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Trotz Aktienrückkaufprogramm und zumindest einiger Wachstumssignale in den Zahlen treibt Beiersdorf die Anleger mit dem Ausblick in die Flucht

Insbesondere Nivea scheint bei Beiersdorf schlechter als in der Vergangenheit zu laufen

NTG24 - Trotz Aktienrückkaufprogramm und zumindest einiger Wachstumssignale in den Zahlen treibt Beiersdorf die Anleger mit dem Ausblick in die Flucht

 

Am Montagabend stellte Beiersdorf die Zahlen für das vergangene Jahr vor. Katastrophal fielen jene nicht aus, hier und dort konnte der Konzern sogar spürbare Verbesserungen nachweisen. Allerdings steckt den Anlegern noch in den Knochen, dass im vergangenen Jahr die Umsatzaussichten mehrfach nach unten angepasst werden mussten. Der Aktie scheint nun der weitere Ausblick das Genick zu brechen.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeInsbesondere die Vorzeigemarke Nivea entwickelte sich für Beiersdorf (DE0005200000) im vergangenen Jahr weniger erfreulich, als es sich die Anleger gewünscht hätten. Das organische Umsatzwachstum landete hier bei bescheidenen 0,9 Prozent. Mehr punkten konnten die kleineren Marken Eucerin und Aquaphor, welche ihre Umsätze um 11,7 Prozent verbessern konnten. Die Luxusmarke La Prairie legte immerhin im vierten Quartal wieder zu. Im Gesamtjahr musste aber dennoch ein Umsatzminus von 4,5 Prozent verzeichnet werden.

Unter dem Strich konnte im Jahr 2025 ein konzernweiter Umsatz von 9,9 Milliarden Euro verzeichnet werden. Das organische Umsatzplus bezifferte Beiersdorf auf 2,4 Prozent. Das klingt nicht vollkommen katastrophal. Es ist aber eine deutliche Abschwächung im Vergleich zum Vorjahr, als noch ein Plus von 6,5 Prozent verbucht werden konnte. Das Wachstumstempo lässt also spürbar nach.

 

 

 

Beiersdorf stellt sich auf schwere Zeiten ein

 

Dass die Ebit-Marge sich dezent von 13,9 auf 14 Prozent verbesserte, war da auch kaum mehr als ein Trostpflaster. Insbesondere mit dem Ausblick für 2026 im Hinterkopf, der an der Börse für kollektives Unbehagen sorgte. Beiersdorf stellt nur einen „flachen bis leicht wachsenden organischen Umsatz“ in Aussicht. Bei der operativen Umsatzrendite wird sogar mit einem leichten Rückgang gerechnet. Das Unternehmen spricht von einem anspruchsvollen Jahr 2025 und erwartet für dieses Jahr weiterhin eine anhaltende Marktvolatilität.

Begegnen möchte man dem unter anderem mit Produktinnovationen, welche das Wachstum wieder ankurbeln sollen. Der Fokus soll dabei laut Beiersdorf-Chef Vincent Warnery auf „erschwingliche“ Produkte aus dem Bereich der Gesichtspflege gelegt werden. Ob Nivea damit an Erfolge aus vergangenen Jahren anschließen kann, daran scheinen die Anleger so ihre Zweifel zu haben. Auch die Ankündigung eines frischen Aktienrückkaufprogramms mit einem Volumen von bis zu 750 Millionen Euro spendete an den Märkten wenig Trost.

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Mit dem Ausblick hat Beiersdorf die Erwartungen der Aktionäre klar verfehlt, was im nachbörslichen Handel mit Verlusten von rund zehn Prozent quittiert wurde. Sollten diese Verluste sich heute auch im regulären Handel festigen, würde wohl wieder der Sturz unter die 100-Euro-Marke anstehen und die jüngste Erholung hätte sich zumindest aus charttechnischer Sicht schon wieder erledigt. Dass Beiersdorf derart unschöne Neuigkeiten gerade im aktuellen Marktumfeld verkünden muss, macht die Angelegenheit nicht einfacher.

 

Ausverkauf?

 

Durch den Irankrieg sind die Anleger momentan ohnehin sehr viel vorsichtiger und lassen sich dementsprechend auf Spekulationen und vage Comeback-Fantasien sehr viel weniger ein. Das könnte den Verkaufsdruck bei der Beiersdorf-Aktie noch zusätzlich erhöhen. Zudem lässt sich nach gegenwärtigem Stand auch nicht ausschließen, dass der Konzern rasant steigende Öl- und Gaspreise zu spüren bekommen wird. Solche erhöhen nicht nur die Kosten, sondern kurbeln auch die Inflation aus, was die Konsumlaune bekanntlich nicht eben steigen lässt.

Die Aussichten für 2026 wurden bei Beiersdorf sowohl durch die eigenen Zahlen als auch durch das momentane Marktsentiment regelrecht zusammengestutzt. Der Weg nach oben wird dadurch zwar lange nicht vollständig versperrt. Doch auf die Bullen wartet ein steiniger Weg und den Startfunken wird Beiersdorf mit den richtigen Entwicklungen aus fundamentaler Richtung setzen müssen. Bis es dazu kommt, ist es Anlegern nicht zu verdenken, die Seitenlinie zu hüten und sich nach Unternehmen mit weniger volatilen Aussichten umzusehen.

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03.03.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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