BYD vs. Tesla – Der Kampf um den Elektrothron geht in die nächste Runde
BYD überzeugt mit ersten Erfolgen bei der globalen Expansion
BYD treibt die ambitionierten Expansionspläne für 2026 weiter voran. Steigende Verkäufe, vor allem in Europa sollen schwächelnden Heimatsmarkt ausgleiche.
In den letzten Jahren lieferten sich der US-amerikanische Elektroauto-Pionier Tesla (US88160R1014) und der chinesische Konkurrent BYD (CNE100000296) einen Kopf-an-Kopf-Kampf um den Thron im Elektroautosegment. Seit 2025 scheint dieser Kampf scheinbar sicher entschieden und BYD verlässt den Ring als Gewinner aus dem Duell. BYD hat im Jahr 2025 nämlich das erste Mal Tesla auf Gesamtjahressitz bei den Auslieferungszahlen überholen können.
Obwohl Tesla im ersten Quartal des Jahres den Absatz im wichtigen Absatzmarkt in China im Vergleich zum zugegenermaßen schwachen Vorjahreszeitraum um 35 % steigern, während BYD im gleichen Zeitraum in China einen Verkaufsrückgang von 36 % hinnehmen musste. Dennoch ist BYD weiterhin mit großem Abstand Elektroautohersteller Nummer 1. Grund hierfür ist auch, dass BYD die ersten größeren Erfolge mit seiner ambitionierten Exportstrategie erzielen konnte und im Februar diesen Jahres erstmals mehr Fahrzeuge im Ausland als im Inland verkaufen konnte.
BYD setzt dabei auf technologische Marktführerschaft und kann diese mit diversen Eigeninnovation im Bereich Batterietechnik und auch Chiptechnologie für die neuste Automobil-Generation sichern. So präsentierte BYD die neusre Generation der Blade-Batterie, die innerhalb von nun neun Monaten von 10 % Batterieladung auf 97 % aufladen können soll. Diese Innovationen sind auch der Grund warum BYD es sich leisten kann trotz des hohen Wettbewerbs in China nicht beim Preiskampf mitzumachen. Auch aufgrund dessen plant BYD für das Jahr 2026 einen Absatz von rund 1,5 Millionen Fahrzeugen auf dem internationalen Absatzmarkt.
Expansionsstrategie geht in die nächste Runde
Im Jahr 2026 möchte BYD mit der Massenproduktionen von Stromern in den neuen Werken in Europa und Indonesien beginnen. Bis 2030 möchte BYD sogar mehr als 50 % der Jahresproduktion in den neuen ausländischen Werken produzieren, mit Zielmarkt Europa und Lateinamerika. Auch Tesla konnte in den letzten Monaten in Europa wieder steigende Absatzzahlen vermelden. Diese werden allerdings primär in der Gigafactory in Shanghai produziert, da es sich bei den Modellen hauptsächlich um das neue Model Y beziehungsweise das Facelift des Modells handelt.
Für Europa wird auch die Luxusmarke Denza für BYD zum wichtigen Volumenhebel. Aus dem eigentlichen Joint Venture hat sich Mercedes-benz im Jahr 2024 zurückgezogen, sodass BYD als alleiniger Anteilseigner nun für Mitte 2026 den Launch der Marke in Europa plant. In Hamburg entsteht in unmittelbarer Nähe zum Rathausmarkt daher schon ein neuer Flagship Store.
Anders als die operative Entwicklung kann die Aktie von BYD den starken Anstieg im Jahr 2024 bis Mitte 2025 aktuell nicht mehr folgen. Nach der zwischenzeitlichen Korrektur von über 17 € pro Akti auf rund 9,5 € pro Aktie konnte sich der Aktienkurs zwar wieder erholen, dennoch muss man in den verbliebenen Monaten des Jahres aus Performancesicht viel nachholen, um zu alter Stärke zu gelangen.
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20.05.2026 - Christian Teitscheid

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