Die Commerzbank wehrt sich weiter gegen Übernahmeavancen von UniCredit und setzt dabei vor allem auf eine starke Prognose
Stellen streicht die Commerzbank auch ohne Übernahme
Am Dienstag legte UniCredit offiziell sein Übernahmeangebot für die Commerzbank vor, was in der dortigen Chefetage noch immer nicht gut ankommt. Nun hält das Frankfurter Geldhaus mit starken Quartalszahlen und einem noch besseren Ausblick dagegen. Die Strategie lautet offenbar weiterhin, die Übernahme durch einen möglichst hohen Aktienkurs so unattraktiv wie möglich zu gestalten.
Punkten konnte die Commerzbank (DE000CBK1001) mit einem Nettogewinn von 913 Millionen Euro im letzten Quartal. Damit konnten die Erwartungen der Börsenprofis klar übertroffen werden. Auch die Ziele für das Gesamtjahr wurden angehoben. Ungewöhnlich früh aktualisierte die Commerzbank zudem ihre mittelfristigen Ziele, was als klare Antwort auf UniCredit zu verstehen ist.
Die Erträge sollen bis zum Jahr 2030 auf 16,8 Milliarden Euro anwachsen und beim Nettogewinn werden 5,9 Milliarden Euro erwartet. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen weitere Stellen gestrichen werden. Rund 3.000 Vollzeit-Stellen sind dafür eingeplant. Konzernchefin Bettina Orlopp ließ wissen, dass „jede Alternative“ sich an diesen Zielen messen lassen müsse.
Ohne Namen zu nennen, deutete Orlopp damit in Richtung UniCredit. Dort ist für den Fall einer Übernahme mit der Streichung von rund 7.000 Stellen geplant und der Nettogewinn soll bis zum Jahr 2028 auf 5,1 Milliarden Euro steigen. Auf eigenen Füßen scheint das Institut nicht schlechter dazustehen. Zudem liegt das Übernahmeangebot von UniCredit bislang deutlich unter dem tatsächlichen Aktienkurs.
Commerzbank: Es bleibt spannend
Die Übernahmeschlacht um die Commerzbank wird so schnell nicht enden. Das hält die Aktie auf einem hohen Niveau, sorgt aber auch für eine nicht zu unterschätzende Volatilität. Fundamentale Überlegungen treten derweil in den Hintergrund und es wird vor allem viel spekuliert. Das zeigt sich auch anhand der Kursbewegungen. Trotz hervorragender Ergebnisse startete die Commerzbank-Aktie heute Morgen mit Verlusten von rund zwei Prozent in den Handel.
Commerzbank AG-Aktie: Kaufen oder verkaufen?
Die neuesten Commerzbank AG-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Commerzbank AG-Aktionäre. Lohnt sich aktuell ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen?
Konkrete Empfehlungen zu Commerzbank AG - hier weiterlesen...
08.05.2026 - Christian Teitscheid

Auf Twitter teilen Auf Facebook teilen
Informiert bleiben - Wenn Sie bei weiteren Nachrichten und Analysen zu einem in diesem Artikel genannten Wert oder Unternehmen informiert werden möchten, können Sie unsere kostenfreie Aktien-Watchlist nutzen.
Folgende Artikel könnten Sie auch interessieren
Ihre Bewertung, Kommentar oder Frage an den Redakteur
Haftungsausschluss - Die EMH News AG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Empfehlungen sowie für Produktbeschreibungen, Preisangaben, Druckfehler und technische Änderungen. (Ausführlicher Disclaimer)






22.04.2026
20.04.2026
08.04.2026
24.03.2026