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BioNTech, Moderna und Valneva im Corona-Abhängigkeits-Trilemma – Breit aufgestellte Forschungslabore wie CHARLES RIVER oder MEDPACE künftig klar im Vorteil (TEIL 1)

Update zum Themendepot Zukunftstechnologien 05.09.2021

NTG24 - BioNTech, Moderna und Valneva im Corona-Abhängigkeits-Trilemma – Breit aufgestellte Forschungslabore wie CHARLES RIVER oder MEDPACE künftig klar im Vorteil (TEIL 1)

 

In der vorangegangenen Börsenwoche vom 30.08 – 03.09. verzeichnete das Themendepot ZUKUNFTSTECHNOLOGIEN einen erneuten Wertanstieg um + 1,4 %, was vorrangig auf signifikanten Kursanstiegen von gleich 8 Aktientiteln um über 4 % beruhte. Die gleichzeitige Befestigung des MSCI WORLD (Euro)-Indexes in der letzten Woche um lediglich + 0,15 % wurde damit ein weiteres Mal mühelos übertroffen. Seit Auflegung des Themendepots Zukunftstechnologien am 04.05.20 wurde damit innerhalb nur eines Jahres auf Währungsbasis Euro eine Nettoperformance (vor Dividendenzahlungen) von nicht weniger als + 75,9 % erzielt. Somit erreichte das Depot gegenüber dem MSCI World (Euro)-Index eine hochgradige Outperformance von nicht weniger als + 29,7 %.

Erneut zählten Aktien pharma- und biomedizinwissenschaftlich breit aufgestellter Forschungslabore in der vorangegangenen Woche zu den nennenswertesten Outperformern des Themendepots Zukunftstechnologien wie auch erst recht zum MSCI WORLD (Euro)-Index, indem z.B. die in diesem Segment zu den dynamischsten Aufsteigern der „2. Reihe“ zählende und aktuell mit 7 Mrd. USD marktkapitalisierte US-amerikanische Aktie von MEDPACE HOLDINGS (US58506Q1094) um + 8,0 % hochsprang, während unser zweiter, gegenüber Medpace deutlich größerer US-Depotvertreter dieses Themenbereichs, CHARLES RIVER LABORATORIES (US1598641074) zwar “nur“ um + 2,9 % kletterte, dabei aber in ihrer aktuellen Markkapitalisierung von 22 Mrd. USD seit der Erstallokation im Depot am 15.03.21 nun ebenfalls bereits eine hoch erfreuliche Performanceerzielung in US-Dollar von + 57,5 % verzeichnet.

Auch in dieser bestechend dynamischen wie aber auch weiterhin ungebrochen soliden Rallye beider Aktien MEDPACE und CHARLES RIVER tritt derzeit somit unübersehbar immer stärker exakt das gleiche Anlegerkalkül-Phänomen zu Tage, das auch zuletzt ebenso die Rallyes der BioNTech-Produktions- und Logistikpartner DERMAPHARM (DE000A2GS5D8) und SIEGFRIED HOLDING (CH0014284498), sowie bis zu ihrer spezifischen Schockmeldung einer fahrlässig ausgelösten Verunreinigung des Vakzins von Moderna auch ihren integralen europäischen Kooperationspartner LABORATORIOS FARMACEUTICOS ROVI (ES0157261019) nicht weniger als den aktuell noch weit größeren Moderna-Vertragspartner, die schweizerische LONZA (CH0013841017) beflügelte:

Anzeige:

Werbebanner ISIN-WatchlistNämlich die Tatsache, dass es sich bei allen vorgenannten Unternehmen, völlig unabhängig davon, ob diese ihren Geschäfts-Hauptsitz nun in den USA oder Europa haben, jeweils um Konzerne mit elementarsten Corona-Impfstoffunterstützungs-Aktivitäten handelt, sei es vor allem in Basissequenzierungen und daraus folgenden Testungskits sowie Impfstoffrezeptur-Ableitungen von Covid 19- oder auch den zugrundeliegenden tierischen SarsCov2- Virussträngen (sog. Patterns), der Koproduktions-Begleitung dieser Impfstoffentwicklungen oder deren abschließender Endabfüllungs- und Vertriebs- / Logistikdienstleistungen.

Was all diesen international anerkanntesten Forschungslaboren jedoch zudem - und perspektivisch dabei noch deutlich wichtiger - gemeinsam ist, ist die Tatsache, dass es sich bei diesen nun schon bereits Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte vor ihren jetzigen Auftragsgewinnungen durch BIONTECH (US09075V1026) oder MODERNA (US60770K1079) um therapeutisch breitest aufgestellte pharma- wie auch biotechnologische Forschungsinstitute handelt, bei denen die aktuellen Corona-spezifischen Zusatzaufträge zwar ein grundsätzlich hoch lukratives weiteres Ertrags-„Add-On“ darstellen, aber in ihrer jahrelang bestehenden hoch traditionsreichen und profitabelsten Forschungsunterstützung auch auf einer Vielzahl anderer Therapiegebiete bei weitem nicht die einzige Aktivität darstellt.

 

Chart: CHARLES RIVER LABORATORIES und MEDPACE gegen MSCI WORLD-Index (jeweils in Euro)

 

 

Corona-Impfstoffhersteller der „1. Reihe“: Gewinneinbruch ab 2023 hoch wahrscheinlich

 

Folglich ist es bereits jetzt als praktisch vorgezeichnet anzusehen, dass all diese Forschungslabore in ihrem zusätzlichen anderweitigen glänzenden und hoch ertragreichen Dienstleistungspositionierungs-Profil in vielfältigen weiteren Therapiefeldern in der Lage sein dürften, die von den Analysten in jedem Fall ab 2023 nun fast schon unisono als unabwendbar prognostizierten Ertragszenit-Überschreitungen mehr oder weniger reiner Corona-Impfstoffhersteller der „1. Reihe“ in ihrem eigenen Konzern mühelos abzufedern.

Den in ihrem derzeitigen Geschäftsprofil nahezu völlig „Mono-Produkt“-konzentrierten Senior- Hauptproduzenten aktueller / künftiger Corona-Impfstoffe dürften jedoch ab 2023 nach jeglichem Analystenkonsens bei rückläufigen Umsätzen und forciert durch wettbewerbs- wir auch forschungskostenbedingt sinkende Impfstoffmargen unmittelbar massive Gewinnrückgänge ins Haus stehen.

Aus unserer Sicht wäre dies selbst auch bei künftigen spezifischen Booster-Entwicklungen gegen einzelne Corona-Mutationen zu erwarten, da sich Viren-/Parasiten-Impfstoffentwicklungen nach jeglichen Erfahrungen in der langfristigen Vergangenheit (z.B. im Bereich der Hepatitis A/B- oder Malaria-Prohylaxen) immer erst nur dann nachhaltig weltweit und erst dadurch auch profitabel durchsetzen konnten, wenn diese Vakzine a) tatsächlich auf einen Schlag auch gegen alle bekannten Mutationen praktisch uneingeschränkt wirksam waren (extremstes Gegenbeispiel: wegen bislang kaum therapierbarer, individuell völlig unterschiedlich mutationsfähiger HIV-Zerstörung des menschlichen Immunsystems noch kein einzig weltweit entwickelter und anerkannter Impfstoff gegen AIDS) und zudem auch b) maximal, wie bei Hepatitis oder Malaria, in jedem Fall zwei Impfungen im 6 Wochen-Abstand ausreichend sein sollten, um gegen derartige Virus- (wie Hepatitis) oder auch Parasiteninfektionen (wie Malaria) damit bereits jahrelang geschützt zu sein.

Von der Erfüllung dieser qualitativ höchsten Anforderungen an nachhaltig/langfristig wirksamste und damit gesichert profitabelste Ertragserzielungen mit ihren Impfstoffen sind jedoch in der aktuell noch relativen Frühphase ihrer Impfstoffentwicklungen selbst BIONTECH wie auch MODERNA aus unserer Sicht noch ein gutes Stück entfernt (siehe derzeit ständig weiter laufende Studien zur Frage universaler Wirksamkeit gegen alle bekannten Covid 19-Mutationen wie auch der definitiven Verzichtbarkeit einer Drittimpfung zur Herstellung eines vollen Impfschutzes), weshalb wir uns dem gegenwärtigen Analystenkonsens auch vollauf anschließen, dass innerhalb des Jahres 2023 der Gewinnzenit all dieser Corona-Impfstoffhersteller definitiv erreicht sein dürfte, sofern bis dahin der Impfstoffbedarf durch ein allgemeines Abklingen der Corona-Pandemie zusätzlich generell weltweit gesunken sein sollte (was wir als sehr wahrscheinlich erachten) und es bis dahin auch nicht zu einer weiteren entscheidenden qualitativen Weiterentwicklung dieser Impfstoffe gekommen ist.

 

Aktien von BIONTECH, MODERNA und VALNEVA weiterhin überbewertet und nicht kaufenswert

 

In diesen entsprechend weiterhin sehr kritischen Analysten-Konsensprognosen (erwarteter Nettogewinn BIONTECH 2022/23: - 33 %, 2023/24: weitere - 37 % / erwarteter Nettogewinn MODERNA 2022/23: - 55 %, 2023/24: weitere - 75 %) macht derzeit auch nicht einmal die Aktie der französischen VALNEVA (FR0004056851), die derzeit wegen ihrer neuartigen, gegenüber den klassischen mRNA-Verfahren von BIONTECH und MODERNA angeblich revolutionären Impfstoff-Entwicklungsstrategie auf Basis abgetöteter Covid 19-Viren regelrecht „gehypt“ wird, irgendeine Ausnahme.

Aus genau den gleichen vorgenannten, allgemeinen marktstrukturellen wie auch verabreichungs- und margenspezifischen Gründen erwarten die Analysten nämlich auch für Valneva, aus unserer Sicht völlig plausibel, nach ihrem voraussichtlichen Boomjahr 2022 (geschätzter Nettogewinn: 280 Mio. EUR) für 2022/23 einen ebenso drastischen Nettogewinneinbruch um - 44 % wie auch für 2023/24 um weitere - 68 %.

Folgerichtig stufen die Analysten, von uns ebenso vollkommen geteilt, die Aktie von BIONTECH fundamentalanalytisch auch derzeit noch immer als um 5 %, VALNEVA als um 29 % sowie von MODERNA gar als um 35 % überbewertet ein.

Wir stimmen der hierin implizit liegenden Aussage dieses Analystenkonsenses daher mittlerweile nur noch insoweit zu, als der Aktie von BIONTECH mit ihrem geschätzten KGV (2023e) von knapp 12 momentan wenigstens noch die relativ nachvollziehbarste Bewertung aller 3 Corona-Impfstoffhersteller zu attestieren ist.

 

Chart: BIONTECH, MODERNA und VALNEVA im Vergleich (jeweils in Euro)

 

 

Darüber hinaus ist jedoch generell zu betonen - und hierin bilden natürlich auch die Aktien der bekannten Corona-Impfstoffentwickler nicht die allergeringste Ausnahme - dass jegliche kapitalstarke institutionelle „Profi“-Anleger sämtliche Aktienattraktivitäts- und Anlagekalküle (und dies dabei auch völlig branchenunabhängig bzw. -übergreifend) üblicherweise vor allem an eben derartigen 2 Jahre vorausgeschätzten Ertragskalkülen ausrichten, d.h. momentan für sämtliche Aktieneinstufungen weit vorrangig ihre Ertrags- und Gewinnerwartungen gerade für das Jahr 2023 einfließen lassen (mit deutlich geringerer Gewichtung des 3-, jedoch ebenso auch des 1-Jahres-Horizonts).

Vor allem von daher, und nicht etwa nur wegen der derzeitigen Überbewertungs-Diagnosen der Analysten, ist es in der Antizipation stark rückläufiger Unternehmensgewinne der Impfstoffhersteller ab 2023 nur nachvollziehbar, warum in einem entsprechenden völlig konsequenten Anlageverhalten gerade institutioneller, marktdominierender „Großanleger“ diese Aktien derzeit um rd. -9 % (Moderna) bis -33 % (Valneva) unter ihren zurückliegenden Tradegate-Höchstkursen notieren, was aktuell in einem diametralen Gegensatz zu den fast durchweg auf Rekordniveaus befindlichen Aktien der weit diversifizierteren und daher gegen kommende Abschwünge in der „Corona-Impfstoff-Konjunktur“ weitaus unanfälligeren Forschungslaborbetreiber gilt.

Letzterem beträchtlich defensiveren und damit berechenbareren Aktiensegment der Pharma- und Biotech-Laborinstitute geben wir daher mittlerweile ebenfalls einen immer stärkeren Anlagevorzug gegenüber dem Segment vorgenannter Konzerne BioNTech / Moderna /Valneva, deren Ertrags- und Gewinnperspektive vorerst weiterhin nahezu ausschließlich von der wissenschaftlichen Weiterentwicklung ihres Corona-Impfstoffspektrums abhängen werden.

Unter den dagegen von uns zunehmend präferierten Aktien traditionsreicher und dauerhaft hochprofitabler medizinischer Forschungsinstitute werden wir Ihnen exemplarisch im kommenden 2. Teil dieser Analyse daher nun die eingangs genannten US-Aktien von MEDPACE HOLDINGS und CHARLES RIVER LABORATORIES näher vorstellen, die sich ebenso wie wir dies zurückliegend auch bereits für DERMAPHARM, SIEGFRIED HOLDING oder LONZA ausführlich dargelegt hatten, in unseren Augen gleichermaßen ideal für ein Alternativ- oder zumindest Ergänzungsinvestment zu BIONTECH, MODERNA oder VALNEVA eignen.

 

12.09.2021 - Matthias Reiner

Unterschrift - Matthias Reiner

 

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  • - 15.09.2021 04:51:02 Uhr


 

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