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Fed belässt Zinsen unverändert, Short Eindeckungen bei PayPal und Airbnb mit Überraschung - BÖRSE TO GO

Fed hält Zinsen auf 22-Jahreshoch - Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung gesunken

NTG24 - Fed belässt Zinsen unverändert, Short Eindeckungen bei PayPal und Airbnb mit Überraschung - BÖRSE TO GO

 

Fed-Chair Jerome Powell präsentierte ein sehr ausgeglichenes Bild. Die US-Notenbank beließ den Dollar-Leitzins unverändert und sieht keinen Handlungsbedarf, solange die Inflation sich weiter Richtung der Zielgröße von 2 % bewegt. Bei PayPal nahmen die Bären ihre Gewinne nachbörslich mit. Der Online-Finanzdienstleister konnte die sehr niedrigen Erwartungen mit den Zahlen zum 3. Quartal schlagen. Airbnb servierte der Wall Street eine Überraschung. Der Gewinn stieg um mehr als 260 %, doch die Aktien sackten nachbörslich ab. 

Abgesehen von China entwickelt sich Asien am Donnerstagmorgen stark. Während die chinesischen Onshore-Benchmarks zu leichten Verlusten neigen, greifen die Anleger an den restlichen Märkten kräftig zu. Die Liste der Gewinner wird vom KOSPI und TAIEX angeführt, wobei letzterer zeitweise mehr als 2,1 % im Plus notiert. Ebenso positiv auch die Entwicklung am Terminmarkt. Vor Eröffnung der europäischen Vorbörse wird der DAX-Future bei 15.092 Punkten (+0,70 %) gehandelt. 

Frankfurt konnte sich am Mittwoch einheitlich positiv entwickeln. Im Vorfeld der Sitzung der Federal Reserve kletterten alle deutschen Benchmarks höher und wurden dabei vom DAX angeführt, der sich um 0,76 % auf 14.923,27 Punkte verbesserte. Der TecDAX folgte mit einem Plus von 0,57 % auf 2.861,20 Punkte und der SDAX mit einem Anstieg um 0,32 % auf 12.316,98 Punkte. Der MDAX konnte leicht höher bei 24.059,04 Punkten (+0,08 %) schließen. 

New York schnitt sogar noch stärker ab. Hier waren es vor allem die Technologietitel, die die Liste der Gewinner anführten. Der Nasdaq Composite Index sprang um 1,64 % auf 13.061,47 Punkte. Mit deutlichem Abstand folgte der S&P 500 Index, der sich um 1,05 % auf 4.237,86 Punkte verbesserte. Der Dow Jones Industrial Average Index schaffte am Ende noch ein Plus von 0,67 % auf 33.274,58 Punkte. 

 

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US-Zinsen bleiben auf 22-Jahreshoch

 

Keine Experimente bei der Federal Reserve. Fed-Chair Jerome Powell kündigte am Mittwochabend an, dass der Offenmarktausschuss sich gegen eine weitere Zinserhöhung entschieden hat. Die Fed Funds Target Rate bleibt damit zwischen 5,25 % und 5,50 %, was einem 22-Jahreshoch entspricht. Powell betonte aber, dass die amerikanische Wirtschaft sich weiter stark entwickelt und daher die Arbeit der Notenbank im Zweifel noch nicht beendet ist. Entwickelt sich jedoch die Inflationsrate weiterhin Richtung dem Ziel von rund 2 % p. a., dann kann das bestehende Zinsniveau auch ausreichen. Die Wall Street reduzierte im Anschluss an die Pressekonferenz ihre Erwartung an eine weitere Zinserhöhung im Dezember und ließ die Kurse am Aktienmarkt steigen.

 

US-Leitzins

 

PayPal: Bären nehmen ihre Gewinne mit

 

Short Eindeckungen bei PayPal (US70450Y1038) nach Börsenschluss. Die Aktien des Online-Finanzdienstleisters waren in den vergangenen Monaten stark unter Druck geraten, da mit einem schwachen Umsatzwachstum und einem deutlich geringeren Ergebnis gerechnet wurde. Am Ende übertrieben die Bären jedoch und PayPal konnte mit den Zahlen zum 3. Quartal die sehr niedrigen Erwartungen übertreffen. Konkret wies man einen Umsatz von 7,42 Mrd. US-Dollar aus, nach 6,85 Mrd. US-Dollar im Vorjahr. Die Erwartungen der Wall Street hatten sich bei mindestens 7,38 Mrd. US-Dollar eingependelt. Das Ergebnis sank im Jahresvergleich von 1,33 auf 1,02 Mrd. US-Dollar, aber das Unternehmen konnte beim „bereinigten“ Gewinn je Aktie mit 1,30 US-Dollar die Erwartung schlagen, die bei nur 1,23 US-Dollar gelegen hatten. Für das Gesamtjahr prognostiziert der neue CEO Alex Chriss einen Gewinn von 4,98 US-Dollar je Aktie (+21 %). Die Notierungen waren im regulären Handel leicht um -0,27 % auf 51,66 US-Dollar gesunken und konnten dann im nachbörslichen Handel stark um 3,93 % auf 53,69 US-Dollar steigen. 

 

Airbnb mit Überraschung

 

Damit hatte die Wall Street nicht gerechnet. Der Gewinn nach Steuern im 3. Quartal sprang bei Airbnb (US0090661010) von 1,21 auf 4,37 Mrd. US-Dollar. Die Erwartung lag im Vorfeld lediglich bei einem Drittel dessen. Dennoch rutschte der Kurs nachbörslich um -2,82 % auf 116,10 US-Dollar ab. Worin liegt die Enttäuschung? Der Gewinnsprung resultierte im Wesentlichen aus einer Steuerrückzahlung in Höhe von 2,7 Mrd. US-Dollar. Bereinigt um diesen positiven, aber einmaligen Sondereffekt stieg der Gewinn „nur“ um 32 %. Der Umsatz hingegen erreichte ein Niveau von 3,37 Mrd. US-Dollar nach 2,88 Mrd. US-Dollar im Vorjahr, was unter den Erwartungen lag, die auf mindestens 3,4 Mrd. US-Dollar gesetzt hatten. Noch schwieriger: Der Umsatz im laufenden Quartal soll nur zwischen 2,13 und 2,17 Mrd. US-Dollar liegen, was ebenfalls unter der durchschnittlichen Erwartung der Analysten lag. 

 

Tagestermine

 

Die deutschen Arbeitsmarktdaten für den Monat Oktober stehen heute um 09:55 Uhr an. Die Ökonomen erwarten einen leichten Anstieg der Arbeitslosenrate von 5,7 % auf 5,8 % bei einer Zunahme der Zahl der Arbeitslosen um rund 15.000. 

 

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02.11.2023 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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