
Tagesbericht Gold vom 10.07.2025: Goldpreis als Schutz - Familienvermögen sichern sich strategisch gegen geopolitische Spannungen ab
ETFs verzeichnen erneut Zuflüsse, was auf ein anhaltendes Anlegerinteresse hinweist
Nach einem volatilen Frühjahr zeigt sich der Markt für Gold derzeit in einer gefestigten Verfassung. Der Goldpreis hat den Mittwoch mit 3313 US-Dollar beendet und notiert am Donnerstagmorgen leicht schwächer mit einem Wochenminus von -0,35 Prozent. Doch unter der Oberfläche deutet vieles auf eine fortgesetzte Konsolidierung hin – mit latentem Ausbruchspotenzial nach oben.
Das erste Halbjahr verlief für Edelmetalle bemerkenswert positiv. Gold (TVC:GOLD) konnte sich trotz schwankender US-Zinserwartungen behaupten, während Silber und Platin spürbar zulegten. Inzwischen bewegt sich der Goldpreis seitwärts, doch von einem Trendbruch kann keine Rede sein. Vielmehr scheint die Marktlage gesund: Das Interesse institutioneller Investoren bleibt hoch, und goldgedeckte ETFs verzeichnen erneut Zuflüsse. Der fundamentale Treiber liegt im Rückgang der US-Zinsen – ein starker Impuls für zinslose Anlageformen wie Gold. In einem Umfeld zunehmender geopolitischer Risiken ist der Goldpreis erneut zum Schutzinstrument geworden.
Strategischer Wert in unruhigen Zeiten
Die Kauflaune der Zentralbanken bestätigt den Trend: Sie stocken ihre Goldreserven weiter auf, um sich unabhängiger vom US-Dollar zu positionieren. Hinzu kommen die fiskalischen Herausforderungen in den USA – hohe Schulden, steigende Defizite und politische Spannungen. All dies verstärkt das Bedürfnis nach realen Wertspeichern. Anleger greifen daher verstärkt zu physischen Edelmetallen. Auch Family Offices und Staatsfonds erhöhen diskret ihre Allokation in Gold. Besonders seit sich der US-Dollar verstärkt als geopolitisches Druckmittel entpuppt, wächst die Nachfrage nach einem neutralen Gegengewicht.
Technische Analyse Goldpreis
Der Goldpreis befindet sich aktuell im Konsolidierungsmodus. Der 10-Tage-Durchschnitt zeigt leicht nach unten, doch der Kurs notiert knapp darüber – ein potenzielles Signal für kurzfristige Stärke. Die übergeordnete Richtung bleibt allerdings neutral bis seitwärts. Der seit Herbst 2023 laufende Aufwärtstrend ist weiterhin intakt, allerdings fehlt derzeit ein klarer Impuls zur Fortsetzung. Die technische Lage bleibt abwartend, doch keineswegs bärisch.
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10.07.2025 - Andreas Opitz
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