LNG-Preise explodieren, Cursor Wachstum geht durch die Decke und schwacher Ausblick von Beiersdorf - BÖRSE TO GO
LNG-Preise explodieren - US-Exporteure springen ein und wollen Krisengewinner sein
Die LNG-Preise sind nach dem Angriff auf den Iran explodiert. Ersatzlieferungen werden aus den USA zu horrenden Preisen angeboten. Das Wachstum bei Cursor explodiert. Der annualisierte Umsatz stieg im Februar auf 2 Mrd. US-Dollar. Beiersdorf enttäuscht nach einer langen Rallye mit einem schwachen Ausblick. Der Umsatz soll weiter stagnieren und der Gewinn 2026 sogar fallen.
Am Dienstag beginnt der Handel in Asien auf den Konflikt im Iran zu reagieren. Die Börse Seoul ist aus dem verlängerten Wochenende zurückgekehrt und der KOSPI rutscht in der laufenden Sitzung um mehr als -6 % in die Tiefe. Auch der Nikkei 225 Index wird zwischenzeitlich um mehr als -3 % tiefer gesehen und die Verluste beim Hang Seng Index halten sich während der Sitzung mit rund -1 % im Rahmen. Der Terminmarkt ist erneut sehr negativ gestimmt. Der DAX-Future (März) ist weiter gefallen und notiert vor Eröffnung der europäischen Vorbörse -1,09 % tiefer bei 24.426,00 Punkten.
Die Nachricht vom Angriff auf den Iran traf vor allem Frankfurt hart. Im Gegensatz zu Wall Street tauchten alle deutschen Benchmarks tief ins Minus und blieben auch dort. Am härtesten traf es die Blue Chips. Der DAX schloss -2,56 % tiefer bei 24.638,00 Punkten, wobei die Beiersdorf (DE0005200000) Aktien fast ein Zehntel ihres Wertes verloren. Was jedoch nichts mit dem Iran zu tun hatte, sondern mit dem enttäuschenden Ausblick für 2026. Auch der MDAX verlor über zwei Prozentpunkte und schloss am Abend bei 30.863,12 Punkten (-2,21 %).
New York eröffnete zwar schwach, konnte sich dann aber deutlich verbessern. Insbesondere die Technologietitel unterstützten den Handel und ließen den Nasdaq 100 Index am Ende sogar 0,13 % höher bei 24.992,60 Punkten schließen. Bester Performer war Strategy (US5949724083), die von einer Flucht in Bitcoin profitierten und so 6,29 % auf 137,65 US-Dollar steigen konnten. Auch der S&P 500 Index hielt sich gut und schloss bei 6.881,62 Punkten (+0,04 %), während der Dow Jones Industrial Average Index zwar im Verlauf der Sitzung ins Plus lief, aber am Ende -0,15 % tiefer bei 48.904,78 Punkten den Handel beendete.
LNG-Preise explodieren
Die amerikanischen LNG-Exporteure Cheniere Energy (US16411R2085) und Venture Global (US92333F1012) wollen vom Iran-Krieg profitieren. In Erwartung geringerer LNG-Exporte aus dem Golf kommen die beiden Gesellschaften jetzt an den Markt und bieten den betroffenen LNG-Käufern in Europa und Asien Ersatzlieferungen aus den USA an. Allerdings zu deutlich gestiegenen Preisen. Die Gesellschaften nannten keine konkreten Abschlüsse, aber das Preisniveau hat sich über Nacht um rund 50 % erhöht, weil voraussichtlich vor allem LNG-Exporte vom Großlieferanten Katar durch das Scharmützel zwischen dem Iran und den USA sowie den Nachbarstaaten beeinträchtigt sein werden. Insbesondere Venture Global wird als Gewinner gesehen. Die Aktien kletterten am Montag um mehr als 17 %.
Cursor Wachstum geht durch die Decke
Cursor kann sich vor Nachfrage nicht retten. Das Unternehmen ist das am schnellsten wachsende Start-up der Welt geworden und erreichte im Februar einen annualisierten Umsatz von 2 Mrd. US-Dollar, also rund 167 Mio. US-Dollar an Erlösen. Eine Verdoppelung des Umsatzniveaus innerhalb von drei Monaten, wobei im Wesentlichen Unternehmenskunden die Dienste der AI-Coding-Plattform in Anspruch nehmen. Etwa 60 % des Umsatzes stammt von dieser Kundengruppe. Cursor ist noch nicht einmal fünf Jahre alt und hatte auf der letzten Finanzierungsrunde im November 2025 eine Bewertung von 29,3 Mrd. US-Dollar von den Investoren zugesprochen bekommen. Die Konkurrenz ist allerdings stark und bietet vergleichbare Plattformen innerhalb ihrer Ökosysteme an, womit sich die Möglichkeit eröffnet, dass Cursor ein Übernahmeangebot bekommt von einem Unternehmen, das abgeschlagen im AI-Rennen hinten liegt.
Beiersdorf: Schwache Geschäft
Der Ausblick von Beiersdorf ist eine große Enttäuschung für die Börse. Die Aktien hatten seit Herbst 2025 stark zugelegt, da das Unternehmen als defensiver Play in Frankfurt gesehen wurde: wenig Wachstum, aber dafür stabil und solide. Insgesamt kletterte die Marktkapitalisierung bis zu den Zahlen um mehr als 25 %, doch der Vorstand machte am Montagabend nach Börsenschluss deutlich: Der Umsatz wird 2026 stagnieren und der Gewinn schrumpfen. Und stagniert hatte Beiersdorf schon 2025 mit einem Umsatz von 9,85 Mrd. Euro und einem „bereinigten“ EBIT von 1,378 Mrd. Euro. Lediglich durch Sondereffekte konnte der Gewinn von 928 Mio. Euro auf 955 Mio. Euro bzw. auf 4,25 Euro je Aktie verbessert werden. Da half dann nach Börsenschluss auch die Ankündigung nichts, dass man eigene Aktien für bis zu 750 Mio. Euro zurückkaufen will und die Dividende unverändert bei 1,00 Euro je Aktie bleibt.
Tagestermine
Um 11:00 Uhr erwarten wir heute die vorläufigen Inflationsdaten der Euro-Zone für den Monat Februar. Die Ökonomen gehen von einem unveränderten Stand zum Januar aus. Die Inflation soll erneut um 1,7 % gestiegen sein und die Kernrate - ohne Energie und Lebensmittel - um 2,2 %.
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03.03.2026 - Mikey Fritz

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