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Rohstoffsteuer in Chile wird wahrscheinlicher – Glencore, Freeport McMoRan betroffen

Neues Rohstoffsteuergesetz in Chile nimmt nächste legislative Hürde

NTG24 - Rohstoffsteuer in Chile wird wahrscheinlicher – Glencore, Freeport McMoRan betroffen

 

Der weltweit größte Kupferproduzent Chile setzt die Gesetzgebungs-Pläne für die Einführung einer Verkaufssteuer für Kupfer fort. Eine solche dürfte zumindest kurzfristig die hohen notwendigen Investitionen in die entsprechenden Minen bremsen. Die langfristigen Effekte dürften aber von der Preisentwicklung abhängen. Unternehmen wie Glencore und Freeport McMoRan sind in beiden Fällen betroffen.

Die Begehrlichkeiten in Bezug auf den Rohstoffsektor sind in Lateinamerika im Allgemeinen und in Chile im Besonderen derzeit groß, der Finanzierungsbedarf aber auch. Allerdings nicht nur für die Finanzierung der betreffenden Minen zu, sondern auch für die Finanzierung des zu erneuernden ,,sozialen Vertrages‘‘, der die institutionelle und soziale Stabilität des Landes gewährleisten soll und der seit Monaten ausgehandelt wird.

Die Begehrlichkeiten erwachsen aus einem steilen Anstieg der Rohstoffpreise im Allgemeinen und des Kupferpreises im Besonderen. Wie die Kursentwicklung des Kupferpreises zeigt, hat dieser im laufenden Jahr ein neues Allzeithoch erreicht.

 

 

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Werbebanner ClaudemusDiesen ökonomischen Vorteil will Chile nun verstärkt umverteilen, weshalb seit Monaten ein Gesetzgebungsverfahren für eine ,,Royality Bill‘‘ läuft.

Relevant ist dies vor allem deshalb, weil Chile der größte Kupferexporteur weltweit und der Einfluss auf den Kupferpreis deutlich spürbar ist. Wir hatten zuletzt in unserem Beitrag vom 02.11.2021 ,,Kupferproduktion in Chile geht zurück‘‘ darüber berichtet, dass das Land im September deutlich weniger Kupfer als 2020 produzierte.

Nachdem nun das chilenische Unterhaus einen entsprechenden Gesetzentwurf verabschiedete und an den Senat weiterleitete, hat dieser nun mit knapper Mehrheit für die Fortsetzung des Gesetzesvorschlages und Änderungen daran votiert.

Die betroffenen Minenunternehmen, zu denen neben dem staatlichen Kupferkonzern Codelco ausländische Konzerne wie Glencore (JE00B4T3BW64) und Freeport McMoRan (US35671D8570)

gehören, haben die Pläne einer zusätzlichen Rohstoffsteuer nachdrücklich abgelehnt und darauf verwiesen, dass im Falle einer Verabschiedung des Gesetzes die Schließung vieler Minen drohe.

Der aktuelle Gesetzentwurf sieht dabei eine Umsatzsteuer auf Kupferverkäufe in Höhe von 3 % vor.

 

Und was ist das Fazit?

 

Sollte die aktuelle Fassung oder eine ähnliche Version des Gesetzentwurfes verabschiedet werden, ist mittelfristig mit einigen Minenschließungen im Kupferbergbau Chiles zu rechnen, insbesondere bei jenen Minen, deren Produktionskosten zu hoch sind. Welche Auswirkungen dies auf die produzierten Mengen haben wird, ist derzeit kaum abzuschätzen.

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Werbebanner ISIN-WatchlistDenn die große Unbekannte dieser Gleichung bleibt auch weiter im Prognose-Nebel. Sollte der Kupferpreis seinen Ausbruch von diesem Jahr bestätigen, wäre aus charttechnischer Sicht der Startschuss zur nächsten Etappe in einem neuen langfristigen Aufwärtstrend für eines der für eine ,,grüne Weltwirtschaft‘‘ strategisch wichtigen Metalls gegeben. Dies würde die Rentabilitätsrechnung der Kupferförderung auch unter Berücksichtigung einer möglichen Verkaufssteuer deutlich besser ausfallen lassen.

 

01.12.2021 - Arndt Kümpel

Unterschrift - Arndt Kümpel

 

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