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Nichts zu machen bei BioNTech, Katerstimmung bei TeamViewer, Tesla mit leichter Schwäche und die Deutsche Bank verpasst den Ausbruch

Warten auf den nächsten Hype?

NTG24 - Nichts zu machen bei BioNTech, Katerstimmung bei TeamViewer, Tesla mit leichter Schwäche und die Deutsche Bank verpasst den Ausbruch

 

Immer mehr Studien bestätigen, dass die Krankheitsverläufe bei Corona mit der Omikron-Variante häufiger mild verlaufen als noch bei Delta. Das lässt die Märkte aufatmen und auf ein Ende der Pandemie irgendwann im laufenden Jahr hoffen. Auch wenn es dadurch zu so mancher Erholung kommt, so fehlt es derzeit noch an den ganz großen Profiteuren dieser Entwicklung.

Klarer Verlierer ist völlig zweifellos BioNTech (US09075V1026), wo die Kurse zuletzt immer weiter in Richtung Süden fielen. Dabei gibt es durchaus viele positive Meldungen rund um das Mainzer Unternehmen. Die Umsätze stimmen und die Pipeline ist prall gefüllt, nicht nur mit Corona-Impfstoffen. All das interessiert die Börsianer aber derzeit schlicht und ergreifend nicht.

Dominierend ist stattdessen die klare Erwartung, dass Corona-Impfstoffe auf dem absteigenden Ast sind und BioNTech folglich seine besten Tage bereits hinter sich haben könnte. Nun mag der eine oder andere argumentieren, dass es für derartige Schlüsse noch viel zu früh ist. Das ist auch nicht einmal verkehrt, hat aber zumindest im Augenblick keinen Wert. Erst wenn die Pandemie wieder deutlich an Dramatik zunehmen würde, könnte die Aktie von BioNTech kurzfristig wieder mit Auftrieb rechnen.

 

Das reicht nicht

 

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Werbebanner ClaudemusIn vielerlei Hinsicht enttäuschend liefen die letzten Tage auch für TeamViewer (DE000A2YN900). Zwar konnte das Unternehmen die Bullen mit vorläufigen Zahlen für das vergangenen Jahr kurzzeitig aus dem Dornröschenschlag holen und sich zeitweise über massive Kursgewinne freuen. Jene konnten aber nicht lange verteidigt werden. Schon am Donnerstag gab es die ersten Korrekturen zu sehen, welche sich am Freitag mit hohem Tempo fortsetzten.

Um knapp sechs Prozent ging es kurz vor dem Wochenende noch einmal abwärts und von den letzten Gewinnen ist nicht mehr allzu viel übrig. Den Ausbruch über die 13-Euro-Marke haben die Käufer klar verpasst und es ging letztlich wieder bis auf überschaubare 12,15 Euro abwärts. Das Allzeit-Tief bei 10,75 Euro bleibt zwar noch etwas auf Abstand, aber sehr viel näher als vergangenen Kursrekorde.

 

Tesla kämpft um die Unterstützung

 

Dass auch Tesla (US88160R1014) am Freitag mit Abschlägen zu kämpfen hatte, dürfte zu nicht unwesentlichen Teilen auf Aktivitäten von Shortsellern zurückzuführen sein. Vor allem neuerliche Wetten gegen das Unternehmen seitens Fraser Perring sorgten für viel Aufmerksamkeit. Die sind zwar nicht ganz taufrisch, tauchten jüngst aber auch in größeren Tageszeitungen auf. Dort dürften sie auch bei Anlegern aufgefallen sein, die sich nicht unbedingt aktiv nach Neuigkeiten rund um das Unternehmen umsehen.

Perring begründet seine Erwartung auf sinkende Kurse damit, dass Tesla mittlerweile mit einer erdrückend großen Konkurrenz zu kämpfen habe. So ziemlich jeder Autobauer ist mittlerweile auf den Elektrozug aufgesprungen und zumindest nach Ansicht von Perring baut der eine oder andere sogar bessere Fahrzeuge als Tesla selbst. Optimisten werden dagegenhalten, dass der US-Konzern dennoch über einen Technologiefortschritt und ein hervorragendes Image verfügt, welches von den Anhängern bisweilen mit religiösem Eifer verteidigt wird. Ob das allerdings auch die Aktienkurse dauerhaft tragen kann, ist eine andere Frage.

 

Dicke Schlappe für die Deutsche Bank

 

Zu guter Letzt machte auch die Deutsche Bank (DE0005140008) den Anlegern in der ausgelaufenen Woche wenig Freude. Die vorsichtige Vorfreude auf sehr wahrscheinlich steigende Zinsen im laufenden Jahr verstummte, als bekannt wurde, dass Cerberus sich von großen Anteilen des Geldhauses trennt. Davon betroffen ist auch die Commerzbank.

Die Strategie fand viele Nachahmer und so purzelte die Aktie der Deutschen Bank in den letzten fünf Tagen um 4,2 Prozent in Richtung Süden und schlug zum Wochenende bei nur noch 11,95 Euro auf. Man muss kein Chartanalyst sein, um festzustellen, dass das knapp unter der Marke von 12 Euro liegt, welche erst zu Jahresbeginn unter großer Mühe erobert werden konnte.

 

Wo warten die nächsten Chancen?

 

Das Stimmungsbild an den Märkten befindet sich derzeit im Wandel und ein richtiger neuer Megatrend zeichnet sich am Horizont bisher noch nicht ab. Stattdessen gibt es allerlei gemischte Signale und nicht einmal die ewigen Dauerbrenner aus dem Tech-Sektor konnten zuletzt so richtig überzeugen.

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Werbebanner ISIN-WatchlistDie große Frage scheint daher zu lauten, auf welches Thema die Börsianer sich als nächstes stürzen werden, sollte Corona an den Märkten tatsächlich noch weiter an Bedeutung verlieren. Mit letzter Sicherheit lässt sich das nicht genau sagen und selbst wenn jemand die Antwort parat hätte, würde diese wohl kaum ihren Weg an die breite Öffentlichkeit finden. Somit bleibt den Anlegern nur, für den Moment vorsichtig zu agieren und sich auf die Lauer für die nächsten nachhaltigen Signale zu legen.

 

16.01.2022 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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