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Valneva in aller Munde, Großer Durst von Tesla sorgt für Wasser-Rationierung in Grünheide, Mercedes-Benz warnt vor einem Gas-Embargo und die Lufthansa hat Probleme mit dem Catering

Nur keine Müdigkeit vorschützen

NTG24 - Valneva in aller Munde, Großer Durst von Tesla sorgt für Wasser-Rationierung in Grünheide, Mercedes-Benz warnt vor einem Gas-Embargo und die Lufthansa hat Probleme mit dem Catering

 

Nachdem es am Karfreitag trotz geschlossener Börsen noch einigermaßen hoch herging, kehrte am Wochenende wieder etwas mehr Ruhe an der Nachrichtenfront ein. Zwar gab es selbstredend die eine oder andere Meldung aus der Ukraine, wo auch in diesen Momenten heftige Kämpfe stattfinden. Es kam aber zu keiner Entwicklung, welche die Börsenkurse nachhaltig beeinflussen würde.

Das gibt den Anlegern Gelegenheit zum Durchschnaufen. Wer an den Feiertagen die Hände nicht vom Internet lassen kann, tauscht sich da schon mal über Möglichkeiten und Chancen für die kommende Woche aus. Ein beliebtes Gesprächsthema ist dabei die Aktie von Valneva (US92025Y1038). Nachdem das Unternehmen kürzlich die Zulassung für seinen Corona-Impfstoff in Großbritannien erhalten hat, fällt die Stimmung in den sozialen Medien äußerst positiv aus.

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Werbebanner EMH PM TradeDie meisten Nutzer gehen dort von weiteren Kursgewinnen in der Woche nach Ostern aus. Dabei werden auch schon Kursziele in den Raum gestellt, die sich deutlich über 30 Euro bewegen. Der letzte Schlusskurs lag lediglich bei 16,81 Euro. Begründet wird der große Optimismus vor allem mit der Aussicht darauf, dass auch die EU bei der Zulassung bald nachziehen könnte. Das wäre tatsächlich eine erfreuliche Nachricht, aber wohl kaum ein Garant für die nächste Rallye.

 

Ein wertvolles Gut!

 

In Grünheide wird derweil die Wasserversorgung durch den Wasserverband Strausberg-Erkner rationiert. Zumindest Neukunden müssen bei dem Versorger laut „Focus Online“ ab sofort Verträge mit einem gedeckelten Verbrauch abschließen. Rund 100 Liter täglich sind dabei als Obergrenze vorgesehen. Wer mehr verbraucht, wird sich auf empfindliche Strafzahlungen einstellen müssen.

Hintergrund des Ganzen ist die kürzlich eröffnete Fabrik von Tesla (US88160R1014), die einen enormen Wasserbedarf aufweist. Allerdings ist dem Betreiber nur die Entnahme einer bestimmten Menge Grundwasser erlaubt. Momentan wird daran gearbeitet, eine Genehmigung für höhere Fördermengen zu erhalten. Solange die nicht vorliegt, müssen aber erst einmal die Rationierungen herhalten. Bei vielen Anwohnern, die schon vor dem Bau vor einem Wasserproblem warnten, dürfte das nicht gut ankommen. Für die Tesla-Aktie geht von dem Ganzen aber erst einmal keine Gefahr aus.

 

Immer ruhig mit den jungen Pferden

 

Bei Mercedes-Benz (DE0007100000) macht man sich über Ostern anscheinend Gedanken über die anhaltenden Diskussionen um ein mögliches Gasembargo seitens der EU oder Deutschland gegenüber Russland. Wie „T-Online“ zu berichten weiß, äußerte sich Mercedes-Benz-Chef Ola Källenius sehr kritisch gegenüber Forderungen, kurzfristig den Gashahn abzudrehen.

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Wie der Chemiekonzern BASF warnt auch Mercedes vor heftigen Auswirkungen für die hiesige Wirtschaft, sollte die Politik sich zu einem Schnellschuss hinreißen lassen. Der Konzern selbst müsste in einem solchen Fall wohl auch mit Problemen rechnen, etwa bei den eigenen Lackieranlagen. Da wird es die Verantwortlichen wahrscheinlich freuen, dass die Bundesregierung bisher noch keine Pläne hegt, in absehbarer Zeit ein Gas-Embargo durchzusetzen.

 

Hungrige Fluggäste

 

Weitaus weniger erfreut dürften derzeit viele Fluggäste sein, die mit der Lufthansa (DE0008232125) von Frankfurt aus eine Reise antreten. Das Portal „resietopia.de“ berichtet über massive Probleme beim Catering der Kranich-Airline. Die sogenannten Onboard Delights können derzeit bei vielen Flügen überhaupt nicht angeboten werden, was der Konzern auf seiner eigenen Webseite auch bestätigt. Wohl dem, der da etwas Reiseproviant im Handgepäck verstaut hat.

Begründet wird das Ganze mit der Corona-Pandemie, was im ersten Moment etwas seltsam anmuten und fast schon nach einer Ausrede klingen mag. Tatsächlich soll es aber zu einem hohen Krankenstand beim Zulieferer Gate Gourmet gekommen sein, sodass die Verpflegung auf den Flügen nicht wie gewohnt sichergestellt werden kann. Immerhin ist zu hoffen, dass die Probleme lediglich von temporärer Natur sein werden. Ob die Fluggäste in irgendeiner Form eine Entschädigung erwarten könnten, ist nicht bekannt.

 

Die Ruhe vor dem Sturm

 

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Werbebanner ISIN-WatchlistMomentan scheint rund um die Börse viel Ruhe eingekehrt zu sein, was nach drei Tagen ohne Handel auch nicht anders zu erwarten war. Davon sollten Anleger sich allerdings nicht in die Irre führen lassen. Nichts spricht dafür, dass die zuletzt hohe Volatilität in absehbarer Zeit nachlassen wird und so ist auch in der neuen Woche mit einigen Bewegungen zu rechnen. Es dürfte keine schlechte Idee sein, sich darauf schon jetzt einzustellen. Vom Ukraine-Krieg über Zinssorgen bis hin zu weiterhin gestörten Lieferketten sind die zahlreichen Probleme über die Feiertage schließlich nicht einfach von der Bildfläche verschwunden.

 

18.04.2022 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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