Buy the dip?
Die Börse beginnt auf eine weitere TACO - Episode zu spekulieren
Buy the dip? Der Aktienmarkt dreht passend am Quartalswechsel. Der Quartalsstichtag für die aktiven Portfoliomanager liegt hinter uns und damit auch das gross angelegte „Window Dressing“ am Aktienmarkt. Was kommt jetzt?
Was die Börse will, ist Klarheit, wie es weitergeht. Nichts hassen die Anleger mehr als Unsicherheit und das auch noch an einem so wichtigen Engpass wie der Strasse von Hormus. Das zweitschlechteste Szenario ist ein langer andauernder Krieg, der in Verbindung mit amerikanischen Bodentruppen im Iran ausgetragen wird. Das würde die Versorgung der Weltwirtschaft kurz- und mittelfristig weiter belasten, die Energiepreise hochhalten und zudem die Stimmung bei der amerikanischen Bevölkerung schnell kippen lassen. Öl haben die Amerikaner inzwischen genug. Man ist Netto-Exporteur und nicht auf die Lieferungen aus dem Nahen Osten angewiesen, die zum überwiegenden Teil Richtung Asien exportiert werden.
Massaker an der eigenen iranischen Bevölkerung heissen in den USA nur Extremisten gut. Aber es findet sich keine Mehrheit, um dafür das Leben der eigenen Soldaten zu riskieren. Das ist eine Angelegenheit, die schon vor langer Zeit intern im Kreis der Nachbarländer hätte geklärt werden müssen. Was die Amerikaner jedoch tangiert, ist die Finanzierung eines globalen islamischen Terrors durch Teheran und die anhaltenden direkten Angriffe auf Israel, so wie indirekt durch Proxy-Gruppen.
Buy the dip?
Eine befriedigende Lösung haben die Amerikaner bisher nicht geliefert. Ohne Zweifel hat man den Iran erheblich geschwächt und das Regime wird Jahre benötigen, um wieder auf die Beine zu kommen, aber weder ist die iranische Bevölkerung aufgestanden, um sich ihr Land zurückzuholen, noch haben die Attacken Israels und Amerikas es geschafft, das Regime zu beenden. Damit fehlen die beiden wichtigsten Grundpfeiler für eine nachhaltige Befreiung des Irans. Wenn sich das Weisse Haus jetzt auf einen Waffenstillstand einlässt, wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis der Terror Teherans wieder von vorne losgeht.
Was macht die Börse aus dieser Situation? Trump neigt ganz eindeutig dazu, das Problem nicht vertiefen zu wollen. Die Entscheidung, Bodentruppen einzusetzen, würde dazu führen, dass die Republikaner mit Sicherheit im Herbst mindestens eines der Häuser in Washington verlieren. Das will weder Trump noch die Börse, die in erheblichem Ausmass davon profitiert, wenn die einseitigen Machtverhältnisse zugunsten der Republikaner bestehen bleiben. Oder anders gesagt: Die Wall Street ist aus heutiger Sicht für eine schnelle Beendigung des Konflikts, auch wenn er nur halbgar zurückgelassen wird.
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02.04.2026 - Mikey Fritz

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