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BÖRSE TO GO - Adler Modemärkte, CureVac und Samsung Electronics

Adler Modemärkte AG meldet Insolvenz wegen Coronavirus an

 

Der asiatische Handel geht mit Verlusten in die neue Woche. Alle wichtigen Präsenzbörsen verzeichnen Abgaben und die schlechte Stimmung überträgt sich auch auf den Terminmarkt. Eine Viertelstunde vor Eröffnung der europäischen Vorbörse liegen alle wichtigen Futures deutlich im Minus. Der DAX-Future wird -0,99 % tiefer bei 13.959 Punkten gesehen. Der S&P 500 Future notiert -0,64 % tiefer bei 3.793 Punkten und der Nasdaq-Future sinkt um -0,50 % auf 13.032 Punkte. Das Bild sah am vergangenen Freitag noch deutlich freundlicher aus.

Frankfurt gewann an Momentum zum Ausgang der Woche. Alle Benchmarks bis auf den SDAX konnten sich am Freitag verbessern. Der DAX schaffte den Sprung über 14.000 Punkten auf Schlusskursbasis. Am Ende verbesserte sich der Blue Chip Index um 0,58 % auf 14.049,53 Punkte. Die Aktien von RWE konnten sich um 4,86 % auf 38,65 Euro verbessern. Den Vogel schossen die Aktien von Infineon Technologies ab, die um 7,05 % auf 34,23 Euro kletterten. 

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Werbebanner Zürcher Börsenbriefe Der TecDAX war der Tagesgewinner am Freitag. Der Technologieindex stieg um 1,32 % auf 3.293,58 Punkte. Auch hier führte Infineon die Liste der Gewinner an, gefolgt von Jenoptik, die sich um 3,51 % auf 25,94 Euro verbesserten. Einzig und allein der MDAX sank leicht um -0,24 % auf 15.241,87 Punkte. 

Die Wall Street beendete eine starke Woche mit einem starken Abschluss. Wir sahen keine nennenswerten Gewinnmitnahmen vor dem Wochenende. Alle wichtigen US-Benchmarks bis auf den Russell 2000 Index verbesserten sich und setzten neue Allzeithochs auf Schlusskursbasis. Tagesgewinner war der Nasdaq Composite Index, der sich um 1,03 % auf 13.201,98 Punkte verbesserte. Der S&P 500 Index stieg um 0,55 % auf 3.824,68 Punkte. Der Dow konnte noch ein kleines Plus von 0,18 % auf 31.097,97 Punkte herausholen. Einzig und allein der Russell 2000 sank leicht um -0,25 % auf 2.091,66 Punkte. 

 

Adler Modemärkte melden Insolvenz an

 

Wegen Überschuldung hat die Adler Modemärkte AG am Sonntag einen Antrag auf Insolvenzeröffnung gestellt. Im Antrag strebt die Geschäftsführung ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung an, was dem Unternehmen größtmögliche Flexibilität in dieser Phase geben würde. Insbesondere würde der Vorstand weiterhin im Amt bleiben unter Aufsicht eines Sachverwalters. Der Vorstand begründete den Antrag mit der Schließung fast aller Niederlassungen seit Mitte Dezember in Folge des Lockdowns in Deutschland. Der Geschäftsführung ist es nicht gelungen, staatliche Unterstützung zu erhalten oder private Kapitalgeber zu finden. Die ausländischen Tochtergesellschaften sind bisher noch nicht von dem Insolvenzverfahren betroffen.

 

CureVac Impfstoff-Zulassung erst im 2. Quartal

 

CureVac kommt voran, hinkt den Konkurrenten aber immer weiter hinterher. Der Vorstandsvorsitzende Franz-Werner Haas bestätigte, dass der Zeitplan für die Einführung des Impfstoffes sich bis ins 2. Quartal 2021 hinziehen wird. Der Impfstoffkandidat des Unternehmens, das zum Jahresbeginn eine Kooperation mit Bayer eingegangen ist, befindet sich noch in der abschließenden Phase der klinischen Studien. Erst wenn diese Studie erfolgreich abgeschlossen wurde, kann CureVac überhaupt einen Antrag auf Zulassung stellen. 

Das Unternehmen erwartet aktuell, dass die Studie Ende März beendet und dann im April der Antrag auf Zulassung gestellt wird. CureVac erhofft sich von Bayer Unterstützung. Bayer selbst verfügt jedoch über keine hauseigene Expertise was die Impfstoffentwicklung angeht, soll aber bei der Produktion Schützenhilfe liefern, nachdem die Konkurrenz bereits frühzeitig umfassende Produktionskapazitäten weltweit gebucht hatte. Mehr als 300 Mio. Dosen wird CureVac dennoch nicht in 2021 produzieren können. Beide Unternehmen erhoffen sich aber aus der Zusammenarbeit neue Anstöße für zukünftige Projekte.

 

Samsung hofft auf Großauftrag von Intel

 

Die Aktien von Samsung Electronics sind heute früh in Seoul um mehr als 9 % auf ein neues Allzeithoch gestiegen. Der südkoreanische Elektronikkonzern steht Gerüchten zufolge mit dem amerikanischen Chiphersteller Intel in Gesprächen über ein Outsourcing der Chipproduktion. Intel hatte in der Vergangenheit mehrere Rückschläge in der Chipproduktion, dem Kerngeschäft des Konzerns, erlebt und CEO Bob Swan hatte seinen Aktionären versprochen, auf der Analystenkonferenz am 21. Januar 2021 die neuen Pläne zur zukünftigen Produktionsstrategie vorzulegen. Ganz weit vorne im Rennen liegt der Auftragshersteller TSMC aus Taiwan, der auch die nötigen Kapazitäten hat, um Teile der Produktion für Intel zu erledigen. Samsung ist als zweiter Outsourcing-Partner nun ins Gespräch gekommen, was die Bewertung der Aktien beflügelt. 

 

Samsung Electronics

 

Tagestermine

 

China meldete heute früh einen überraschend starken Anstieg der Preise im Dezember. So stieg der Erzeugerpreisindex im Jahresvergleich auf ein Niveau von -0,4 %, nach -1,5 % im November. Erwartet wurde ein Anstieg, aber nur auf -0,8 %. Auch der Verbraucherpreisindex stieg im Dezember im Vergleich zum Vormonat um 0,7 %, während die Prognosen nur mit einem Anstieg um 0,4 % gerechnet hatten. Entsprechend stieg auch der Verbraucherpreisindex im Jahresvergleich von -0,5 % im November auf nun 0,2 %.

Auch für den deutschen Markt erwarten wir heute früh eine Preisindikation. Der Großhandelspreisindex für den Monat Dezember wird um 08:00 Uhr veröffentlicht. Eine Prognose liegt nicht vor. Im November waren die Preise um 0,1 % im Vergleich zum Vormonat gestiegen. 

 

11.01.2021 - Mikey Fritz - mf@ntg24.de

 









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