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CureVac bricht ein, TUI klotzt ran und Wintershall Dea will mehr - BÖRSE TO GO

CureVac liefert enttäuschende Ergebnisse ab - Aktien brechen nachbörslich um -45 % ein

NTG24 - CureVac bricht ein, TUI klotzt ran und Wintershall Dea will mehr - BÖRSE TO GO

 

CureVac liefert im Zwischenbericht einen enttäuschenden Wirksamkeitsgrad. Die Aktien brechen in New York ein. TUI klotzt ran und mobilisiert alle verfügbaren Kapazitäten für den Sommer. Die Preise steigen signifikant. Wintershall Dea sagt seinen Börsengang an. Die erreichbare Bewertung ist zu niedrig. 

Asien übernimmt die schlechte Stimmung von der Wall Street. Nach der Prognose von zwei Zinserhöhungen im Jahr 2023 nahmen Anleger auch in Asien Geld vom Tisch und ließen vor allem in Tokio die Kurse fallen. Der chinesische Aktienmarkt stieg dagegen geschlossen, nachdem Peking nationale Reserven bei besonders nachgefragten Rohstoffen freigegeben hatte. Die Futures spiegeln die schlechte Stimmung ebenfalls wider und signalisieren eine negative Eröffnung in Frankfurt. Der DAX-Future sinkt vor Eröffnung der europäischen Vorbörse um -0,27 % auf 15.649 Punkte, der S&P 500 Future fällt um -0,30 % auf 4.200 Punkte und der Nasdaq-Future gibt um -0,43 % auf 2.301 Punkte ab.

Frankfurt tendierte im Vorfeld der nachbörslichen FED-Sitzung uneinheitlich. Bis auf den MDAX, der sich um 0,29 % auf 34.232,74 Punkte verbessern konnte, sanken alle deutschen Benchmarks. Die stärksten Verluste verzeichnete der SDAX, der um -0,83 % auf 16.209,46 Punkte fiel. Mit deutlichem Abstand folgten der DAX und der TecDAX, die beide -0,12 % abgaben.

Die Volatilität an der Wall Street stieg im Vorfeld der FED-Sitzung deutlich und sorgte für nennenswerten Abgabedruck. Vor allem die Technologietitel an der Wall Street kamen unter Druck. Auch der US-Dollar erlebte eine schnelle und große Aufwertungsbewegung. Nach dem Beginn der Pressekonferenz begannen jedoch die Schnäppchenjäger am Aktienmarkt zurückzukehren und kauften bis kurz vor Handelsschluss zu. Am Ende reichte es aber nicht aus, um die Benchmarks wieder ins Plus zu heben. Der Tagesverlierer war der Dow Jones Industrial Average Index, der um -0,77 % auf 34.033,67 Punkte fiel. Der Nasdaq Composite Index zeigte hingegen relative Stärke und sank nur um -0,24 % auf 14.039,68 Punkte. 

 

CureVac enttäuscht

 

Die Wirksamkeit des CureVac (NL0015436031) Impfstoffes sind ernüchternd. In einer Zwischenauswertung kommt der CVnCoV-Impfstoff des Tübinger Unternehmens nur auf eine Wirksamkeit von 47 %. Damit liegt er nicht nur an letzter Stelle und bleibt sogar hinter der schwachen Wirksamkeit von AstraZeneca (GB0009895292) und Johnson & Johnson (US4781601046) zurück, sondern er bleibt auch unter der Mindestanforderung von 50 % zurück. Bestätigen sich die Daten am Ende, sinken die Chancen auf eine Zulassung auf null. Die Börse zog ihre Konsequenzen und ließ die Aktien im nachbörslichen amerikanischen Handel um -45 % auf 51,50 US-Dollar fallen. 

 

TUI klotzt ran

 

Was sich letztes Jahr nicht einstellen wollte, kommt nun in diesem Jahr. Die Sommerferien sorgen wieder für starke steigende Nachfrage im Tourismusgeschäft. Die Nachfrage übersteigt vielerorts die verfügbaren Kapazitäten. Viele Hoteliers hatten bis zuletzt abgewartet, ob es sich überhaupt lohnt zu öffnen. Insgesamt stehen vergleichsweise wenige Kapazitäten zur Verfügung. Die Branche versucht in einem Kraftakt nun noch Last-Minute so viel Kapazitäten wie möglich zu öffnen. TUI (DE000TUAG000) meldet, dass die Buchungen ab Mai inzwischen sogar das Niveau des Geschäftsjahrs 2019 übertreffen. Man hofft, dass man am Ende im Sommer rund 75 % der Kapazitäten von 2019 anbieten kann. Der starke Nachfrageüberhang sorgt im Übrigen auch für steigende Preise. Die Reisen kosten im Schnitt 25 % mehr als vor zwei Jahren. 

 

TUI

 

Wintershall Dea reicht es nicht

 

Der Gas- und Ölkonzern Wintershall Dea verschiebt überraschend seinen Börsengang. Eigentlich wollte sich das Unternehmen schon 2020 an der Börse listen lassen, doch der harsche Einbruch der Energiepreise hätte zu einer sehr schwachen Bewertung geführt. Die Altaktionäre hatten auf einen Rebound der Preise in 2021 gehofft und auch bekommen. Doch man zeigt sich immer noch unzufrieden mit dem Bewertungsniveau der bereits gelisteten Konkurrenten, an denen sich die eigene Bewertung orientieren würde. Großaktionär BASF (DE000BASF111) machte in diesem Zusammenhang noch einmal deutlich, dass man seine Absicht nicht geändert hat und die Beteiligung an Wintershall Dea verkaufen will. Ohne im Detail konkret zu werden, wurden die Pläne für den Börsengang nun auf 2022 verschoben. 

 

Tagestermine

 

Der Tag beginnt mit der Veröffentlichung der deutschen Auto-Zulassungen für den Monat Mai um 08:00 Uhr. Aufgrund der Einbrüche im Vorjahresmonat wird ein Zuwachs von 90 % im Jahresvergleich erwartet. Im Vergleich zum April wird dagegen ein Rückgang der Neuzulassungen um -21,4 % erwartet. 

Um 09:30 Uhr bekommen wir dann die aktuelle Zinsentscheidung aus der Schweiz. Parallel zur Zinsentscheidung wird auch die Veröffentlichung der geldpolitischen Lagebeurteilung der SNB erwartet. Aktuell liegt der Leitzins für den Franken bei -0,75 %.  

 

17.06.2021 - Mikey Fritz - mf@ntg24.de

 

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