Evonik lässt sich zu politischen Äußerungen hinreißen und warnt besonders den Mittelstand vor einer Annäherung an die in Teilen rechtsextreme AfD
Auch aufgrund politischer Tendenzen ruft Evonik zu einer Stärkung der Industrie auf
Zuletzt hat die AfD wieder etwas an Schwung verloren, doch in einigen Umfragen kämpft sie noch immer mit der CDU um den Spitzenplatz. Im vergangenen Herbst lud der Verband der Familienunternehmen erstmals auch Vertreter der AfD zu einem Parlamentarischen Abend in Berlin ein, was nach heftiger Kritik wieder zurückgenommen wurde.
Bei Evonik (DE000EVNK013) wird mit großer Sorge verfolgt, dass gerade der Mittelstand Tendenzen erkennen lässt, sich den Positionen der AfD anzunähern. Genau davor warnte nun CEO Christian Kullmann, wie im „Handelsblatt“ zu lesen ist. Seiner Ansicht nach müsse die Industrie als Ganzes klare Kante zeigen und sich von der AfD bewusst abgrenzen.
Die aktuelle politische Situation scheint zu Frust beim Evonik-Chef zu sorgen. Bestürzt verfolgt Kullmann, dass viele Wähler mittlerweile ein „autoritäres Aufräumen“ dem demokratischen Diskurs vorzeihen würden. Mit dafür verantwortlich seien Ängste vor Wohlstandsverluste, weshalb es nun umso wichtiger sei, die heimische Industrie zu stärken.
Evonik steht mit seiner Kritik an der AfD nicht alleine da. Die meisten der großen deutschen Industriekonzerne lehnen die Politik der Partei klar ab und auch Ökonomen sind sich weitgehend einig darüber, dass die geplanten Vorhaben der AfD der hiesigen Industrie heftigen Schaden zufügen würden. Bislang änderte das aber auch nichts weiter an den Umfrageergebnissen.
Evonik im Kurskeller
Dass Evonik auch abseits politischer Dimensionen etwas Unterstützung vertragen könnte, verrät ein Blick auf den Aktienkurs. Jener dümpelt schon seit Dezember unweit entfernt des 52-Wochen-Tiefs vor sich hin und durchlebte zuvor einen massiven Abwärtstrend. Zu Handelsschluss am Freitag standen noch 13,10 Euro auf dem Ticker. Auf Jahressicht ging es um 13,10 Euro abwärts. Zu leiden hat der Konzern schwer unter der noch immer zu beobachtenden Krise im Chemie-Segment.
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02.02.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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