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Barrick Gold klagt nach Leasingvertrag für Porgesa-Mine

Barrick’s juristisches Fingerhakeln mit Papua Neu Guinea

NTG24 - Barrick Gold klagt nach Leasingvertrag für Porgesa-Mine

 

Der Streit um die Zukunft der Porgesa-Mine in Papua Neu Guinea hält an. Wie das Nachrichtenportal ,,Mining Weekly‘‘ zuletzt mitteilte, will Barrick Gold (CA0679011084) gerichtlich gegen die Entscheidung der Regierung von Papua Neu-Guinea vorgehen, an ein staatliches Unternehmen Papua Neu Guineas eine spezielle Minen-Leasingrecht (Special Mining Lease = SML) zu vergeben.

Die Porgera-Mine ist eine zum Teil offene und zu einem anderen Teil unterirdische Goldmine mit einer Tiefe von 2.200 bis 2.600 Meter in der Provonz Enga in Papua Neu Guinea, rund 600 km nordwestlich von Moresby. Barrick Gold und Zijin Mining Group halten an dem Joint Venture Barrick Niugini Limited (BNL) jeweils 47,5 % der Anteile, die restlichen 5 % hält Mineral Resources Enga.

Die Regierung von Premierminister James Marape hat nun aber ein spezielles Minen-Leasingrecht an Kumul Minerals Holding Ltd (KMHL) vergeben, obwohl sich BNL nach Auslaufen der vorherigen Vereinbarung am 16.08.2019 im vergangenen Jahr mehrfach um eine Verlängerung bemüht hatte.

Im August 2019 hatte zudem der Oberste Gerichtshof Papua Neu Guineas das Recht BNL’s auf eine Verlängerung der Vereinbarung bestätigt.

Die Vergabe der Minenkonzession (SML) an Kumul Minerals will Barrick (BNL) nun erneut vor Gericht anfechten. Die Regierung hatte Kumul die SML für die nächsten 20 Jahre zuerkannt. Das betreffende Gebiet (SML11) umfasst eine Fläche von 2.135 Hektar Land bei Porgera. BNL verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass die Vergabe der Konzession rechtswidrig sei und betonte, dass die Regierung vor der Vergabe keine Konsultationen mit den Landeignern durchgeführt habe.

 

Fazit

 

Es ist derzeit nicht klar, ob Barrick Gold vor Gericht erneut erfolgreich ist. Es ist aber abzusehen, dass der Konflikt nicht in den nächsten Wochen gelöst werden dürfte. Der faktisch enteignungsgleiche Eingriff in die Minenrechte des Barrick Joint Ventures verstärkt zudem die Zweifel an der Sicherheit von Eigentumsrechten in Papua Neu Guinea insgesamt.

Gleichwohl dürfte der Einfluss auf das operative Geschäft von Barrick Gold begrenzt sein. Wir halten die Aktie deshalb auch weiterhin in unserem erfolgreichen Themendepot Edelmetalle. Schließlich haben wir eher gekauft als Warren Buffett!

 

02.09.2020 - Arndt Kümpel - ak@ntg24.de

 

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