Nach eigenem Bekunden konzentriert sich BioNTech bei der Suche nach einem neuen CEO vor allem auf die USA
Am Standort Mainz scheint BioNTech nicht rütteln zu wollen
Der kürzlich angekündigte Rücktritt der BioNTech Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci sorgte für einen Schock an der Börse und auch anderswo für Unsicherheit. Die Stadt Mainz scheint bereits darum zu fürchten, einen wichtigen Konzern zu verlieren. Tatsächlich scheint die Suche nach Nachfolgern für den Vorstand sich auf Übersee zu konzentrieren.
Gegenüber der „FAZ“ verriet BioNTech (US09075V1026), dass die Suche nach einem neuen CEO zwar international laufe, sich aber in erster Linie auf die USA konzentriere. Konkrete Namen wurden noch nicht genannt. Im Suchprofil gefordert wird eine nachweisliche Erfolgsbilanz im Life-Sciences-Sektor. Onkologie-Kenntnisse tauchen dort nicht auf, wären laut dem Unternehmen aber ein netter Bonus.
Trotz der Suche in den USA will BioNTech seinem Standort in Mainz aber treu bleiben, wo auch der nächste CEO seiner Arbeit nachgehen soll. Angestrebt wird dabei, das Unternehmen unter neuer Leitung in die nächste Wachstumsphase zu überführen. Sahin und Türeci wollen derweil ein neues Startup gründen und sich wieder auf Forschungen im frühen Stadium konzentrieren. Aus Unternehmenskreisen war zu hören, dass sie mit ihrer Rolle als Unternehmenslenker zuweilen bereits dezent überfordert wirkten.
Die Zukunftspläne von BioNTech wirken nachvollziehbar. Mit einem neuen CEO soll es gelingen, in Zukunft die Produktion auf industrielle Maßstäbe auszuweiten und Expertise in der späten Forschungsphase auszubauen. Das könnte durchaus der richtige Weg sein. Die Anleger trauern dem Verlust der zwei Gründer dennoch weiterhin nach. Der Aktienkurs pendelte sich heute Morgen nach heftigen Schwankungen in den letzten Tagen bei 79,40 Euro ein. Das sind rund zwölf Prozent weniger als Mitte Februar.
BioNTech: Kritische Blicke
Etwas frischer Wind in der Führungsetage ist für BioNTech kein Todesurteil. Es könnte sich vielleicht sogar als der genau richtige Schritt erweisen. Allerdings bleibt das Unternehmen auch abhängig von Forschungserfolgen, die sich leider nie versprechen lassen. Daher überwiegt für den Moment noch die Skepsis und die Aktie macht es sich nicht allzu weit entfernt vom 52-Wochen-Tief (68,30 Euro) bequem.
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17.03.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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