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Varta & Morphosys im Sturzflug, Teamviewer mit möglicher Bärenfalle, Gazprom sehr schwach

Der Handelstag - Bericht zum 24.01.2022

NTG24 - Varta & Morphosys im Sturzflug, Teamviewer mit möglicher Bärenfalle, Gazprom sehr schwach

 

Die deutschen Aktien sind zu Wochenbeginn eingebrochen. Der DAX verlor fast 600 Punkte und folgte damit dem Abwärtssog der Wall Street. Dort erhöht sich der Abgabedruck nach Unterschreiten wichtiger charttechnischer Unterstützungsmarken. Bei den Einzelwerten generierte die Aktie von Varta ein wichtiges Verkaufssignal, und auch die Aktien von Morphosys und Gazprom beschleunigten ihre Abwärtsbewegung nach dem Bruch einer wichtigen Unterstützung. Der hohe Tagesverlust von Teamviewer könnte sich dagegen als Fehlsignal erweisen.

Der deutsche Aktienmarkt hat am Montag tiefrot geschlossen. Zu Handelsschluss stand der DAX schließlich 593 Zähler tiefer bei 15.011 Punkten und hängt nun wieder in der breiten Unterstützungszone bei 15.000 Zählern, die allerdings inzwischen deutliche Risse aufweist.

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Werbebanner ClaudemusDie Nerven der Marktteilnehmer sind durch die schnelle Eskalation der geopolitischen Spannungen um die Ukraine, aber auch um Taiwan stark angespannt. Nun warten die Investoren zudem auf die Äußerungen von US-Notenbank Chef Powell am Mittwoch, die Aufschluss über Umfang und Tempo der Normalisierung der US-amerikanischen Geldpolitik geben sollen. Bei den Einzelwerten beschleunigte die Aktie von Varta (DE000A0TGJ55) heute ihre Abwärtsdynamik und gab 9,17 % auf 89 Euro ab. Damit hat der Titel seine seit Januar 2019 laufenden Aufwärtstrend unterschritten und ein dynamisches Verkaufssignal gegeben. Kombiniert man dieses Signal mit der Mustervermutung eines großen Doppeltops, ergibt sich ein Mindestkursziel von 50 Euro.

Eine Abwärtsbewegung dieser Art hat die Aktie von Morphosys (DE0006632003) schon hinter sich. Dabei wurde der seit 2003 laufende langfristige Aufwärtstrend am vergangenen Freitag zum ersten Mal auf Wochenschlusskurs-Basis unterschritten und damit das damit verbundene Verkaufssignal vorläufig bestätigt. Die Aktie verlor allein heute 10,17 % auf 25,45 Euro.

Noch stärker ging es zudem mit der Aktie von Teamviewer (DE000A2YN900) bergab, die 16,71 % auf 12,485 Euro verlor. Allerdings könnte sich diese scharfe Abwärtsbewegung als Bärenfalle herausstellen, denn die Umsätze waren heute nur wenig höher als am Freitag letzter Woche. Und auch chartmustertechnisch passt die heutige Korrektur gut zu einer Bärenfalle, da sie den Symmetriegrad der seit Mitte Oktober 2021 laufenden Bodenbildung erhöht.

Ein weiteres technisches Verkaufssignal generierte heute dagegen die Aktie von Gazprom (US3682872078). Sie gab auf Xetra bei sehr hohen Umsätzen 8,99 % auf 6,48 Euro ab, womit sich die kurzfristige Lage nach dem Bruch des mittelfristigen Aufwärtstrends Mitte Januar beschleunigte.

 

Und was passierte sonst noch?

 

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Werbebanner ISIN-WatchlistDer US-Dollar gewinnt aktuell gegen den Euro 0,21 % auf 1,132 Dollar, während der Schweizer Franken mit 1,0342 praktisch auf dem Niveau vom vergangenen Freitag steht. Uneinheitlich zeigen sich aktuell die Edelmetalle, schwach dagegen der Ölpreis und Bitcoin. Der VIX springt aktuell um 32 % auf über 38 Punkte, und die langen Renditen fallen in Deutschland deutlich und in den USA leicht.

 

24.01.2022 - Arndt Kümpel

Unterschrift - Arndt Kümpel

 

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