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Short-Seller müssen sich bei Oracle zurückziehen

Larry Ellison verjagt die Short-Seller mit hohem Wachstum

NTG24 - Short-Seller müssen sich bei Oracle zurückziehen

 

Larry Ellison verjagt die Short-Seller mit starkem Wachstum im AI-Infrastrukturgeschäft. Die Nachfrage nach AI-Rechenleistungen ist nach wie vor überbordend hoch und der Kapitalmarkt ist bereit, viele Milliarden-Projekte zu finanzieren. 

Larry Ellison widerlegt die Sorge der Anleger und nimmt den Short-Seller die Munition weg. Oracle (US68389X1054) hat Zahlen für das 3. Fiskalquartal vorgelegt, die nicht nur wesentlich besser als erwartet ausfielen, sondern obendrein noch bestätigten, dass der Boom im AI-Infrastrukturgeschäft echt ist. Das Unternehmen zeigte zum ersten Mal in den letzten 15 Jahren ein Quartal, in dem der „bereinigte“ Umsatz und der „bereinigte“ Gewinn jeweils stärker als 20 % stiegen. Last but not least legte man eine Prognose vor, die die Nerven der nervösen Anleger beruhigte. 

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Oracle Corp.

 

84 %! Mit dieser Rate wuchsen die Umsätze im wichtigen neuen Geschäftsbereich Cloud Infrastructure. Für die Bären ein heftiger Schlag ins Gesicht, denn es waren viele Gerüchte gestreut worden, dass die massiven Investitionen und Vorleistungen für das AI-Infrastruktur Geschäft lange keine Früchte tragen würden. Doch ein Umsatzwachstum von 84 % zieht nicht nur die Wachstumsrate für den Gesamtumsatz nach oben, sondern auch den absoluten Umsatz, da das Geschäftsfeld Cloud-Infrastruktur inzwischen allein mit 4,9 Mrd. US-Dollar Umsatz rund 28,5 % des Gesamtumsatzes stellt. Auch die restlichen IaaS (Infrastructure as a Service) Geschäftsfelder zeigten hohes Wachstum, was die Argumente der Short-Seller widerlegte: Der Umsatz im Cloud-Geschäft wuchs um 44 % auf 8,9 Mrd. US-Dollar. Den Gewinn nach Steuern und Anteilen Dritter konnte man zudem um 26 % auf 3,7 Mrd. US-Dollar bzw. 1,27 US-Dollar je Aktie steigern. 

 

IaaS übertrumpft SaaS

 

Das Auftragsbuch von Oracle quillt zudem über. Die bestehenden Verträge und Anzahlungen, die bisher noch nicht abgearbeitet wurden, haben einen Umfang von 553 Mrd. US-Dollar erreicht. Ein Anstieg um 325 % im Jahresvergleich. Wohlgemerkt vor dem Hintergrund eines Quartalsumsatzes von gut 17 Mrd. US-Dollar und einem erwarteten Jahresumsatz von 67 Mrd. US-Dollar. Allein im Vergleich zum 2. Fiskalquartal 2026 wuchs der Auftragsbestand um 29 Mrd. US-Dollar. Ohne Zweifel werden einige dieser Aufträge am Ende nicht erfüllt oder ausgeführt werden. Damit verschwindet das Auftragsvolumen jedoch nicht einfach, sondern es gibt in der Regel Schadensersatzklauseln für Oracle und natürlich auch für die Kunden, falls die Nicht-Erfüllung an Oracle liegt. Doch selbst wenn man einen grosszügigen Risikoabschlag von 30 % einrechnet, ist das Auftragsbuch immer noch 387 Mrd. US-Dollar gross, was mehr als ausreichend ist, um weiteres Wachstum einzupreisen. Doch soll übrigens im kommenden Fiskaljahr bei rund 32 % liegen und sich somit im Jahresvergleich verdoppeln. Und die Finanzierung der Investitionen? Allein Amazon (US0231351067) hat am Dienstag fast 50 Mrd. US-Dollar an Fremdkapital am Anleihemarkt aufgenommen. Es steht also genügend Risikokapital zur Verfügung.  

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDie alten SaaS-Geschäftsbereiche halten Oracle ohne Zweifel zurück. Es ist aber nicht so, dass das Umsatzwachstum in diesen Geschäftsfeldern enttäuschend wäre. Im Bereich Cloud Applications wuchs Oracle am schwächsten, konnte aber den Umsatz immer noch um 13 % auf 4,0 Mrd. US-Dollar steigern. Die anderen beiden SaaS-Bereiche - NetSuite und Fusion Cloud ERP - wuchsen um 14 % und 17 %, was ebenfalls keine Enttäuschung ist. Fakt ist aber auch, dass diese Geschäftsfelder in Zukunft weiter durch die IaaS-Geschäftsfelder marginalisiert werden. Nicht in der absoluten Betrachtung, sondern im Hinblick auf den Anteil am Gesamtumsatz, und das ist eine gute Entwicklung für die Aktien, denn wenn IaaS an Grösse gewinnt, werden auch die hohen Wachstumsraten das Wachstum des Gesamtumsatzes immer stärker positiv beeinflussen.

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12.03.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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