Die Gea Group legt beim Wachstumstempo munter zu und stellt für 2026 weitere Erfolge in Aussicht
Auch die Aktionäre sollen vom Erfolg der Gea Group profitieren
Der DAX geriet zu Wochenbeginn bekanntlich heftig unter Druck und unterschritt zeitweise schon nicht unwichtige Unterstützungen, was den Verkaufsdruck nur noch weiter erhöhte. Den erst im September in den Index aufgenommenen Anlagenbauer Gea Group trifft diesbezüglich allerdings keine Schuld. Hier sorgten sehr erfreuliche Zahlen sogar für ein Kursplus und muntere Aktionäre.
Bereits im Januar stimmte die Gea Group (DE0006602006) ihre Anteilseigner auf gute Ergebnisse ein. Wie damals bereits mitgeteilt, konnte die Ebitda-Marge sich im letzten Jahr vor Restrukturierung auf 16,5 Prozent steigern und damit die Prognose übertreffen. Das war jedoch nicht die einzige gute Nachricht, welche sich in den Zahlen versteckte. Punkten konnte das Unternehmen mehr oder minder auf ganzer Linie, wovon auch die Anleger direkt profitieren sollen.
Konzernchef Stefan Klebert sprach sichtlich zufrieden von einem „sehr erfolgreichen Jahr für Gea“. Eingebracht hat es unter anderem den größten Einzelauftrag der Unternehmensgeschichte, für den die weltweit integrierte Anlage zur Milchpulverproduktion in Algerien gestemmt werden soll. Insgesamt steigerte der Auftragseingang sich im letzten Jahr um 6,7 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro. Die Umsätze verbesserten sich im selben Zeitraum um 1,4 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro und das organische Umsatzwachstum wurde auf 3,7 Prozent beziffert.
Die Gea Group sieht sich nach Zukäufen um
Auch das Ebitda legte zu und verbesserte sich von 837 Millionen Euro aus dem Vorjahr auf nun 907 Millionen Euro. Die Anleger sollen für die Erfolge mit einer Erhöhung der Dividende um 0,15 Euro auf 1,30 Euro belohnt werden. Doch auf den Erfolgen ruht sich Gea nicht aus. Für 2026 wird bereits neues Wachstum in Aussicht gestellt. Das organische Umsatzwachstum soll bei fünf bis sieben Prozent liegen und zudem soll die Ebitda-Marge sich weiter auf 16,6 bis 17,2 Prozent verbessern.
Gea stemmt sich damit ausgesprochen erfolgreich gegen die angeschlagene Konjunktur und leidet noch dazu nicht unter einer erdrückenden Schuldenlast. Die hervorragende Ausgangslage soll in Zukunft wohl genutzt werden. Die Verantwortlichen ließen wissen, sich nach möglichen Zukäufen umzusehen. Eine konkrete Ankündigung gab es noch nicht. Interessiert sei man aber vor allem an mögliche Ergänzungen aus den Bereichen Pharma und Getränke. So viel Expansionsdrang sehen die Anleger in der Branche derzeit nur selten.
Die ganz große Überraschung waren die Zahlen nicht, da sich die guten Ergebnisse im Vorfeld bereits abzeichneten. Dennoch waren die Anteilseigner sichtlich zufrieden und von den kollektiven Abwertungen im gestrigen Handel bekam die Gea-Aktie nicht viel mit. Das Papier schwankte zwar ein wenig, ging letztlich aber mi 62,10 Euro aus dem Handel und verbuchte dort ein Plus von 2,1 Prozent. Der DAX-Neuling hinterließ Eindruck und katapultierte sich fast an die Spitze des Index. Lediglich die Bayer-Aktie performte noch stärker.
So darf es weitergehen
Die Gea Group kann so manche Erwartung übertreffen und sich auch in einem eher schwierigen Umfeld behaupten. Vollkommen frei von Sorgen dürften die Anleger deshalb vermutlich noch nicht sein. Denn je nachdem, welche Folgen der Irankrieg noch mit sich bringen wird, könnten Rückschläge in der Konjunktur sich auch bei der Gea Group wohl früher oder später noch bemerkbar machen. Das sind für den Moment aber reine Spekulationen, während die harten Zahlen erstmal eine völlig andere Sprache sprechen.
Wird Gea die Prognose für 2026 einhalten oder sogar wieder übertreffen können, so steht einer Fortsetzung der bereits im Dezember gestarteten Rallye wohl kaum etwas im Wege. Zunächst stehen die Bullen aber vor der Herausforderung, den kriegsbedingten Knick vom Monatsbeginn wieder auszugleichen. Trotz der gestrigen Kursaufschläge notiert die Gea-Aktie derzeit noch knapp sechs Prozent tiefer als Ende Februar. Darin könnte sich eine Einstiegschance verbergen, doch die Unsicherheit an den Märkten bleibt ausgesprochen hoch.
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10.03.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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