Airbus: Wo liegt der Boden für die Aktien?
Airbus könnte viel stärker wachsen, wenn es genügend Triebwerke gäbe
Airbus wird weiterhin im operativen Geschäft zurückgehalten. Man könnte mehr, wenn genügend Triebwerke zur Verfügung stehen würden. So jedoch legte man schwache Zahlen für das 1. Quartal vor und bleibt am Boden. Die entscheidende Frage ist: Wo ist der Boden für die Aktien?
Das operative Geschäft von Airbus (NL0000235190) ist wie angekettet. Der Engpass bei den Pratt & Whitney Komponenten sorgt dafür, dass die Produktion bei Weitem nicht so stark laufen kann, wie es die Nachfrage hergibt. Ein für Airbus ausgesprochen ärgerliches Problem, das man selbst nicht verschuldet hat, aber abarbeiten muss, da es keine Alternativen gibt. Entsprechend schwach sind die Zahlen für das 1. Quartal, was jedoch für die Börse keine grosse Überraschung war. Die Anleger hatten den Kurs und die Bewertung des Luft- und Raumfahrtkonzerns schon deutlich im Vorfeld reduziert.
Im Detail entwickelte sich Airbus aber noch etwas schwächer als befürchtet. Für das März-Quartal legte man einen Umsatz von 12,65 Mrd. Euro vor. Ein Rückgang um -6,6 % nach 13,54 Mrd. Euro im Vorjahresquartal. Die Börse hatte sich auf einen Rückgang eingestellt, aber nur um -5 % auf 12,85 Mrd. Euro. Schlechter schnitt Airbus hingegen beim „bereinigten“ Ergebnis je Aktie ab. Der Konsens hatte auf einen Rückgang des Gewinns je Aktie um -37 % auf 0,47 Euro getippt, doch Airbus lieferte auf dieser Berechnungsgrundlage nur 0,33 Euro je Aktie ab. Der eigentliche Gewinn je Aktie von 0,74 Euro war durch positive Sondereffekte im Finanzergebnis erhöht, die jedoch einmalig sind.
Wo liegt der Boden für die Aktien?
Der Auftragseingang ist mehr als zufriedenstellend. Airbus konnte im 1. Quartal 398 neue Aufträge für sich verbuchen. Das ist ein Sprung im Jahresvergleich um 95 % bzw. 194 Maschinen. Das Orderbuch ist damit randvoll und übersprang im vergangenen Quartal die Marke von 9.000 Maschinen. Sorgen um die Zukunft von Airbus muss sich also niemand machen. Im Hinblick auf die Aufträge ist auch die Verteidigungssparte derzeit ein Highlight. Der Auftragseingang konnte um 91 % auf 4.957 Maschinen gesteigert werden. Wie immer derzeit in der Rüstung sind die Auswirkungen auf den Umsatz jedoch stark zeitversetzt. Im 1. Quartal stieg der Umsatz der Sparte „nur“ um knapp 7 % auf 2,83 Mrd. Euro.
Die Prognose änderte Airbus (noch) nicht ab. Hier steht insbesondere der avisierte freie Cashflow in Höhe von 4,5 Mrd. Euro in Frage, nachdem der Konzern im 1. Quartal einen negativen freien Cashflow von -2,5 Mrd. Euro verzeichnen musste. Man blieb auch bei der Prognose von 870 auszuliefernden Maschinen für das Gesamtjahr. Das wäre ein ordentliches Plus von knapp 10 % im Jahresvergleich und würde auch die „bereinigte“ EBIT-Prognose von 7,5 Mrd. Euro (2025: 7,1 Mrd. Euro) unterstützen. Die Börse ist jedoch skeptisch und befürchtet eine Kürzung der Jahresprognose im 2. oder 3. Quartal.
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30.04.2026 - Mikey Fritz

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