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Die Deutsche Telekom bringt ihr KI-Phone auf den Markt und buhlt mit einem erstaunlich niedrigen Preis um möglichst viele Kunden

Startet die Deutsche Telekom damit die KI-Revolution bei Smartphones?

NTG24 - Die Deutsche Telekom bringt ihr KI-Phone auf den Markt und buhlt mit einem erstaunlich niedrigen Preis um möglichst viele Kunden

 

Bereits im vergangenen Jahr sprach die Deutsche Telekom das erste Mal über ein eigenes KI-Smartphone, welches sich von bekannten Geräten deutlich unterscheiden sollte. Die Vision lautete, dass es keine Apps mehr benötige und sich stattdessen die KI um sämtliche Nutzeranfragen kümmert. Zumindest zum Teil konnte dies nun umgesetzt werden und seit Donnerstag ist das Gerät auch tatsächlich erhältlich.

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Werbebanner Immobilienbewertung DresdenBegrüßt wird der Nutzer von einem Bildschirm, auf dem tatsächlich keine Apps zu sehen sind. Dort ist es möglich, der Sprachbefehl die KI zu befragen und sich dann beispielsweise Einkaufsvorschläge anzeigen zu lassen oder eine Reise zu planen. Die KI-Oberfläche lässt sich allerdings auch wegwischen. Dann kommt ein gewohntes Android zum Vorschein, bei dem sich auch Apps installieren lassen. Auf solche ist die KI auch angewiesen, denn im Hintergrund greift sie darauf noch immer zu.

Die Vision des KI-Phone konnte die Telekom (DE0005557508) also nur zum Teil umsetzen. Es soll aber ausreichen, um damit eine neue Gerätekategorie zu begründen. Jene soll in möglichst viele Hände gelangen und so bietet der Konzern die Hardware zu einem absoluten Kampfpreis an. Gerade einmal 149 Euro werden für das „T-Phone 3“ aufgerufen, welches wahlweise auch mit Vertrag für einen Euro zu haben ist. Zum Vergleich: Einsteigergeräte von Google kosten laut UVP mindestens 499 Euro; Apple verlangt für das iPhone 16e 699 Euro.

 

 

 

Deutsche Telekom: KI mit Grenzen

 

So gut das Ganze in der Theorie auch klingen mag: das KI-Phone der Telekom kämpft noch mit einigen Einschränkungen. Die grundsätzliche Funktion wird durch eine Zusammenarbeit mit Perplexity sichergestellt. Wer das Gerät kauft, bekommt eine zeitlich begrenzte Pro-Version. Anfragen lassen sich jedoch ausschließlich über das Internet stellen und verarbeiten. Eine lokale Berechnung ist aufgrund der beschränkten Hardware-Leistung nicht möglich.

Bem T-Phone 3 kommen lediglich günstige Chips zum Einsatz, die nicht über spezielle KI-Einheiten verfügen. Zudem hapert es noch etwas beim Zusammenspiel mit diversen Diensten. Aktuelle ist es beispielsweise noch nicht möglich, direkt über die KI irgendwelche Zahlungen vorzunehmen. Die Telekom verspricht immerhin, an einer Lösung zu arbeiten. Wann jene verfügbar sein wird, dazu wurde aber noch kein konkreter Termin genannt.

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Unter dem Strich hat das Ganze etwas von einer Machbarkeitsstudie. Dass die KI schon in einem derart günstigen Gerät eine zentrale Rolle spielen kann, ist interessant. Es ist aber nichts, was andere Geräte nicht auch könnten. Samsung, Google und Konsorten bieten längst ähnliche Dienste an, zum Teil auch mit lokalen Berechnungen. Auch die Deutsche Telekom hat eine App, welche sich grundsätzlich auf jedem Smartphone nachträglich installieren lässt.

 

Der erste Schritt?

 

Es soll nicht beim T-Phone 3 bleiben und die Telekom stellt weitere Entwicklungen rund um KI-Phones in Aussicht. Manche Kinderkrankheit könnte also in Zukunft noch beseitigt werden. Der Anbieter beschreitet fraglos einen Sonderweg, denn die direkte Konkurrenz in Form von Vodafone und Telefónica hat derzeit keine eigenen KI-Phones im Angebot. Dort wird lediglich darauf verwiesen, dass die Smartphone-Hersteller bereits genügend Auswahl böten.

Der ganz große Wurf ist der Telekom wahrscheinlich noch nicht gelungen und entsprechend unaufgeregt reagierte die Börse auf die Neuvorstellung. Am Donnerstag konnte die Telekom-Aktie um lediglich 0,9 Prozent zulegen und mit 30,65 Euro aus dem Handel gehen. Experten sehen den Ansatz als interessant an, erkennen im neuen T-Phone aber noch nichts, was die Massen wirklich bewegen würde. Vielleicht deutet der niedrige Preis auch ein wenig darauf hin, dass die Telekom sich durchaus darüber bewusst ist, bei der Funktionsvielfalt letzten Endes wenig Neues bieten zu können.

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15.08.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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