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Die Deutsche Bank warnt vor negativen Aussichten für Nvidia, Microsoft, Oracle und die komplette US-Wirtschaft!

Droht dem KI-Segment doch noch der Kollaps?

NTG24 - Die Deutsche Bank warnt vor negativen Aussichten für Nvidia, Microsoft, Oracle und die komplette US-Wirtschaft!

 

Spekulationen um das Blasen einer mutmaßlichen KI-Blase traten in den letzten Monaten immer mal wieder auf. Nachdem aber unter anderem Nvidia und Oracle mit Zahlen durchaus zu gefallen wussten und immer neue Milliardenprojekte angekündigt wurden, stand der Optimismus an den Märkten wieder im Vordergrund. Doch mancher Beobachter macht sich weiterhin große Sorgen.

Die Deutsche Bank (DE0005140008) warnt ihre Kunden eindringlich davor, dass der KI-Hype nicht besonders nachhaltig sei. Darüber berichtet das Magazin „Fortune“ unter Verweis auf ein entsprechendes Forschungspapier. Tatsächlich sei es einzig die KI-Blase, welche momentan eine Rezession der US-Wirtschaft verhindern könne. Dieser Zustand werde sich aber nicht bis in alle Ewigkeit erstrecken.

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Werbebanner EMH PM TradeGrößere Rückschläge wären auch für die Deutsche Bank selbst nicht ungefährlich. Die Aktie entwickelte sich im laufenden Jahr gut. Am Freitag ging es um 1,3 Prozent auf 30,55 Euro aufwärts, womit die Aufschläge seit Jahresbeginn sich auf gut 80 Prozent belaufen. Eingepreist ist darin aber vermutlich nicht, dass die US-Wirtschaft einen veritablen Kollaps mit anschließender Rezession erleben könnte. Ein solches Szenario würde die Deutsche Bank aufgrund ihrer Aktivitäten in den USA selbst belasten und darüber hinaus wäre fest damit zu rechnen, dass auch in Europa heftige Auswirkungen zu spüren wären.

 

 

 

Nvidia vor dem Crash?

 

Im Forschungspapier heißt es unter anderem, dass die Erträge von KI-Anwendungen schlicht zu gering seien, um die derzeitige Euphorie zu tragen. Nach Ansicht der Deutschen Bank reichen die Einnahmen nicht einmal aus, um die Aufrechterhaltung der benötigten Rechenleistung generieren zu können. Angetrieben werde alles durch den derzeitigen Aufbau immer neuer Rechenzentren, was natürlich insbesondere Nvidia (US67066G1040) zugutekommt.

Sollte sich die Prognose allerdings bewahrheiten, so dürften viele große KI-Player ihre Investitionen in Zukunft schwer zurückschrauben und die Auftragsbücher von Nvidia könnten sich rasant leeren. Natürlich ist das momentan nur ein unschönes Zukunftsszenario, welches auch nicht zwingend in naher Zukunft eintreten muss. Doch wenn eine solche Vorhersage von gestandenen Analysten kommt, hat dies ein gewisses Gewicht. Die Anleger verfielen bisher allerdings noch nicht in Panik und die Nvidia-Aktie stand zum Wochenende mit 178,19 US-Dollar weiterhin auf einem schwindelerregenden Niveau.

 

Auch für Microsoft könnte es unschön werden

 

Vorgerechnet wird von den Experten, dass noch 800 Milliarden Dollar fehlen würden, um die zwei Billionen Dollar zu erreichen, mit denen für das Jahr 2030 gerechnet wird. Bereits berücksichtigt seien dabei KI-bedingte Einsparungen. Mit anderen Worten geht die Deutsche Bank davon aus, dass die Tech-Giganten sich ordentlich verschätzen und eine Volkswirtschaft künstlich stützen, die eigentlich einem Abwärtstrend bevorstehen sollte.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDas ist ein Szenario, welches auch Microsoft (US5949181045) nicht schmecken dürfte, und hier zeigen die Anleger sich bereits seit einer Weile etwas zurückhaltender. Niedrig sind die Kurse vom Wochenende nicht. Bei 511,46 Dollar zeigte sich ein Plus von 21,3 Prozent für das laufende Jahr. Allerdings hat die Microsoft-Aktie das Allzeit-Hoch bei 555,45 Dollar etwas aus den Augen verloren, und das nach Ansicht der Deutschen Bank wohl nicht ganz zu Unrecht.

 

Wird Oracle überschätzt?

 

Nicht jeder geht so kritisch mit den Aussichten im KI-Segment ins Gericht. Mögliche Überbewertungen scheinen aber immer mal wieder ein Thema zu sein. Eine solche vermutet die Investmentbank Redburn bei der Aktie von Oracle (US68389X1054), die nach Zahlen unkontrolliert in die Höhe schoss. Doch nach Ansicht der Börsenprofis gibt es dafür nur wenig handfeste Gründe. Es wird angezweifelt, dass Oracle von den vielen milliardenschweren KI-Projekten tatsächlich profitieren kann. Der Anbieter sei mehr ein „Financier“ als ein klassischer Cloud-Provider.

Die mahnenden Worte verursachten am Freitag Gewinnmitnahmen, was die Oracle-Aktie um 2,7 Prozent in die Tiefe beförderte. Das könnte aber nur der berühmte Tropfen auf dem heißten Stein sein, sollte die düstere Vorhersage der Deutschen Bank sich tatsächlich vorhersagen. Das KI-Segment ist schließlich derart heiß gelaufen und mit etlichen Zukunftshoffnungen versehen, dass ein Absturz durchaus Erinnerungen an die Dotcom-Blase hervorrufen könnte. Das bedeutet explizit nicht, dass die Technologie nicht aussichtsreich wäre. Die Möglichkeit einer Überschätzung bleibt aber dennoch bestehen.

 

Genau hingeschaut

 

Die Mahnungen der Deutschen Bank und auch anderer Beobachter haben durchaus ihre Berechtigung. Im KI-Segment wird enorm viel in luftige Fantasien investiert und von fundamentalen Überlegungen hat sich mancher Investor längst verabschiedet. Das ist noch kein Grund zur Panik und es bedeutet auch nicht zwingend, dass schon morgen oder nächste Woche der große Crash bevorstehen würde. Es schadet aber nicht, die Entwicklung genau und gerne auch etwas kritisch im Auge zu behalten.

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29.09.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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