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Nvidia: Kaufen - Graphikkarten-Weltdominanz und AMD-Zahlenvorlage signalisieren anhaltenden Boom

Update zum Themendepot Zukunftstechnologien 31.10.2021

NTG24 - Nvidia: Kaufen - Graphikkarten-Weltdominanz und AMD-Zahlenvorlage signalisieren anhaltenden Boom

 

In der vergangenen Woche stellte sich im Themendepot Zukunftstechnologien erneut ein starker Wertzuwachs um + 3,6 % ein, womit der Kursgewinn des MSCI WORLD (Euro)-Indexes um + 1,4 % ein weiteres Mal klar übertroffen wurde. Seit seiner Auflegung am 04.05.2020 verzeichnete das Depot auf Währungsbasis Euro per 31.10. damit nun eine Nettoperformance unter Ausklammerung von Dividendenzahlungen von + 81,4 %. Dies stellte gegenüber dem MSCI World (Euro)-Index seit dem Depotstart eine hochgradige Outperformance um + 30,8 % dar.

Ein der größten Kursgewinner im Themendepot Zukunftstechnologien war in der letzten Woche hinter dem mit Abstand führenden Performancespitzenreiter MEDPACE HOLDINGS (US58506Q1094), die fulminant um + 21,1 % nach oben katapultiert wurde (siehe hier), die Aktie des weltgrößten Herstellers von PC/Laptop-Graphikchips, -karten sowie -prozessoren NVIDIA (US67066G1040), die ebenfalls stark um + 12,5 % hochschnellte und dadurch natürlich gleichfalls ein neues historisches Rekordhoch markierte.

Die Aktie von Nvidia ist derzeit zugleich auch im Strategiedepot Aktien Spekulativ allokiert und weist dort, ebenso wie die fast zeitgleich am 14.06. neu ins Themendepot Zukunftstechnologie aufgenommene Position, aktuell in lokaler Währung US-Dollar bereits einen sehr erfreulichen Einstandsgewinn von ca. + 43 % auf.

 

Starke AMD- und schwache INTEL-Zahlen beste Vorboten für NVIDIA

 

Ohne jede Frage profitierte Nvidia bei diesem Kurssprung vor allem von der Vorlage exzellenter Ergebniszahlen ihres größten Konkurrenten in der Herstellung von Graphik-Chips und -Prozessoren für private wie zunehmend jedoch auch kommerzielle bzw. Cloud- und Rechenzentrums-Anwendungen, AMD (US0079031078), die am 26.10. die Analystenkonsensschätzungen deutlich überbietend, für das 3. Quartal einen massiven Umsatzanstieg um + 54 % gegenüber dem Vorjahr, begleitet von einer Ausweitung des Nettogewinns um gar + 78 % ausgewiesen hatte.

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Werbebanner ZB-SeminarSowohl in dieser Hinsicht wie aber auch den gleichlautenden Ankündigungen von AMD und Nvidia, dass ihre derzeit sogar noch ergebnisdämpfenden Zulieferungs- und damit auch Endproduktionsengpässe voraussichtlich bereits Mitte 2022 weitgehend ausgestanden sein dürften, hoben sich beide Konzerne zuletzt auch weiterhin deutlich von INTEL (US4581401001) ab, die am 21.10. mit ihrer Zahlenvorlage zum 3. Quartal zwar hinsichtlich des Nettogewinns (+ 54 % ggü. Vorjahr) bestens überzeugen konnte, deren Quartalsumsatz jedoch sogar mit einem auf Jahresbasis verzeichneten Rückgang um -1,3 % auf 18,09 Mrd. USD die Analysten- und Markterwartungen deutlich enttäuschte.

Ferner kündigte Intel in ihrem verglichen mit AMD und Nvidia natürlich erheblich stärken Fokus auf Massenspeicher- und Logikchips für klassische PC- und Laptopanwendungen insgesamt weitere Chipauslieferungsengpässe in jedem Fall bis ins Jahr 2023 hinein an und steigt auch erst jetzt nun mit ihrer sog. ARC-Technologie künftig ebenfalls erstmals aktiv in die Produktion von PC-Graphikchips- und -Karten ein, deren vergleichbarer Technologiestandard z.B. mit der GeForce RTX 3070-Graphikkarten-Familie von Nvidia durch deren neueste Cloud Gaming-fähigen Graphikkarten Modelle der Serien RTX 3080 und 3090 jedoch ebenfalls schon bereits längst überholt wurde.

Auch diese sehr mehr als zurückhaltend zu bewertenden Ergebnis- und Produktionsankündigungs-Nachrichten von INTEL, andererseits aber auch der um Längen bessere Ergebnisausweis von AMD, haben NVIDIA damit zuletzt ohne Frage ein weiteres Mal bestens in die (Graphik-)Karten gespielt.

 

Weltdominanz in Graphikkarten / -prozessoren durch Modellinnovationen nachhaltig gefestigt

 

Eine weitere äußerst zugkräftige und dem Aktienkurs aktuell fraglos zusätzlich Impulse verleihende Innovation im Angebotssortiment von Nvidia stellt außerdem auch ihr neuestes, seit Anfang September lanciertes Graphikkarten-Flaggschiffmodell CMP 170HX dar, das in seiner bisher weltweit unerreichten Graphikerzeugungsgeschwindigkeit und Darstellungsbrillanz vor allem auf kommerzielle Kryptowährungs- (v.a. Bitcoin-)Minings ausgerichtet und daher mit aktuell aufgerufenen Internetpreisen von satten 4300 USD je Karte rund 2,5mal so teuer ist, wie ihre derzeit innovativste Gaming-Karte Geforce RTX 3090 (rd. 1750 USD).

Auch mit CMP 170HX und künftigen Nachfolgemodellen betritt Nvidia langfristig fraglos ein weiteres potenziell revolutionäres und hohe Zusatzerträge versprechendes Graphikkarten-Segment im Kryptowährungs-Bereich, auch wenn natürlich im Gegenzug zu den aktuell geforderten High(est) End-Preisen für dies Graphikkarte zu attestieren ist, dass deren Lukrativität künftig nahezu auf „Gedeih und Verderb“ der weiteren Entwicklung der Kryptowährungspreise (v.a. Bitcoin) und den hiermit direkt korrelierenden weltweiten weiteren Miningaktivitäten ausgeliefert sein wird.

Diese Effekte der zuletzt hervorragenden Ergebnisvorlage von AMD sowie der weltweit weiterhin unerreicht innovations- wie mengenseitig ausgebauten Graphikkarten- und Prozessoren-Angebotspalette von Nvidia nahmen führende US-Researchhäuser wie Piper Sandler (26.10.) und KeyBanc (05.10.) daher zuletzt zum Anlass, ihre Aktienkursziele weiter auf zunächst jeweils 260 USD anzuheben, was die Aktie daher schließlich auch mit ihrem letztwöchigen Sprung auf knapp 256 USD weitgehend nachvollzog.

 

Denkbares Scheitern der ARM-Übernahme auch kein Beinbruch

 

Diese weiteren Hochstufungen der Nvidia-Aktie im Vorfeld ihrer am 17.11. zu präsentierenden, absehbar ebenfalls exzellenten Zahlen des 3. Quartals 2021/22 (per 31.10.), bei denen derzeit im Konsens mit einer Umsatzsteigerung um + 44 % sowie einer Nettogewinnausweitung um + 51 % gerechnet wird, erfolgten sogar entgegen dem mittlerweile verstärkt denkbaren „Damoklesschwert“, dass nach der britischen Wettbewerbsaufsichtsbehörde CMA (weitere Untersuchungsverschärfung seit August 2021) am 27.10. nun auch die EU-Kommission dies Einleitung einer vertieften kartellrechtlichen Überprüfung des 54 Mrd. USD-Mega-Übernahmevorhabens der britischen ARM HOLDINGS (GB0000595859) - wir berichteten u.a. hierüber und auch die zurückliegend ebenfalls erstklassigen Halbjahreszahlen von Nvidia bereits hier - wegen „gravierender Wettbewerbsbedenken“ angekündigt hat.

Auch wenn wir einen kartellrechtlich genehmigten Vollzug der Übernahme von ARM aus Sicht von Nvidia weiterhin als strategisch hervorragenden Schachzug werten und daher sehr begrüßen würden, da hiermit deren Rückstand zum Erzkonkurrenten AMD vor allem im Bereich von hochleistungsfähigsten kommerziellen Datenspeicherungs- und Logik-Halbleitern/-Prozessoren für Cloud- und Rechenzentrumsanwendungen extrem verknappt würde, so würden wir letztendlich selbst auch ein Scheitern dieser Übernahme für Nvidia jedoch in keinem Fall als zu dramatisch einstufen.

Denn dem Konzern bliebe selbst ohne eine Verschmelzung mit ARM die weltweit unangefochtene Führungsrolle in ihrer Domäne der Graphikkarten und -Prozessoren meilenweit vor AMD ja natürlich ohne jegliche Abstriche erhalten, was perspektivisch für Nvidia auch weiterhin in den kommenden Jahren die bei weitem wichtigste Priorität sein wird.

 

FAZIT: Ende des Geschäftsbooms unabsehbar, Aktie fair bewertet + kaufenswert

 

Als Fazit kann daher derzeit festgehalten werden, dass jenseits aller aktuellen Halbleiter-Zu- und Endauslieferungsengpässe und selbst ohne eine fallweise künftige Übernahme von ARM Nvidia auch weiterhin auf unabsehbare Zeit einen anhaltend und völlig ungefährdet dynamischen Geschäftsboom in ihrer weltführenden Graphikkarten-/Prozessoren-Domäne verzeichnen dürfte.

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Werbebanner ISIN-WatchlistDa damit auch aus unserer Sicht das aktuelle Aktien-KGV (01/2024e) gemessen an der derzeitigen Analystenkonsensschätzung von rd. 49 jedoch auf einer erheblich zu niedrigen Langfristgewinn-Schätzung beruhen dürfte, siedeln wir die KGV-Bewertung der Nvidia-Aktie (01/2024e) derzeit realistischer Weise eher auf einen tatsächlichen Bereich von nicht mehr als ca. 41-43 an.

Für die ungetrübt hervorragenden Wachstumsperspektiven von Nvidia stellt dies aus unserer Sicht nach wie vor eine völlig akzeptable Bewertung der Aktie dar, die wir risikobewussten Anlegern daher – gerade auch längerfristig – weiterhin in jedem Fall zum Kauf empfehlen.

 

Chart: NVIDIA gegen MSCI WORLD-Index (jeweils in Euro)

 

 

Und abschließend auch noch eine Mitteilung in eigener Sache:

 

Im Rahmen des am 29.09. ab 19 Uhr in Essen abgehaltenen Seminars der ZÜRCHER BÖRSENBRIEFE in Kooperation mit unserem Vermögensverwaltungs- und Finanzberatungs-Partner LUCRUM CAPITAL unter dem Leittitel „Anlagestrategien für 2022“ werde u.a. auch ich einen Vortrag zum Thema "Zukunftstechnologien - Die Zukunft des Investierens" halten, in dem von mir nicht nur aussichtsreiche Innovationstrends und -Aktien wie die z.B. der oben genannten NVIDIA, sondern auch jegliche weitere richtungsweisende Zukunftsfelder inklusive interessantester zugehöriger Aktien präsentiert werden.

Auf Ihr zahlreiches Erscheinen zu diesem Seminar und den hiermit verbundenen regen persönlichen Austausch mit Ihnen würden meine Kolleginnen / Kollegen und ich uns daher sehr freuen.

Den Link zur Seminaranmeldung inklusive aller ergänzenden Programminformationen finden Sie auch noch einmal hier.

 

02.11.2021 - Matthias Reiner

Unterschrift - Matthias Reiner

 

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