als .pdf Datei herunterladen

Powell spuckt Trump in die Suppe, Gaspreise explodieren und DocMorris sieht weniger Wachstum - BÖRSE TO GO

Powell spuckt Trump in die Suppe - Fed-Chair erwägt bis 2028 zu bleiben

NTG24 - Powell spuckt Trump in die Suppe, Gaspreise explodieren und DocMorris sieht weniger Wachstum - BÖRSE TO GO

 

Powell spuckt Trump in die Suppe. Der Fed-Chair erwägt, sein Amt als Fed-Gouverneur bis 2028 auszuüben. DocMorris warnt, dass man 2026 weniger Wachstum als im vergangenen Jahr erwartet. Der Ausbau der AI-Strategie soll jedoch helfen, die Attraktivität der Online-Apotheke weiter zu steigern. Die Gaspreise im europäischen Handel explodieren am Donnerstag. Die wichtigste LNG-Raffinerie in Katar wurde von weiteren Raketen getroffen und dabei erheblich beschädigt. 

Anzeige:

Werbebanner Zürcher BörsenbriefeIm asiatischen Handel sehen wir am Donnerstagmorgen erhebliche Verluste. Der KOSPI rutschte um -2,73 % auf 5.763,22 Punkte, der Nikkei 225 gab um -3,57 % auf 53.266,50 Punkte ab und der Hang Seng Index beendete den Handel -2,02 % tiefer bei 25.500,58 Punkten.

Schon vor der Fed-Sitzung lasteten am Mittwoch Verkäufe auf dem Handel in Frankfurt. Am stärksten erwischte es den TecDAX, der um -1,10 % auf 3.559,66 Punkte zurückfiel. Der größte Verlierer waren dabei die Nordex (DE000A0D6554) Aktien, die um -3,22 % auf 44,46 Euro fielen. Auch der DAX gab erheblich ab und rutschte um -0,96 % auf 23.502,25 Punkte. Einzig und allein der MDAX konnte sich im Plus halten und stieg leicht um 0,13 % auf 29.519,42 Punkte. Der größte Gewinner im Mid-Cap Index war Knorr-Bremse (DE000KBX1006), deren Kurs um 2,97 % auf 102,40 Euro stieg. 

In New York baute sich nach der Fed-Sitzung und der Pressekonferenz mit Chair Powell deutlicher Verkaufsdruck auf. Die US-Benchmarks waren bereits mit Verlusten in die Sitzung gegangen und kamen mit deutlich höheren heraus, die man dann auch in den Handelsschluss trug. Am stärksten erwischte es den Dow Jones Industrial Average Index, der um -1,63 % auf 46.225,15 Punkte fiel. Die Aktien von McDonald’s (US5801351017) führten dabei die Liste der Verlierer an. 

 

Video -

 

Powell spuckt Trump in die Suppe

 

Der wichtigste Aspekt der Pressekonferenz am Mittwochabend fand in wenigen Sätzen statt. Fed-Chair Powell kündigte an, dass er seinen Posten so lange ausüben wird, bis sein Nachfolger durch den Senat bestätigt wird. Durch ein mögliches Überschreiten seiner eigenen Amtszeit wandelt sich seine Position per Gesetz automatisch zum Chair Pro Tempore - dem Fed-Vorsitzenden auf Zeit. Kein neuer oder unüblicher Prozess. Viel bedeutender war aber die Ankündigung von Powell, dass er im Board of Directors bleiben wird, bis die Ermittlungen des US-Justizministeriums gegen ihn und die Federal Reserve ganz und vollständig beendet sind. Das Justizministerium wirft der US-Notenbank vor, dass sie angeblich das Budget für Renovierungen und Sanierungen von Gebäuden der Federal Reserve falsch gehandhabt haben soll. Eine offensichtlich an den Haaren herbeigezogene Ermittlung. In einem Nebensatz kam dann der echte Sprengstoff: Powell erwägt, seine volle Amtszeit als Fed-Gouverneur bis 2028 ausüben. Nicht mehr als Fed-Chair, aber als stimmberechtigtes Mitglied, wodurch die Trump-Administration seinen Platz nicht mit einem Loyalen besetzen kann, was wiederum den Plan zum Entgleisen bringt, die Struktur der US-Notenbank so umzubauen, dass Präsident Trump Einfluss auf die Zinsentscheidungen nehmen kann. 

 

Gaspreise explodieren

 

Die Eskalationsschraube dreht sich im Iran-Krieg weiter. Die Gaspreise im europäischen Terminhandel klettern am Donnerstagmorgen kräftig um bis zu 35 % auf 70 Euro je MWh, nachdem Qatarenergy meldete, dass mehrere Raketen die wichtige LNG-Raffinerie in Ras Laffan getroffen und erheblichen Schaden angerichtet haben. Dieser Standort liefert in normalen Zeiten rund ein Fünftel des weltweiten LNG-Angebots. Die Auslieferungen sind bereits seit Beginn des Iran-Kriegs so gut wie zum Erliegen gekommen, aber eine umfangreiche Beschädigung der Anlage kann das Wiederanlaufen der Produktion erheblich verzögern. Experten befürchten, dass die Schäden zu einem monatelangen Ausfall der Raffinerie führen werden. 

 

DocMorris erwartet weniger Wachstum in 2026

 

Das Rezeptgeschäft war 2025 der Wachstumstreiber für DocMorris (CH0042615283). Währungsbereinigt stiegen hier die Umsätze um 33,2 %. Die Online-Apotheke profitiert erheblich von der Einführung des E-Rezepts, wobei die Kernmarke „DocMorris“ selbst den Umsatz um 20 % steigern konnte. Die anderen Bereiche Digital Services (TeleClinic), Retail Media und Marktplatz konnten den währungsbereinigten Umsatz sogar um 110 % steigern und lieferten einen positiven Ergebnisbeitrag ab. Insgesamt steigerte man den Außenumsatz um 9,3 % auf 1,19 Mrd. Franken, weitete dabei aber den operativen Verlust vor Steuern und Zinsen auf -96,9 Mio. Franken aus. Nach Steuern ergab sich ein Verlust von -134,4 Mio. Franken. Die Geschäftsführung dämpfte allerdings die Erwartungen für 2026 und kündigte nur ein Umsatzwachstum von 20 % im Rezeptgeschäft an. Eine deutliche Abkühlung der Dynamik zu 2025. Die Kundenbindung will man in diesem Jahr durch den Aufbau von AI deutlich erhöhen. Man arbeitet mit Google zusammen, um einen AI-Gesundheitsbegleiter und eine AI-gestützte Online-Apotheke aufzubauen. Dazu wird neu Angeli Möller die Funktion als Chief Digital Health Officer übernehmen. 

 

 

Tagestermine

 

Die Bank of Japan beließ in der Nacht den Yen-Leitzins unverändert bei 0,75 %. Die japanische Notenbank schaut mit großer Sorge auf die Entwicklungen im Nahen Osten. Japan hat keine nennenswerten Energieressourcen und ist fast vollständig von Energieimporten abhängig, was die Inflationsentwicklung schon kurzfristig negativ beeinflussen kann. 

 

DocMorris AG-Aktie: Kaufen oder verkaufen?

 

Die neuesten DocMorris AG-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für DocMorris AG-Aktionäre. Lohnt sich aktuell ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen?

Konkrete Empfehlungen zu DocMorris AG - hier weiterlesen...

 

 

19.03.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

Auf Twitter teilen     Auf Facebook teilen


Informiert bleiben - Wenn Sie bei weiteren Nachrichten und Analysen zu einem in diesem Artikel genannten Wert oder Unternehmen informiert werden möchten, können Sie unsere kostenfreie Aktien-Watchlist nutzen.








Ihre Bewertung, Kommentar oder Frage an den Redakteur


Bitte geben Sie die Anzahl der unten gezeigten Eurozeichen in das Feld ein.
>

 



 

 

Haftungsausschluss - Die EMH News AG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Empfehlungen sowie für Produktbeschreibungen, Preisangaben, Druckfehler und technische Änderungen. (Ausführlicher Disclaimer)