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Die Deutsche Bank sendet erfreuliche Signale, Nel ASA weiter glücklos, auch Plug Power erholt sich nicht und bei TUI greift immerhin der Chef zu

Die große Erholung lässt weiterhin auf sich warten

NTG24 - Die Deutsche Bank sendet erfreuliche Signale, Nel ASA weiter glücklos, auch Plug Power erholt sich nicht und bei TUI greift immerhin der Chef zu

 

Auch wenn die Stimmung an den Märkten zuletzt wieder etwas besser ausfiel und der DAX endlich mal wieder im grünen Bereich landete, so konnte am Donnerstag von einer echten Erholung noch kaum die Rede sein. Den vorherigen Verlusten hatten die meisten Titel nur überschaubare Gegenbewegungen entgegenzusetzen und in genügend Fällen gab es auch weitere Abschläge zu sehen.

Zu den Gewinnern des Tages zählte die Aktie der Deutschen Bank (DE0005140008), wenn auch nur mit einem Kursplus von 0,4 Prozent. Das reichte immerhin aus, um den Kurs bis auf 10,38 Euro zu befördern und damit weiter Abstand zur 200-Tage-Linie herzustellen. Charttechnisch fällt der Blick nun auf das Juli-Hoch bei 10,55 Euro. Oberhalb davon könnten die Bullen ein großes Ausrufezeichen hinterlassen.

Derartige Kursgefilde zu erreichen, dürfte aber unverändert keine leichte Aufgabe sein. Fundamental sieht es für die Deutsche Bank zwar recht freundlich aus. Die vielen negativen Schlagzeilen der letzten Woche dämpfen aber die Erwartungen und streuen viel Unsicherheit. Zudem bekamen wir im laufenden Jahr schon häufiger zu sehen, wie die Aktie an einer nachhaltigen Erholung scheiterte. Der positive Trend der letzten Tage ist da noch mit einer gewissen Skepsis zu behandeln.

 

Nel ASA ohne neuen Auftrieb

 

Nel ASA (NO0010081235) konnte am Mittwoch noch kleinere Kursgewinne auf die Beine stellen, welche die Aktie gestern aber schon wieder weitgehend aus der Hand geben musste. Mit Abschlägen in Höhe von 3,34 Prozent ging es wieder bis auf 0,73 Euro zurück und der erst in dieser Woche erreichte Tiefpunkt bei 0,70 Euro bleibt weiterhin in Schlagweite. Wer hier von einer Erholungsrallye träumte, wurde gestern auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

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Nur für einen kurzen Augenblick konnte die Ankündigung einer neuen Gigafactory in den USA die Stimmung wieder heben. Die Anleger warten aber viel mehr auf neue Großaufträge als auf Kapazitätserweiterungen. Das Potenzial von Nel ASA ist unbestritten. Immer mehr Anleger zweifeln aber daran, ob nach dem grünen Wasserstoff der Norweger in absehbarer Zeit auch die erhoffte Nachfrage bestehen wird.

 

Plug Power schafft den Ausbruch nicht

 

Von ganz ähnlichen Sorgen und Nöten sind auch die meisten anderen Wasserstoff-Aktien betroffen. Plug Power (US72919P2020) war da im Handel am Donnerstag leider keine Ausnahme. Mit 3,77 Prozent fielen die Verluste hier sogar noch etwas höher aus. Der Kurs gab bis auf 7,14 Euro per Handelsschluss nach. Zeitweise waren auch schon Kurse unterhalb von 7 Euro zu sehen. Aus charttechnischer Sicht ist das keine beruhigende Entwicklung.

Auch bei Plug Power klopft das 52-Wochen-Tief bei 6,80 Euro bereits an. Ein Unterschreiten dieser Linie könnte die Aktie in den freien Fall befördern und über eine Bodenbildung ließe sich in einem solchen Szenario nur spekulieren. Umso erfreulicher ist es, dass die Bullen bisher noch für Support sorgen konnten. Es lässt sich aber kaum leugnen, dass jener immer mehr bröckelt.

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Sebastian Ebel ist überzeugt von TUI

 

Skepsis herrschte in den letzten Wochen auch rund um die Aktie von TUI (DE000TUAG505), die in schöner Regelmäßigkeit neue Allzeit-Tiefs erreichte. Käufer gibt es aber dennoch, und einer davon ist Medienberichten zufolge der CEO Sebastian Ebel. Jener hat die niedrigen Kurse als Chance genutzt und vor wenigen Tagen Aktien mit einem Wert von knapp 50.000 Euro eingekauft. Das sorgt freilich noch nicht für nennenswerte Kursveränderungen. Der Chef sät damit aber Zuversicht.

Ein Chef, der hinter einem Unternehmen steht und sich vor einem Einsatz des eigenen Vermögens nicht scheut, hinterlässt immer einen guten Eindruck. Die Meldung ließ die TUI-Aktie gestern immerhin um 1,27 Prozent bis auf 5,25 Euro ansteigen. Charttechnisch bleibt es bei TUI bei einer mittelschweren Katastrophe. Doch es wäre ja vorstellbar, dass der Tiefpunkt irgendwann mal überschritten ist. Geplagt werden die Aktionäre weiterhin von ungewissen Aussichten rund um das Wintergeschäft sowie noch immer (zu) hohe Kapitalkosten bei dem hochverschuldeten Konzern.

 

Aller Anfang ist schwer

 

Die fulminante Erholungsrallye ist bisher ausgeblieben und die meisten Anleger dürften am Donnerstag noch immer viele rote Vorzeichen im Depot zu sehen bekommen haben. Doch zumindest wagten die Bullen endlich einen Anfang und zumindest auf eine Stabilisierung nach mehr als einer Woche mit rasant fallenden Kursen lässt sich jetzt durchaus hoffen. Die Lage bleibt angespannt und an den vielen Sorgen der Börsianer hat sich wenig geändert. Gleichwohl bieten niedrige Kurse immer auch Chancen, und die sanften Anzeichen einer möglichen Erholung legen nahe, dass zumindest bei einigen Titeln die Talsohle durchschritten sein könnte.

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29.09.2023 - Andreas Opitz

Unterschrift - Andreas Opitz

 

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