Erfreuliche Fortschritte bei DocMorris, MFE ebenfalls auf dem richtigen Weg, Bestmarken bei der Bank of New York Mellon, doch Heidelberger Druckmaschinen patzt mit Zahlen
Am Donnerstag gab es für Anleger nur wenig zu meckern
Trotz etlicher noch bestehender Krisen und anhaltender Unsicherheiten scheinen die Bullen wieder das Zepter in die Hand nehmen zu wollen. Rückenwind gibt es natürlich von Fortschritten bei Friedensverhandlungen im Iran. Laut US-Präsident Donald Trump soll ein dauerhafter Frieden wohl in unmittelbarer Nähe sein. Sein Wort sollte man nicht auf die Goldwaage legen. Doch schon allein die bisher haltende Waffenruhe lässt die Börsianer aufatmen.
Begleitet werden die Entwicklungen in der Geopolitik vom Beginn der Berichtssaison, was bisher einige erfreuliche Neuigkeiten mit sich brachte. Solche hatte auch DocMorris (CH0042615283) mit den jüngsten Quartalszahlen zu bieten. Die Umsätze legten um 11,7 Prozent bis auf 303,8 Millionen Franken zu, was vor allem einem stark wachsenden Geschäft mit rezeptpflichtigen Medikamenten zu verdanken war.
Für einen Gewinn reichte es zwar noch nicht. Beim Ebitda ging das Minus allerdings von 16,1 Millionen Euro aus dem Vorjahreszeitraum auf nun 6,3 Millionen Euro zurück. Der Vorstand bekräftigt, noch in diesem Jahr die Gewinnschwelle erreichen zu wollen. Das reicht den Anteilseignern zusammen mit der guten Stimmung an den Märkten aus, um die Aktie um rund zehn Prozent auf 6,86 Euro in Richtung Norden zu befördern. Damit wird der höchste Stand seit etwa drei Monaten markiert.
MFE macht Fortschritte
Bei der neuen ProSiebenSat.1-Mehrheitseignerin MFE-MediaForEurope (NL0015001OI1) zeigten die Quartalszahlen ebenfalls erfreuliche Entwicklungen. Der Nettogewinne konnte sich gut verdoppeln und damit auf 300,7 Millionen Euro ansteigen. Das Ebit brach lediglich aufgrund von Restrukturierungskosten um 33 Prozent ein. Dafür legten die Werbeeinnahmen von 2,7 Milliarden Euro aus dem Vorjahreszeitraum auf nun 3,24 Milliarden Euro zu. Damit dürfte nicht jeder gerechnet haben.
Die Aktie machte im gestrigen Handel zwar keine gigantischen Sprünge. Immerhin konnte aber die Ende März begonnene Erholung fortgesetzt werden. Zu Handelsschluss reichte es für 2,76 Euro auf dem Ticker. Damit trauen die Bullen sich an den Angriff auf charttechnische Widerstände heran. Richtig spannend wird es allerdings erst bei der 3-Euro-Marke.
Bank of New York Mellon im Rallyemodus
Wie eine waschechte Rallye aussieht, versuchte derweil die Bank of New York Mellon (US0640581007) zu zeigen. Dort ging es mit den Kursen nach sehr erfreulichen Ergebnissen kräftig nach oben. Der Gewinn je Aktie im ersten Quartal landete bei 2,25 US-Dollar und damit deutlich über den 1,93 Dollar, welche die Konsensschätzung der Analysten vorsah. In Kombination mit den Hoffnungen auf einen Friedensschluss am Persischen Golf ließen die Käufer da ihre Hemungen am Donnerstag fallen.
Der Kurs verbesserte sich um 2,2 Prozent bis auf 134,84 Dollar. Zeitweise konnte bei 135,80 Dollar sogar ein frisches Allzeit-Hoch auf die Beine gestellt werden. Die gute Stimmung scheint weiterhin anzuhalten. Nachbörslich waren ebenfalls grüne Vorzeichen zu sehen. Allgemein befinden sich die US-Banken in bester Verfassung, was zuletzt lediglich von unschönen Sorgen um die weitere Zinsentwicklung gestört wurde. Ganz verschwunden sind solche und andere Risiken noch nicht.
Heidelberger Druckmaschinen kann nicht liefern
Leider gab es für die Börsianer gestern nicht nur erfreuliche Neuigkeiten zu entdecken. Für Enttäuschung sorgte Heidelberger Druckmaschinen (DE0007314007) mit der Kunde darüber, das Ergebnisziel für das abgelaufene Geschäftsjahr verfehlt zu haben. Laut vorläufigen Zahlen sollen die Umsätze zwar im Bereich der anvisierten 2,35 Milliarden Euro liegen. Die operative Marge jedoch wird sich wohl bei 6,6 Prozent einpendeln. Zuvor wurden 7,1 Prozent in Aussicht gestellt.
Das schmeckte den Aktionären überhaupt nicht und so ging es mit dem Kurs im hohen Tempo abwärts. 1,56 Euro standen zu Handelsschluss am Donnerstag noch auf dem Ticker. Das sind satte 11,2 Prozent weniger als tags zuvor. Allerdings erlebte die Heidelberger Druckmaschinen-Aktie zu Wochenbeginn dank Chancen auf neue Erfolge im Drohnenabwehr-Geschäft auch enormen Rückenwind. Aus der Hand gegeben wurden nicht sämtliche Aufschläge. Im Wochenvergleich bleib ein Plus von rund elf Prozent.
Das sieht gut aus!
Ein einzelner Handelstag macht zwar noch keinen Börsentrend. Doch solange die Zeichen weiterhin auf Frieden im Nahen Osten stehen, bleiben die Bullen klar im Vorteil. Das gilt insbesondere bei einer bisher größtenteils recht erfreulichen Berichtssaison. Denn damit im Hinterkopf setzt sich auch vermehrt die Ansicht durch, dass vielleicht nicht alle vorstellbaren Horrorszenarien aus den letzten Wochen auch tatsächlich Realität werden müssen.
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17.04.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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