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BÖRSE TO GO - 1&1 Drillisch, Deliveroo und Uniper

Fortum tauscht Uniper-Spitze aus - Maubach und Tuomela übernehmen

 

Die asiatischen Börsenplätze entwickeln sich am Dienstag positiv. Im Mittelpunkt stehen die Kursgewinne an den chinesischen Börsen, die für gute Stimmung sorgen. Australien kann dem positiven Trend nicht folgen und die Börse Sidney verzeichnet heute klare Verluste. Die wichtigsten Futures entwickeln sich heute früh noch verhalten. Der DAX-Future wird leicht höher bei 14.892 Punkten gesehen, der S&P 500 Future notiert leicht im Plus bei 3.962 Punkten. Der Nasdaq-Future wird -0,11 % tiefer bei 12.930 Punkten gepreist. 

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Werbebanner Zürcher Börsenbriefe Nur die Blue Chips konnten sich am Montag in Frankfurt behaupten. Der DAX stieg gegen den insgesamt negativen Markttrend um 0,47 % auf 14.817,72 Punkte. Der Tagesverlierer war hingegen der MDAX, der um -0,43 % auf 31.460,50 Punkte fiel. SDAX (-0,33 %) und TecDAX (-0,36 %) gaben ebenfalls beide ab.

Nach dem Kollaps des Hedgefonds Archegos entwickelte sich die Wall Street am Montag durchwachsen. Der Dow Jones Industrial Average führte die wichtigsten amerikanischen Benchmarks an und stieg bis zum Schluss um 0,30 % auf 33.171,37 Punkte. Alle anderen Benchmarks gaben ab. Der S&P 500 Index verzeichnete ein kleines Minus von -0,09 % auf 3.971,09 Punkte, während der Nasdaq Composite Index um -0,60 % auf 13.059,65 Punkte sank. Der Russell 2000 Index war mit Abstand der größte Tagesverlierer und rutschte um -2,83 % auf 2.158,68 Punkte ab.

 

Schlappe für 1&1 Drillisch

 

Seit Jahren kämpft 1&1 Drillisch (DE0005545503) mit seinem Partner um die Preise und Zugänge. Telefónica Deutschland (DE000A1J5RX9) war aufgrund der Übernahme von E-Plus vor sieben Jahren von der EU dazu verpflichtet worden, bis zu knapp einem Drittel seiner Netzkapazitäten an einen Mitbewerber zu verkaufen. 1&1 Drillisch nutzt auf Basis dieser Auflage das Netz von Telefónica Deutschland streitet sich aber seit Langem um die Zugangspreise. Ein Gutachter kam nun jüngst zu dem Schluss, dass das von 1&1 Drillisch eingeleitete Verfahren zur Überprüfung der Preise unbegründet sei. Telefónica Deutschland gab entsprechend gestern Abend bekannt, dass man die Preise nicht ändern wird. 

 

Wenig Appetit für Deliveroo

 

London schaut seit Wochen auf das bevorstehende IPO des Lieferdienstes Deliveroo. Für diesen Mittwoch ist der Börsengang nun geplant und auf der letzten Meile kommt der Prozess ordentlich ins Schlingern. Ursprünglich hatte Deliveroo seine geplante Marktkapitalisierung deutlich von 7,2 auf 8,9 Mrd. Pfund angehoben. Man ging mit einer aggressiven Preisspanne von 3,90 bis 4,60 Pfund je Aktie in die Roadshow, nur um dann auf scharfe Kritik vonseiten wichtiger britischer Investoren zu stoßen. Die kritisierten neben der hohen Bewertung vor allem die potenziellen arbeitsrechtlichen Probleme, die Deliveroo hat. Eine gemeinsame Untersuchung der Presse und Gewerkschaft kam zu dem Ergebnis, dass mehr als 300 Kuriere des Unternehmens weniger als den Mindestlohn erhalten. Riskant für die Investoren ist auch das jüngste Uber (US90353T1007) Urteil in Großbritannien, das die Amerikaner verpflichtete, ihre scheinselbstständigen Fahrer in Zukunft als Mitarbeiter zu führen. Wird gegen Deliveroo ein vergleichbares Urteil gefällt, ist die Werthaltigkeit des Unternehmens deutlich geringer als beworben. Entsprechend dieser negativen Entwicklungen war Deliveroo gezwungen, kurz vor dem Börsengang die Preisspanne auf 3,90 bis 4,10 Pfund je Aktie zu senken.

 

Fortum tauscht Uniper-Spitze aus

 

Mit sofortiger Wirkung verlassen der Vorstandsvorsitzende und der Finanzvorstand von Uniper (DE000UNSE018) das Unternehmen. Die Positionen werden durch den bisherigen Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus-Dieter Maubach und die Aufsichtsrätin Tiina Tuomela besetzt. Herr Maubach wird den Posten des Vorstandsvorsitzenden und Frau Tuomela den Posten des Finanzvorstands übernehmen. Im Gegenzug scheiden beide zur Hauptversammlung aus dem Aufsichtsrat aus und legen bis dahin ihre Ämter nieder. Zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden wurde Markus Rauramo, der Chef der Mutter Fortum (FI0009007132), gewählt.

 

Uniper SE

 

Mit der Rochade versuchen die Finnen erneut Ruhe in das Unternehmen zu bringen. Nicht der erste Versuch, denn schon die nun abgelöste Spitze galt als freundlich gegenüber der Mutter, die lange um die Mehrheit und Kontrolle der ehemaligen E.ON-Tochter gekämpft hatte. 

 

Tagestermine

 

Ist die Inflation zurück? Um 14:00 Uhr veröffentlicht Deutschland den vorläufigen Verbraucherpreisindex für den Monat März. Im Jahresvergleich erwarten die Ökonomen einen kräftigen Anstieg der Inflation von 1,3 % auf 1,7 %. Auf Basis der EU-harmonisierten Kalkulation soll der Verbraucherpreisindex sogar von 1,6 % auf 2,0 % gestiegen sein.

Am Nachmittag steht ein wichtiger Sentiment Index im Mittelpunkt. Um 16:00 Uhr gibt das amerikanische Conference Board den Index des Verbrauchervertrauens bekannt, das im März laut den Prognosen deutlich von 91,3 Punkten auf 96,9 Punkte geklettert sein soll.

 

30.03.2021 - Mikey Fritz - mf@ntg24.de

 









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