr noch von einer Phase der Transformation und die Hoffnung lautete, dass 2026 endlich erste Anzeichen der Besserung zu sehen sein würden. Bisher ist davon aber nichts zu sehen. Stattdessen zeichnen sich multiple Krisen ab, die sich über den gesamten Globus ziehen und längst nicht auf neuerliche Zollandrohungen seitens der USA beschränkt sind.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeGegenwind in Deutschland gibt es für BYD (CNE100000296), nachdem der chinesische Konzern einen Auftrag über 200 Elektrobusse von der Deutschen Bahn erhalten hatte. Von Beginn an gab es an dieser Entscheidung viel zu meckern. Nun schaltete sich auch der verkehrspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Björn Simon, in die Diskussion ein. Simon sorgt sich nicht nur um industriepolitische Überlegungen, sondern sieht in dem Ganzen auch aufgrund von Risiken durch softwarebasierte Risiken ein klares Sicherheitsrisiko.

 

 

 

Gefordert wird daher, dass sich so etwas in Zukunft nicht wiederholen sollte. Selbst wenn die Bahn dem Folge leisten würde, wäre es für BYD noch kein Beinbruch. Ein wenig zeigt sich aber, dass der Konzern in der hiesigen Politik unbeliebter wird und je weiter die Spannungen in der Geopolitik ansteigen, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit dafür, dass politische Maßnahmen die Expansion in Europa ausbremsen könnten. Das sind nicht die besten Voraussetzungen, um einen Weg aus dem Kurskeller herauszufinden.

 

Volkswagen in der Offensive

 

Im direkten Vergleich hinterlässt die BYD-Aktie allerdings noch einen recht guten Eindruck. Volkswagen (DE0007664039) hat es deutlich schwerer und kämpft sich nun schon seit Jahren durch Krisenzeiten. Insbesondere schwache Absätze in China gelten dafür als maßgeblich verantwortlich. Besserung soll es nun mit dem Joint Venture „FAW Volkswagen Jetta Automotive Technology Co Ltd“ geben. Jenes nahm am 14. Januar den Betrieb als eigenständige Tochter auf.

Geplant ist das erste eigene Modell für das dritte Quartal. FAW soll in China über mehr Entscheidungskompetenz verfügen und damit schneller und dynamischer auf lokale Gegebenheiten reagieren können. Das klingt nicht nach dem schlechtesten Plan, um den Schrumpfkurs endlich aufzuhalten. Die Anteilseigner scheinen an einem durchschlagenden Erfolg aber noch zu zweifeln. Der Aktienkurs von Volkswagen gab am Freitag um 1,6 Prozent auf 101,25 Euro nach.

 

Heftiger Einbruch bei Porsche

 

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Werbebanner Speed Monkeys - Tesla Tuning EssenAuf die Tochter Porsche AG (DE000PAG9113) kann sich Volkswagen bei einer schnellen Trendwende wohl nicht verlassen. Denn der Sportwagenbauer meldete am Freitag Absatzzahlen aus China, die sich als eine mittelschwere Katastrophe beschreiben lassen. Im Jahr 2025 konnten im Reich der Mitte nur noch rund 41.900 Fahrzeuge und damit etwa 26 Prozent weniger als im Jahr zuvor verkauft werden. Laut einem Bericht von „Der Aktionär“ sieht es anderswo nur geringfügig besser aus.

Weltweit verkaufte die Porsche AG im Jahr 2025 noch knapp 280.000 Autos, was dem niedrigsten Stand seit dem Coronajahr 2020 entspricht und noch dazu den heftigsten Absatzrückgang seit den Jahren der Finanzkrise bedeutet. Angesichts solcher Neuigkeiten schlug die Porsche-Aktie sich am Freitag sogar noch recht wacker mit Kursabschlägen von 0,7 Prozent und einem Schlusskurs in Höhe von 42,39 Euro. Die von Trump angekündigten Zölle könnten die Stimmung jedoch weiter trüben.

 

Kursrutsch bei Mercedes-Benz voraus?

 

Letzteres dürfte auch bei Mercedes-Benz (DE0007100000) für Belastungen sorgen. Im Gegensatz zu Porsche verfügen die Schwaben zwar seit Jahrzehnten über eine Fertigung in den USA. Dort wird allerdings nur eine Handvoll Modelle hergestellt, und das gerne auch mit importierten Teilen. Sollten die USA mit den neuen Zöllen ernst machen, so würden Mercedes also noch schwierigere Zeiten als ohnehin schon bevorstehen. Es wäre auch keine Überraschung, sollte der gesamte Sektor darauf mit roten Vorzeichen reagieren.

Die Hoffnung darauf, dass die zarte Erholung aus dem letzten Jahr sich weiter fortsetzen könnte, schwindet dadurch im hohen Tempo. Ob die Anleger sich von der angekündigten Welle an neuen Modellen trösten lassen, das darf wohl eher bezweifelt werden. Es werden Erinnerungen an das vergangene Frühjahr laut, als Trump die Märkte schon einmal mit willkürlichen Zöllen in die Tiefe beförderte und europäische Autobauer ganz besonders in Mitleidenschaft zog.

 

Anschnallen!

 

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Werbebanner EMH PM TradeDie EU arbeitet gerade noch an ihrer Reaktion auf die jüngste Eskalation durch Donald Trump. Was genau in den kommenden Wochen geschehen oder nicht geschehen mag, steht noch in den Sternen. Doch allein die erneut gestiegene Unsicherheit verbietet nachhaltige Erholungsversuche im Autosegment schon fast. Dass dazu dann auch noch einige negative Neuigkeiten kommen, steigert die Wahrscheinlichkeit für eine mögliche Katastrophe und die Seitenline wirkt nach dem zurückliegenden Wochenende ganz besonders einladend.

 

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19.01.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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