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Das neue Start-up der BioNTech-Gründer Sahin und Türeci darf auf breite Unterstützung hoffen

Vollständig verabschieden sich die Gesichter von BioNTech nicht

NTG24 - Das neue Start-up der BioNTech-Gründer Sahin und Türeci darf auf breite Unterstützung hoffen

 

Ugur Sahin und Özlem Türeci sind zwar nicht die alleinigen Gründer von BioNTech. Sie sind aber die mit Abstand bekanntesten und waren in den letzten Jahren das Aushängeschild des Konzerns. Wenn Journalisten Fragen zum Unternehmen hatten, wendeten sie sich bevorzugt an das Gründer-Ehepaar. Umso größer war der Schock, als die beiden in der vergangenen Woche ihren Rücktritt zum Jahresende erklärten, um sich künftig einem neuen Start-up zu widmen.

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Der Staub hat sich mittlerweile etwas gelegt und die Aktie von BioNTech (US09075V1026) konnte sich zumindest ein wenig erholen. Schon von Beginn an war dabei klar, dass Sahin und Türeci ihrem bisherigen Konzern nicht vollständig den Rücken kehren werden. Sie bleiben bei BioNTech investiert und das neue Unternehmen könnte wohl auch eine Zusammenarbeit anstreben. Unterstützung dafür scheint es von bisherigen Mitstreitern zu geben.

 

 

 

Die „FAZ“ hörte sich bei den weiteren Gründern von BioNTech um und stellte fest, dass es aus dieser Richtung breiten Zuspruch für die Zukunftspläne gibt. Verständnis zeigt man dafür, dass Sahin und Türeci sich vor allem als Forscher, und weniger als CEO verstehen. Darüber hinaus gibt es wohl auch in finanzieller Hinsicht Support für das neue Vorhaben.

 

Strüngmann investiert

 

Thomas Strüngmann antworte im Namen seiner Vermögensverwaltung, die er zusammen mit seinem Zwillingsbruder Andreas Strüngmann gründete. Jene soll beim neuen Unternehmen von Ugur Sahin wohl munter investieren. Eine konkrete Summe dafür wurde bislang nicht genannt. Bei der Gründung von BioNTech kamen aus dieser Richtung einst 150 Millionen Euro, was sich letztlich mehr als ausgezahlt hat. Im aktuellen Fall können Geldgeber sich allerdings nicht darauf verlassen, dass eine Pandemie das neue Unternehmen über Nacht zum Börsenstar avancieren lässt.

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Sahin und Türeci wissen damit schon mal den größten Anteilseigner BioNTechs auf ihrer Seite, der rund 44 Prozent ihres bisherigen Arbeitgebers in Händen hält. Die Gelegenheit nutzte Strüngmann dann auch, um seinen anhaltenden Support bei BioNTech zu betonen. Die jüngsten Kursverluste, ausgelöst auch durch Verkäufe eines Vorstandsmitglieds, habe man für Zukäufe genutzt. Die Strüngmanns setzen darauf, dass BioNTech mit Krebsmedikamenten eine weitere Sensation auf die Beine stellen könnten wird.

Die BioNTech-Grüner Helmut Jeggle und Michael Motschmann gehören derzeit zum Aufsichtsrat, weshalb sie gegenüber der Presse auf besondere Verhaltensregeln verweisen. Es sei noch zu prüfen, ob es im Falle einer Beteiligung am neuen Unternehmen von Sahin und Türeci Interessenskonflikte geben könnte. Daraus lässt sich aber bereits ableiten, dass zumindest ein gewisses Interesse vorhanden zu sein scheint. Raushalten will sich derweil der Medizinprofessor Christoph Huber, der das neue Projekt nur aus der Ferne verfolgen möchte. Unter dem Strich können Sahin und Türeci bei ihren weiteren Plänen aber wohl auf einen ausgesprochen großen Support seitens ihrer ehemaligen Gründer-Partner bauen.

 

Chancen für BioNTech?

 

Genau das könnte auch für die Aktionäre von BioNTech nicht vollkommen uninteressant sein. Die Investitionssumme dürfte bei einem Start-up überschaubar bleiben, und damit auch das Risiko. Abschätzen lässt sich aber, dass es in Zukunft einen Austausch von Wissen und Technologie geben könnte. Sollte Sahin und Özlem in der Forschung also ein weiterer Erfolg gelingen, so könnte BioNTech bis dahin aufgebaute Kompetenzen bei der Herstellung von Medikamenten im industriellen Maßstab einsetzen und ebenfalls als Gewinner dastehen.

Das ist noch ein recht weit entferntes Zukunftsszenario und eine Geling-Garantie kann es natürlich nicht geben. Daher haben die Märkte den überraschenden Abschied auch noch lange nicht verdaut. Es ist aber bei Weitem nicht so, als würde BioNTech nun schon auseinanderfallen. Das Unternehmen verfügt weiterhin über viele kluge Köpfe und auch einige unerschütterliche Investoren. Ebenfalls geblieben ist die Pipeline, welche noch in diesem Jahr die erste Zulassung für ein Krebsmedikament hervorbringen könnte.

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16.03.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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